Migration
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Amnesty-Bericht alarmiert

51 Millionen Menschen sind auf der Flucht – so viele wie im Zweiten Weltkrieg

24.09.14, 11:34 24.09.14, 11:49

Wegen der zahlreichen Krisen in Afrika und Nahost sind derzeit weltweit so viele Menschen auf der Flucht wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Der grosse Teil der 51 Millionen Flüchtlinge sucht laut Amnesty International innerhalb des eigenen Landes Schutz.

Etwa 18 Millionen Menschen hätten sich aufgemacht in ein anderes Land, erklärte die Generalsekretärin von Amnesty International Deutschland, Selmin Caliskan, am Mittwoch in Berlin. Angesichts dieser dramatischen Entwicklung müsse Europa endlich seine «Abschottungspolitik» beenden, forderte Caliskan.

Europa nehme in Kauf, Menschenrechte zu verraten und «das Mittelmeer zum Massengrab zu machen», sagte sie mit Blick auf die Schleuser-Boote, die im Mittelmeer gekentert waren. Auch die Strategie, durch die Zusammenarbeit mit Transit-Ländern wie Libyen eine «Pufferzone» rund um Europa zu errichten, sei grundlegend falsch.

Der Geschäftsführer von Pro Asyl, Günter Burkhardt, erklärte, das Dublin-Verfahren, wonach jeder Asylbewerber in Europa seinen Antrag in dem Land stellen muss, das er zuerst betreten hat, sei gescheitert.

Trotzdem beharrten Deutschland und einige andere EU-Staaten darauf, die Verantwortung für die Aufnahme von Flüchtlingen auf Grenzstaaten wie Italien und Griechenland abzuwälzen. «Europa muss das Sterben an seinen Grenzen beenden», forderte Burkhardt. (sda/dpa)



Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Stell dir vor, es ist Masseneinbürgerung und keiner geht hin (ausser ein paar Italiener)

Seit Mitte Februar können sich Ausländer der dritten Generation erleichtert einbürgern lassen. 185 Personen haben seither ein Gesuch gestellt. Im Abstimmungskampf hatten die Gegner vor einer unkontrollierten «Masseneinbürgerung» gewarnt.

«Unkontrolliert einbürgern?» Das Jahr 2017 war erst wenige Tage alt, als sich die Schweizer Stimmbürger auf Schritt und Tritt mit dieser Frage konfrontiert sahen. Die Botschaft, weiss auf signalrotem Grund, sprang Pendlern an allen grossen Bahnhöfen entgegen – flankiert von der altbekannten Frau im Niqab.

Mit dem Slogan wollte das Komitee um SVP-Hardliner Andreas Glarner verhindern, dass Ausländern der dritten Generation erleichtert eingebürgert werden. «Masseneinbürgerungen» bedrohten die …

Artikel lesen