Migration
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epa04163061 A handout picture provided by the Italian Navy Press Office shows North African immigrants on board a ship after being rescued off the coast of Sicily, southern Italy, 11 April 2014. The Italian navy rescued 800 North African immigrants off the coast of Libya late 10 April in the latest in a string of pick-ups off rickety boats that have been launched like flotillas during the recent spell of warm weather. The migrants were on board seven rust-buckets and large dinghies that were intercepted by four Navy frigates and a Finance Guard motorboat about 70 nautical miles south of the stepping-stone Italian island of Lampedusa, which is closer to Libya than to Sicily. Earlier this week Italy issued a fresh call for help from the European Union after rescuing more than 4,000 migrants in 48 hours.  EPA/ITALIAN NAVY PRESS OFFICE / HANDOUT  HANDOUT EDITORIAL USE ONLY/NO SALES

Aus dem Mittelmeer gerettet: Flüchtlinge aus vieler afrikanischer Länder. Bild: EPA/ANSA / ITALIAN NAVY PRESS OFFICE

Drama im Mittelmeer

Italiens Marine greift 900 Flüchtlinge auf

Wieder haben italienische Kriegsschiffe und Patrouillenboote Hunderte Migranten aus Afrika aufgegriffen. Innenminister Alfano und das Flüchtlingswerk UNHCR fordern nun mehr Unterstützung von der EU.

11.04.14, 14:50

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Die Zahl der Flüchtlinge, die die riskante Bootsüberfahrt von Nordafrika nach Italien wagen, steigt weiter: Die italienische Marine hat erneut knapp 900 Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet. Binnen 24 Stunden hätten drei Kriegsschiffe und zwei Patrouillenboote der Küstenwache insgesamt 896 Flüchtlinge aufgegriffen. Das teilte die Marine am Freitag mit.

Italiens Innenminister Angelino Alfano hatte bereits um mehr Unterstützung von der Europäischen Union gebeten. Diese Forderung wird nun vom Uno-Flüchtlingswerk UNHCR unterstützt. Gemeinsam müssten «dauerhafte Lösungen» für Asylsuchende etwa aus Syrien und Eritrea gefunden werden, die auf der Flucht vor Krieg und Verfolgung sind.

«Italien braucht die Hilfe der EU»

Im Vergleich zum Jahresanfang 2013 habe sich der Ansturm verzehnfacht, sagte eine UNHCR-Sprecherin: «Unter ihnen sind viele Frauen und Kinder, darunter Neugeborene und Kinder ohne Begleitung Erwachsener.» Das UNHCR erwartet einen weiteren Anstieg der Zahlen: «Es warten noch Tausende in Libyen, weitere Boote wurden bereits auf See ausgemacht», sagte die Sprecherin. «Italien braucht die Hilfe der EU, um die Aufnahmefähigkeiten zu vergrössern.»

Erst Anfang der Woche hatte die Marine binnen 48 Stunden rund 4000 Bootsflüchtlinge aus dem Meer gefischt. Immer wieder versuchen Tausende, über das Mittelmeer nach Europa zu gelangen. Im Herbst 2013 kamen dabei bei mehreren schweren Unglücken vor der italienischen Küste mehr als 400 Flüchtlinge ums Leben.

Rom leitete daraufhin den Einsatz «Mare Nostrum» ein, bei dem Kriegsschiffe, Drohnen und Hubschrauber mit Infrarot- und optischer Ausrüstung eingesetzt werden. Allein seit Beginn des Jahres wurden nach Angaben des italienischen Innenministers 15'000 Menschen auf diese Weise aufgegriffen. (vek/AFP/Reuters)

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    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 11.04.2014 21:45
    Highlight Europa wird noch über viele Jahre Wirtschaftsflüchtlinge aufnehmen müssen. Denn es wird viel Zeit in Anspruch nehmen, bis in afrikanischen Ländern und Ländern des Nahen Ostens verantwortungsbewusste und demokratische Regierungen die Ruder übernommen haben. Und die Politik Europas, mit subventionierten Gütern die Wirtschaft in diesen Ländern unten zu halten, trägt den Rest zu den Migrantenströmen bei.
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