Musik
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Congolese rumba music legend Papa Wemba gives his first concert in Kinshasa June 26, 2004.  REUTERS/David Lewis/File photo

Papa Wemba auf einem Archivbild von 2004.
Bild: DAVID LEWIS/REUTERS

Papa Wemba ist tot: Afrikas Rumba-König bricht auf der Bühne zusammen

Auf der Bühne brach der 66-Jährige plötzlich zusammen: Der kongolesische Popstar Papa Wemba ist gestorben. Er war einer der bekanntesten Musiker Afrikas.

24.04.16, 17:39 24.04.16, 18:05


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Der kongolesische Sänger Papa Wemba, einer der populärsten Musiker Afrikas, ist tot. Er sei am frühen Sonntagmorgen in Abidjan (Elfenbeinküste) gestorben, berichteten örtliche Medien. Radio France International meldete den Tod ebenfalls unter Berufung auf den Manager des Sängers. Papa Wemba brach bei einem Auftritt beim «FEMUA 9»-Musikfestival plötzlich zusammen. Videos des Konzerts zeigen, wie er auf dem Bühnenboden liegt, während die Tänzer vor ihm zunächst noch mit der Show weitermachen. Die Todesursache ist bislang unbekannt.

Der 1949 geborene Sänger, mit ursprünglichem Namen Jules Shungu Wembadio Pene Kikumba, galt als König der kongolesischen Rumba. Und ihrer Soukous genannten moderneren Form, die auf dem gesamten afrikanischen Kontinent grosse Erfolge feierte. Seine Karriere umfasst fast fünf Jahrzehnte.

Zu seinen Hits zählten «Maria Valencia» oder «Yolele», Erfolge feierte er unter anderem mit den Bands Zaiko Langa Langa, Isifi und Viva La Musica. Einem weltweiten Publikum bekannt wurde er durch eine Zusammenarbeit mit dem Sänger Peter Gabriel.

Ausserdem galt Papa Wemba als modisches Vorbild: Er inspirierte junge Menschen im Kongo, der Bewegung La Sape beizutreten, deren Mitglieder grossen Wert auf ihr äusseres Erscheinungsbild legten und viel Geld für Designerklamotten ausgaben.

Im Jahr 2004 verbrachte Papa Wemba drei Monate in einem französischen Gefängnis, weil er illegal Menschen bei der Flucht aus dem Kongo geholfen hatte, indem er sie als Mitglieder seiner Band ausgab. Später berichtete er, während des Gefängnisaufenthalts ein spirituelles Erlebnis gehabt zu haben, bei dem ihm Gott erschienen sei.

sto/dpa/AP

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