Musik

Lange Schlange vor dem Openair-Gelände in St.Gallen: Das Gepäck wird geröntgt

30.06.16, 17:26 30.06.16, 17:54

Rund 20'000 Nachtschwärmer haben am Donnerstagnachmittag das Festivalgelände des Openair St.Gallen in Beschlag genommen. Mehrere hundert hartgesottene Fans harrten bereits seit Mittwoch vor dem Eingang aus.

Lange vor dem ersten Konzert reisten die ersten Fans des Openair St.Gallen an und schlugen in einem Warteraum vor dem Gelände provisorisch ihre Zelte auf. Mehrere hundert Personen hätten vom Mittwoch auf den Donnerstag vor den Eingangstoren campiert, sagte Mediensprecherin Sabine Bianchi auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Festival ist ausverkauft

Am Donnerstag ab 17 Uhr erhielten 20'000 Nachtschwärmer, welche sich im Vorfeld ein Ticket für vier Tage gesichert hatten, Einlass. Von Freitag bis Sonntag werden täglich bis zu 30'000 Besucher im Sittertobel erwartet. Das Festival ist laut Bianchi ausverkauft, auch für Sonntag gibt es keine Tickets mehr.

Openair St.Gallen 2016

Am diesjährigen Openair sind die grossen Headliner aus dem Ausland Radiohead und Mumford & Sons. Zum 40. Jubiläum schenken sich die Festivalmacher ein neues Quartier: Im «Plaza» auf dem Hügel gegenüber der Hauptbühne gibt es Food, Design und Street Culture. Auf einem Ausstellungs-Kubus wird auf 40 Jahre Festivalgeschichte zurückgeblickt. Bianchi versprach weitere Jubiläumsüberraschungen.

Gepäck wird geröntgt

Ihre Präsenz am Openair verstärken wird die Polizei. Das Sicherheitsbedürfnis der Bevölkerung habe nach den vermehrten Anschlägen in Europa zugenommen, sagt Dionys Widmer, Sprecher der Stadtpolizei St.Gallen, auf Anfrage.

Erstmals kommt am Eingang zum Festival eine mobile Gepäck-Röntgenanlage zum Einsatz. «Spezialisten des Grenzwachtkorps führen Stichproben nach verdächtigen Gegenständen durch», sagt Widmer. Ausserdem ist die Polizei in Uniform und mit Spürhunden vor Ort.

(sda)

Alle Plakate aus 40 Jahren Openair St.Gallen: Oh, wie bist du bunt geworden!

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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37
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    Alle Leser-Kommentare
  • Randy Orton 01.07.2016 11:32
    Highlight Die St. Galler sind immer ein bisschen paranoider als der Rest der Schweiz, hat man schon bei Karin Keller-Sutter und den Fussballfans gemerkt...
    13 3 Melden
  • felixJongleur 01.07.2016 09:55
    Highlight Ich gehe seit vielen Jahren und werde wieder runter gehen da ich easy an Billete kam, sonst wär mir der Vorverkaufs"stress" zu dumm. Das die Veranstalter Kohle machen wo es nur geht ist klar, denke jedoch es ist eher wieder etwas besser/entspannter geworden die letzten Jahre! Das es aus jedem Barzelt dröhnen muss wenn unten Konzerte sind finde ich nach wie vor extrem nervig.
    5 2 Melden
  • whoisanny 01.07.2016 09:50
    Highlight Könnten sich bitte mal alle ein wenig beruhigen? War gestern da, entweder haben sie sowohl die Hunde als auch die Röntgengeräte sehr gut getarnt oder die erwähnten Sicherheitsmassnahmen werden gar nicht eingesetzt. Mein Gepäck wurde nämlich wie jedes Jahr kurz abgetastet und gut war's. Captain over and out!
    14 3 Melden
  • lily.mcbean 01.07.2016 09:44
    Highlight Eine Sauerei! Von wegen höheres Sicherheitsbedürfniss, die machen das nur um die Kiffer oder sonstige Spassvögel mit ein wenig Pillen/Pülverchen zu schikanieren und schöne Bussen zu kassieren! Einem Freund von mir wurde gestern sein ganzes Gras abgenommen und er wurde angezeigt! Für was geht man schon an einem Festival verdammt.
    24 18 Melden
    • felixJongleur 01.07.2016 10:05
      Highlight Schon vor 15 Jahren galt: "versteck dis Gras bim ielaufe"! So eifach..
      16 6 Melden
    • felixJongleur 01.07.2016 10:12
      Highlight Aber scheisse ists trotzdem, schon klar! Und was die Security mit dem Gras macht kann man sich ja etwa denken, sicher nicht wegwerfen.
      12 8 Melden
    • zellswagger 01.07.2016 10:17
      Highlight Wenn das mit den spürhunden stimmt, nützt dir auch dein 'versteck dis gras bim ine laufe' nichts mehr..
      7 1 Melden
    • fabianhutter 01.07.2016 11:00
      Highlight Die Polizei drückt bei solchen Anlässen immer grosszügig ein bis zwei Augen zu.

      Ist jetzt halt schad für deinen Freund, aber seien wir ehrlich, die Polizei konfisziert einen kleinen Bruchteil der mitgebrachten Drogen. Wenn die Polizei an einem solchen Anlass wirklich schickanieren wollten, dann würde das anders aussehen.

      Wenn sie etwas konfiszieren, machen sie das um wenigstens zu signalisieren, dass es sich halt doch nicht um einen total rechtsfreien Raum handelt.
      3 2 Melden
    • YNWA 01.07.2016 11:09
      Highlight "Für was geht man schon an einem Festival verdammt. "
      Vielleicht um Konzerte zu sehen?
      11 3 Melden
  • Moe Mentmal 01.07.2016 09:36
    Highlight ...und langsam, Schritt für Schritt gewöhnt man sich an einen - und ensteht ein Überwachungs- und Polizeistaat. Legitmiert wird das mit einem angeblich gestiegenen Sicherheitsbedürfnis in der Bevölkerung. Umfrageergebnisse dazu habe ich noch nie gesehen und befragt wurde ich noch nie. Jeder Einschnitt in die persönliche Freiheit wird aber mit dieser Behauptung begründet.
    23 6 Melden
  • PuRpLE_KusH 01.07.2016 08:57
    Highlight Schlechtestes Open Air ever!!! Einmal und nie mehr wieder.

    - total überteuerte Tickets (100.- mehr als andere OA z.B. OAFF 150.- und da hat die Infrastruktur viel mehr zu bieten, kein Vergleicht!!!)
    - keine anständige Einkaufmöglichkeit auf dem Gelände
    - 8.- für ein Bier
    - Bier aus Flaschen muss vorbestellt werden
    - Campinggelände einfach schlecht
    - zu wenig WCs
    - Gesamtpacket einfach nur schlecht

    Ich frag mich ob da auch noch gross Geld für das Festival ausgegeben wird oder der grösste Teil einfach in die Taschen der Veranstalter fliesst. Geldgeile Säcke.
    14 18 Melden
    • felixJongleur 01.07.2016 09:56
      Highlight "Schlechtestes OA", am Donnerstag geschrieben? Okee....
      9 2 Melden
    • PuRpLE_KusH 01.07.2016 10:07
      Highlight ich war letztes Jahr...

      und ich meine nicht das OA dieses Jahr sondern im Allgemeinen, denn was ich gehört habe, gab es keinen grossen Unterschied zwischen dem letztes Jahr und den Davorliegen.
      6 2 Melden
  • Pius C. Bünzli 01.07.2016 08:01
    Highlight Wer mehr seine Freiheit für Sicherheit aufgibt, der wird am Ende beides verlieren
    23 5 Melden
    • Knut Atteslander 01.07.2016 08:09
      Highlight Es geht doch nicht um Sicherheit! Es geht um die Getränke welche die Besucher frecher weise mit rein nehmen, statt drinnen zu kaufen. Wer denkt denn an die Arbeitsplätze!!
      10 6 Melden
    • Tschaesu 01.07.2016 09:06
      Highlight Getränke darf man aufs Gelände mit bringen. Nur auf die Verpackung kommts an.
      7 3 Melden
  • alessandro 01.07.2016 06:53
    Highlight Mich würde es echt interessieren ob da wirklich nur nach "verdächtigen" gegenständen im bezug auf terrorismus gesucht werden. So ein paar gramm gras konfiszieren und mit einer x-fachen ordnungsbusse die aktion finanzieren fände ich echt schwach.
    32 7 Melden
    • lily.mcbean 01.07.2016 09:47
      Highlight Aber genauso wird es gehandhabt
      8 3 Melden
  • winglet55 01.07.2016 05:42
    Highlight Die Schweiz ein einig Volch von Meckerern!
    Wird Kontrolliert, wird gemeckert. Wird nicht kontrolliert und es passiert irgend etwas, geht der Shitstorm in voll Stärke auf die Sicherheitskräfte los. Irgendwie schizophren, die Schweiz!
    42 20 Melden
  • elivi 01.07.2016 00:45
    Highlight Das wird wieder ne schlammschlacht dort. 40 jahre und damit eins der ältesten openairs der schweiz.
    Das waren noch zeiten als ich ned zu alt für diesen aufwand war ...
    11 3 Melden
  • Silas89 01.07.2016 00:44
    Highlight Mir tun die Hunde leid... Die sind sicher total überfordert, weil es einfach überall nach Gras riecht.
    56 1 Melden
    • PuRpLE_KusH 01.07.2016 08:37
      Highlight als ob es da überall nach Gras riecht, wurde letztes Jahr von mehreren Besuchern blöd angemacht deswegen. schiess Bauerntreff
      7 16 Melden
  • Oiproll 01.07.2016 00:18
    Highlight Wohne seit 18 jahren in SG und gehe seit ca 10 jahren nicht mehr ans oasg! Angefangen hats mit dem halligalli-zelt. Jetzt heissen sie bacardy-dome oder chesterfield-lounge😠😠eine migros darf natürlich auch nicht fehlen. An jeder ecke wird man von einem werbepartner oder sponsoren penetriert😵😵hat für mich schon lange nichts mehr mit open-air zu tun!!
    37 14 Melden
    • PuRpLE_KusH 01.07.2016 08:40
      Highlight Das mit Migros muss ich präzisieren: Es ist nämlich nur ein kleiner Kiosk der, alles hat was man an einem Open Air NICHT braucht. Und das nötigste fehlt einfach komplett.

      Ich meine was will ich mit ein paar Guetzli, wenn ich da 3Tage campe!?
      5 4 Melden
    • Oiproll 01.07.2016 14:11
      Highlight Guätzli sind WICHTIG!😂😂😂
      1 3 Melden
  • Bastian Zuberbuehler 30.06.2016 21:29
    Highlight Terror 1 : Freiheit 0
    Ja, irgend ein fanatischer Hirni könnte auf die perverse Idee kommen, feiernde Openair-Gäste niedermähen zu müssen.
    Und ja, es könnten dabei Menschen verletzt oder getötet werden.
    Alles MÖGLICH.
    SICHER ist jedoch, dass mit solchen Aktionen das Quäntchen Extrasicherheitsillusion mit teurem Freiheitsgefühl bezahlt wird.
    Und die Medien bringens.
    Zum Kotzen.
    75 9 Melden
    • Scaros_2 30.06.2016 22:10
      Highlight Es geht nicht darum das die polizei bock drauf hat

      Es ist ein BEDÜRFNISS, das gäste haben zur mehr kontrolle. Das ganze dient dazu menschen ängste zu nehmen. Das die rationale wahrscheinlichkeit uns sagt, das alles ok ist mag uns zusagen aber es gibt viele menschen die haben sorgen und die muss man auch ernst nehmen
      14 50 Melden
    • Datsyuk * 30.06.2016 23:47
      Highlight So werden die Sorgen geschaffen.
      36 5 Melden
    • Pius C. Bünzli 01.07.2016 07:58
      Highlight Ja natüröich ist es ein bedürfniss. Und wen haben sie dazu befragt? Ich kenne jedenfalls niemanden der ein bedürfniss hat noch mehr kontrolliert zu werden als ihnehin schon
      13 2 Melden
  • Echo der Zeit 30.06.2016 20:35
    Highlight Erstmals kommt am Eingang zum Festival eine mobile Gepäck-Röntgenanlage zum Einsatz. «Spezialisten des Grenzwachtkorps führen Stichproben nach verdächtigen Gegenständen durch», sagt Widmer. Ausserdem ist die Polizei in Uniform und mit Spürhunden vor Ort - Dieses Oper Air ist Tot für mich - vermehrten Anschlägen in Europa zugenommen - Ja was, so ein Quatsch - als ob das ein solch Aufgebot rechtfertigen sollte (Gepäck-Röntgenanlage) - Was machen denn die an der Olma - dem ist einfach kein Besseres Märchen eingefallen - für ne Kiffer Jagd.
    79 25 Melden
  • luchs 30.06.2016 19:24
    Highlight Sicherheit? Sicher das kein Alkohl mit aufs gelände genommen wird.
    Der Veranstalter will sicher sein das er sein Umsatz macht.
    Kiffer jagen geht nicht so einfach, das
    Zeugs siehst du kaum auf dem Scanner.
    Finde diese Landschaftsvergewaltigung mit Massenlittering hat nichts mehr mit dem einstiegen Spirit of Freiluftmusik zu tun.
    Auch hier gets nur noch um die Kohle das hat nichts mehr mit Kulltur zu tun.
    Geht doch bitte an die kleinen Openairs wo Regionale Bands spielen und es kein Zaun um den Zeltplatz benötigt.
    69 22 Melden
    • Tilia 30.06.2016 23:15
      Highlight Landschaftsvergewaltigung mit massenlittering.....word!
      37 3 Melden
    • PuRpLE_KusH 01.07.2016 08:42
      Highlight Die geldgeilsten OA-Veranstalter des Jahres...
      7 5 Melden
    • E Gauer 01.07.2016 11:29
      Highlight Hier eine sehr lohnenswerte Alternative. der 3 Tagespass kostet 39 Franken. Anreise von Zürich in einer Stunde möglich (direkter IC).
      Letztes Jahr wurden 1000 Tickets verkauft über die 3 Tage wobei durchschnittlich ca. 400 - 500 Leute auf dem Gelände waren.
      Gemütliche Stimmung und Atemberaubende Bergkulisse.
      ..und ja, ein Bier kostet nicht 8.-
      Weblink: http://www.outinthegurin.ch/
      Sorry für die Schleichwerbung :)
      5 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 30.06.2016 18:19
    Highlight Grenzwachtkorps an der Grenze und schon schreien einige los...
    Aber was ein Grenzwachtkorps an einem OPENAIR mitten in der Schweiz zu suchen hätte soll mir doch bitte einmal einer erklären...
    64 22 Melden
    • AL:BM 30.06.2016 20:28
      Highlight Also das GWK ist höchstwahrscheinlich wegen der Bedienung des Scanners dort und um die entsprechenden Gegenstände aufzuspüren.
      Ausserdem möchte ich noch erwähnen, dass das GWK durchaus im ganzen Land arbeiten darf und nicht nur an der Grenze.
      Ich finde das Aufgebot jedoch auch übertrieben.
      53 1 Melden
  • phreko 30.06.2016 17:55
    Highlight Sicherheitsbedürfnis oder -wahn? Bin gerade in Dänemark am Roskilde Festival, wo mehr als 4 Mal soviele Gäste sind. Obwohl Dänemark auch mitmischt in den Kriegen im Nahen Osten, die Heimat der berühmten Mohammed-Karikaturen ist, wird hier kaum kontrolliert. Ich glaube eher dass am OASG mit überrissenen Mitteln nach ein paar Kiffern und einer Handvoll Koksern gejagt wird. Total übertrieben!
    93 15 Melden

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