Musik

Tickte aus und starb durch einen Schuss: Randy Howard.

Tragödie in Tennessee: Kopfgeldjäger erschiesst Countrysänger

Randy Howard wurde gesucht, weil er nicht vor Gericht erschienen war. Als ihn ein Kopfgeldjäger festnehmen wollte, eröffnete der Countrysänger das Feuer – und wurde erschossen.

12.06.15, 08:30 12.06.15, 08:45

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Einst stand Randy Howard mit Country-Grössen wie Willie Nelson und Hank Williams Jr. auf der Bühne. Doch seine erfolgreichen Zeiten, die achtziger Jahre, liegen lange zurück. Zuletzt fiel er vor allem mit seiner langen Strafakte auf. Mehrfach wurde Howard fahruntüchtig am Steuer eines Autos erwischt – auch dann noch, als ihm der Führerschein schon entzogen worden war. Zudem wurden ihm Drogen- und illegaler Waffenbesitz vorgeworfen.

Alle mitsingen! «He kicks ass, he smokes grass, he drives a '65 T-Bird that runs so fast!» Genial. YouTube/RareCountry2

Weil der 65-Jährige kürzlich nicht zu einem Gerichtstermin erschienen war, wollte ein Kopfgeldjäger ihn festnehmen. Der Mann sei am Dienstagabend in Williams' Haus im US-Bundesstaat Tennessee aufgetaucht, teilte Polizeisprecher Josh DeVine mit. Howard habe das Feuer eröffnet, der Kopfgeldjäger schoss zurück und tötete den Country-Sänger.

DeVines Angaben zufolge wurde der Kopfgeldjäger bei der Schiesserei verletzt. Die Ermittlungen in dem Fall laufen noch. Es soll unter anderem untersucht werden, ob er das Recht hatte, Howards Haus zu betreten.

Alternative-Country-Star Hank Williams III, für den Howard mehrere Songs geschrieben hatte, zeigte sich bestürzt über den Tod des Musikers. Terry Dotson, ein Freund Howards, sagte dem TV-Sender «WSMV» aus Nashville, er habe dem Sänger angeboten, ihn zu dem Gerichtstermin zu fahren. Howard habe ihn jedoch abgewiesen. «Er sagte, er gehe nicht zurück ins Gefängnis.»

Howard gehörte der sogenannten Outlaw-Bewegung an, die einen deutlich raueren Country spielte als den Mainstream-Nashville-Sound. Er nutzte den Begriff Redneck für sich, eigentlich eine abwertende Bezeichnung für arme, weisse Landarbeiter aus den Südstaaten. «Wenn ich frage, ob Rednecks im Publikum sind, bekomme ich immer Zuspruch – egal ob in New York oder Miami», sagte er einst.

Bild: Musicstack

Zum Abschied: «God Don't Live In Nashville», Tennessee von Randy Howard

YouTube/katson6

(wit/AP)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • SVARTGARD 12.06.2015 10:32
    Highlight Haha..
    6 9 Melden
    • obi 12.06.2015 11:33
      Highlight Wirklich?
      7 3 Melden
    • Asmodeus 12.06.2015 13:40
      Highlight Darüber lachen muss man nicht unbedingt. Aber Mitleid wäre bei jemandem der offensichtlich wenig auf das Leben anderer gibt und dabei erschossen wird auch nicht zwingend notwendig.

      Von einer Tragödie zu sprechen ist daher durchaus etwas übertrieben.
      2 2 Melden

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