NSA

Eine Nahaufnahme des Computers. Die Beschädigungen sind gut sichtbar. Bild: TOBY MELVILLE/REUTERS

Der zerstörte «Snowden-Computer» ist jetzt die Attraktion eines Museums in London

02.04.15, 04:05 02.04.15, 08:36

Der zerstörte Computer, auf dem Reporter der britischen Tageszeitung «The Guardian» Dokumente von Edward Snowden gespeichert hatten, ist seit Mittwoch in einer Ausstellung des Londoner Victoria and Albert Museums zu sehen.

In «All of this belongs to you» (etwa: Alles davon gehört euch) geht es um das Museum als öffentlichen Raum und die Rolle von öffentlichen Einrichtungen im täglichen Leben. Vor der britischen Parlamentswahl am 7. Mai soll die Ausstellung eine Diskussion um das Thema Privatsphäre anregen, sagte eine Museumssprecherin.

Edward Snowden hat eine Unmenge Daten geliefert. Bild: EPA/DPA

Auf dem Computer waren Dokumente gespeichert, die der ehemalige amerikanische Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden Reportern des «Guardian» zugespielt hatte. Die britische Regierung hatte die Verantwortlichen der Zeitung im Januar 2014 angewiesen, die Computer und Festplatten unter der Aufsicht von Geheimdienstmitarbeitern zu zerstören. 

Die Ausstellungsstücke weisen erkennbar Spuren von Gewalteinwirkung auf. Die Ausstellung dauert bis zum 19. Juli. (feb/sda/dpa)

Whistleblower

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Dieser Schweizer kämpft in den USA für die Privatsphäre

Der Kampf zwischen Überwachung und Schutz der Privatsphäre tritt in eine entscheidende Phase. An der Universität von Kalifornien, im Herzen der Digitalmoderne, engagiert sich ein schweizerisch-amerikanischer Doppelbürger an vorderster Front gegen die Bespitzelung.

Janet Napolitano, die Präsidentin der Universität von Kalifornien, schlug rasch zu, als im vergangenen Sommer Hacker versuchten, in die Computer des Campus von Los Angeles einzudringen. Auf den Computern sind die Daten von immerhin 4.5 Millionen Menschen gespeichert.

Die Hacker hatten zwar keinen Erfolg, heisst es. Aber Frau Napolitano hielt es für angezeigt, sofort ein neues Programm zur Überwachung des Datenverkehrs an der Universität zu starten. Dazu gehören etwa die Websites, die von …

Artikel lesen