Naher Osten
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
An image grab taken from a propaganda video uploaded on June 11, 2014 by jihadist group the Islamic State of Iraq and the Levant (ISIL) allegedly shows ISIL militants driving at an undisclosed location in Iraq's Nineveh province. Militants took control of the Iraqi city of Tikrit and freed hundreds of prisoners today, police said, the second provincial capital to fall in two days. AFP PHOTO / HO / ISIL

Diese Bilder wurden in einem Propaganda Video der ISIS veröffentlicht.  Bild: ISIL

ISIS 

Wer sind die radikalen Kämpfer, die den Irak in einen Gottesstaat verwandeln wollen?

Islamische Fundamentalisten haben die zweitgrösste irakische Stadt Mossul erobert. Ebenso wie im Irak kämpft die sunnitische Organisation ISIS auch im Bürgerkrieg in Syrien gegen die schiitische Regierung. Einige Fakten zur Organisation.

11.06.14, 19:52 12.06.14, 10:01

Geschichte:

ISIS wurde von abtrünnigen Mitgliedern der al-Nusra-Front gegründet, dem offiziellen Ableger des Terrornetzwerks al-Qaida in Syrien. Später vereinigte sie sich mit dem al-Qaida-Zweig im Irak. Angeführt wird ISIS von Abu Bakr al-Baghdadi.

Er liegt mit der ursprünglichen al-Qaida, die von Aiman al-Sawahiri von Pakistan aus gesteuert wird, im Clinch. Beharrlich ignoriert er deren Forderung, den Schwerpunkt seiner Aktivitäten auf den Irak zu legen.

Weitere Bilder aus dem Propagandavideo. Bild: ISIL

Anfang des Jahres kappte al-Qaida offiziell die Verbindungen zu ISIS, die mittlerweile als militanteste Islamistengruppe in Syrien gilt. Sie ist noch radikaler als die al-Qaida, die Experten zufolge im Gegensatz zu ISIS zur Mässigung gegenüber Schiiten aufruft.

Kämpfe:

Derzeit kämpft ISIS an mehreren Fronten – gegen rivalisierende Rebellen in Syrien, die dortige Führung und gegen die irakische Armee. Die Gruppe soll Sicherheitskreisen zufolge über mehr als 10'000 Kämpfer verfügen.

Nach Angaben der deutschen Bundesanwaltschaft verübt ISIS Attentate und Selbstmordanschläge in Syrien und ist für Erschiessungen und Geiselnahmen verantwortlich. Die Gruppe gehe auch gegen Zivilisten und Angehörige von Hilfsorganisationen vor.

Ziel:

Ziel von ISIS ist die Schaffung eines islamischen Gottesstaates, der über den Irak bis nach Syrien ans Mittelmeer reicht. Die sunnitische Organisation kämpft daher nicht nur im Irak gegen die schiitisch geführte Regierung, sondern auch in Syrien gegen Präsident Baschar al-Assad, der den schiitisch geprägten Alawiten angehört.

In Syrien stellen die Sunniten die Mehrheit der Bevölkerung, im Irak die Minderheit. Bis zum Sturz Saddam Husseins waren die Sunniten jedoch im Irak an der Macht. (lhr/sda/reu) 

Bild: ISIL



Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

Abonniere unseren Daily Newsletter

3
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
3Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Zeit_Genosse 12.06.2014 06:28
    Highlight Und wer könnte gegen diese Krieger vorgehen? Die USA haben im Irak versagt und mussten in Syrien sich zurückhalten. Den Assad dort zu belassen ist ein Übel um ein noch grösseres Übel zu bekämpfen. Europa tut so als ginge sie das nichts an, wie in der Ukraine. Eigentlich ist das so, bis in Europa solche Gruppierungen stäker Fuss fassen und Religionsgruppen unterwandern und instrumentalisieren. Dann wird es schwierig.
    1 0 Melden
  • Nic9000 11.06.2014 23:22
    Highlight Guter, sachlicher Artikel. Frei vom stupiden Assad-Bashing der Mainstream-Medien.
    1 0 Melden
  • zombie1969 11.06.2014 22:11
    Highlight Man schaue sich diese "Isis-Rebellen" nur mal genau an. Hoffentlich muss man sich in Europa eines Tages nicht solcher extremen Typen erwehren. Dabei gibt es in Europa inzwischen auch schon Millionen Moslems, Tendenz steigend, die, im Moment noch von den meisten belächelt, uns gern ihre Lebensvorstellungen aufzwingen würden.
    4 1 Melden

Cassis macht in Interview die Palästinenser wütend – und den Bundesrat auch noch gleich

Aussenminister Ignazio Cassis soll eine «offizielle Entschuldigung ans palästinensische Volk» aussprechen. Das verlangt Saeb Erekat, der langjährige Chefunterhändler der Palästinenser und einflussreicher Vertrauter von Paläsinenser-Präsident Mahmut Abbas, in einem Protestschreiben an Cassis. Dies berichtet die Basler Zeitung mit Verweis auf eine Pressemitteilung der Palästinensischen Befreiungsorganisation PLO, welche für die Verhandlungen mit Israel zuständig ist.

Hintergrund des …

Artikel lesen