Naher Osten

Amerikaner sollen Hotels meiden

US-Botschaft warnt vor Anschlägen in Algier 

04.07.14, 02:53

Die US-Botschaft in Algerien hat vor Anschlägen von Extremisten gewarnt. Mögliche Ziele in der Hauptstadt Algier seien Hotels von US-Firmen, hiess es in einer am Donnerstag verbreiteten Mitteilung. 

Mitarbeiter der Botschaft sollten Hotels am 4. Juli, dem Unabhängigkeitstag der USA, meiden; ebenso einen Tag später, dem Unabhängigkeitstag Algeriens. Grössere Anschläge waren zuletzt selten in dem nordafrikanischen Land. 

Zuvor hatten die USA bereits vor einem Terroranschlag auf den internationalen Flughafen nahe der ugandischen Hauptstadt Kampala gewarnt. Es gebe Hinweise von der ugandischen Polizei, dass es am Flughafen Entebbe eine «spezifische Bedrohung» einer ungenannten Terrorgruppe gebe. 

Der Anschlag solle Donnerstagabend zwischen 21 und 23 Uhr Ortszeit stattfinden, teilte die US-Botschaft in Kampala mit. US-Bürger, die in dieser Zeit auf dem Flughafen landen oder starten wollten, sollten ihre Pläne ändern. 

Neuartige Sprengsätze 

Erst Stunden zuvor hatten die USA aus Sorge vor Bombenanschlägen mit neuartigen Sprengsätzen verstärkte Sicherheitschecks an ausländischen Flughäfen gefordert. Der Schritt beruhe auf einer veränderten Einschätzung der weltweiten Terrorgefahr, teilte Jeh Johnson vom Ministerium für Innere Sicherheit am Mittwoch (Ortszeit) mit. 

Nach Medienberichten befürchten die USA, dass Terrorgruppen aus Syrien und dem Jemen neuartige Sprengsätze entwickeln, die sich nur schwer aufspüren lassen. (rey/sda/reu) 

Hol dir die App!

Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • zombie1969 04.07.2014 07:13
    Highlight Algerien ist weiterhin in einem desolaten Zustand. Keine Arbeit für die Menschen, noch nicht mal die Müllabfuhr fährt. Die extremen Muslime haben enormen Zulauf und die Intelligenten haben das Land bereits verlassen. Doch hätte Algerien alles, was es zum Erfolg braucht. Bodenschätze, eine hohe Kultur und eine gut ausgebildete Bevölkerung. Offenbar kommt Algerien erst wieder auf die Beine, wenn das Öl versiegt ist und die korrupte Herrschaft dadurch das Interesse an Algerien verliert.
    3 0 Melden
    • sewi 04.07.2014 09:25
      Highlight Ein Volk in den Fängen dieser rückständigen faschistoiden Ideologie..... man kann nur hoffen dass der durch das Internet demokratisierte Wissenszugang ein richtiger arabischer Frühling entstehen lässt und die Völker zu Ihren wahren Kulturen finden lässt.
      0 0 Melden

Angst vor neuem Krieg wächst

Jerusalem und Tel Aviv unter Raketenbeschuss – Israel bereitet Einsatz von Bodentruppen in Gaza vor

Der Konflikt im Nahen Osten eskaliert: In Tel Aviv gab es erstmals seit Jahren Luftalarm, in Jerusalem schlug eine Rakete ein. Zuvor gab Israels Regierung die Mobilisierung Tausender Reservisten bekannt und flog heftige Angriffe auf den Gazastreifen. 

Bei einer massiven israelischen Offensive im Gazastreifen und einem Angriff militanter Palästinenser in Israel sind mindestens 22 Menschen getötet worden. Mehr als 100 Menschen wurden binnen weniger Stunden verletzt. Die israelischen Luftschläge gelten als möglicher Auftakt eines neuen Gaza-Kriegs.

Be einem Luftschlag im nördlichen Gazastreifen hat Israel nach palästinensischen Angaben einen Anführer der Extremistengruppe Islamischer Dschihad getötet. Auch vier Angehörige des …

Artikel lesen