Naher Osten
Firefighters search for victims under the rubble after buildings collapsed in downtown Casablanca July 11, 2014. At least four people were killed and 57 injured on Friday when three buildings collapsed in Casablanca, Morocco's biggest city, the state news agency MAP reported. Picture taken July 11, 2014.    REUTERS/Macao (MOROCCO - Tags: DISASTER)

Bild: STRINGER/REUTERS

Marokko

Drei Häuser stürzen in Casablanca ein – mindestens 23 Tote

14.07.14, 06:01 14.07.14, 09:39

Beim Einsturz dreier Wohnhäuser in der marokkanischen Handelsmetropole Casablanca sind nach jüngsten Behördenangaben mindestens 23 Menschen getötet worden. Allein am Sonntag bargen die Rettungskräfte 15 Leichen unter den Trümmern der eingestürzten mehrstöckigen Gebäude.

Unter den Opfern waren auch die marokkanische Schauspielerin Amal Maaruf und ihre Mutter. Laut einem Bericht der Nachrichten-Website Yibiladi nahm Maaruf noch mehrere Stunden nach dem Unglück Anrufe auf ihrem Handy entgegen.

Bild: STRINGER/REUTERS

Die Feuerwehr konnte bis Sonntag mindestens 55 Menschen lebend aus den Trümmern retten, unter ihnen auch sechs Kinder. Von ihnen wurden 17 im Spital behandelt. Nach Angaben der Behörden waren möglicherweise noch weitere Einwohner unter dem Schutt begraben.

Die Bergungskräfte mussten am Nachmittag ihre Arbeit unterbrechen, um weiteres und geeigneteres Räumgerät zu besorgen. «Suche unterbrochen, Ausrüstung unzureichend. Drei Tage, um das zu bemerken», spottete die Zeitung «Economist» daraufhin auf ihrer Internetseite.

Warum die drei Gebäude am Freitag mitten in der Nacht einstürzten, war auch am Sonntag unklar. Die Behörden nahmen Ermittlungen auf. Mehrere Bewohner berichteten, die in den 60er- und 70er-Jahren gebauten Wohnhäuser seien seit Jahren nicht mehr renoviert worden. In Casablanca leben rund fünf Millionen Menschen, viele von ihnen in Slums. Das Wohnungsbauministerium warnte Ende 2012, dass tausende Häuser einsturzgefährdet seien. (sda/afp)

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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