Naher Osten
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Regierungskritische Demonstranten in Sanaa Bild: YAHYA ARHAB/EPA/KEYSTONE

Yemen

Polizei feuert auf Demonstranten

Im Jemen eskaliert die Auseinandersetzung zwischen aufständischen Huthi-Rebellen und den Sicherheitskräften. Demonstranten versuchten, den Regierungssitz in der Hauptstadt zu stürmen - die Polizei erschoss offenbar mehrere Personen. 

09.09.14, 13:51

Ein Artikel von

Die Spannungen im Jemen nehmen weiter zu, Polizei und Armee gehen mit grosser Härte gegen die Aufständischen vor. Beim Versuch schiitischer Demonstranten, den Regierungssitz in der Hauptstadt Sanaa zu stürmen, sind am Dienstag nach Angaben der Opposition mindestens sieben Menschen von der Polizei erschossen worden. Dutzende weitere Menschen seien verletzt worden, sagte ein Sprecher der Regierungsgegner der Nachrichtenagentur AFP.

Augenzeugen berichteten, die Polizei habe zunächst Tränengas und Wasserwerfer gegen Hunderte Demonstranten eingesetzt. Später griffen die Beamten demnach zu den Waffen.

Anhänger des schiitischen Rebellenführers Abdel Malek al-Huthi kampieren seit drei Wochen rund um Sanaa. Der schiitische Volksstamm fordert den Rücktritt der sunnitisch dominierten Regierung und die Rücknahme von Einschnitten bei Subventionen für Benzin und Diesel. Mit Massenblockaden legen die Demonstranten immer wieder den Verkehr in Sanaa lahm.

Am Sonntag schlugen sie ein Zeltlager in der Nähe des Innenministeriums und anderer Ministerien auf. Die Gebäude liegen unweit der wichtigsten Zufahrtsstraße zum Flughafen von Sanaa.

Bulldozer gegen Straßensperren 

Am selben Tag war es erstmals zu ernsten Ausschreitungen gekommen, ein Mensch starb. Sicherheitskräfte hatten erfolglos versucht, mit Tränengas, Wasserwerfern und Bulldozern eine Blockade der Zufahrtstraße zum Flughafen aufzulösen.

In der Nacht zum Dienstag hätten Flugzeuge zudem ein Waffenlager der Huthis in der nordjemenitischen Ortschaft al-Harf bombardiert, meldete die jemenitische Nachrichtenseite al-Mashhad al-Yemeni. Es sei das erste Mal, dass die Luftwaffe unmittelbar Stellungen der Huthi-Rebellen angegriffen habe. (jok/AFP)

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Chaos-Präsident Trump wirft Dynamit ins nahöstliche Feuer

US-Präsident Donald Trump bricht den Atomvertrag mit Iran und macht eine unruhige Welt noch instabiler. Gefordert sind die Europäer. Sie müssen sich endlich von Uncle Sam emanzipieren.

Im Amerika des Donald J. Trump gibt es eine Konstante: Immer wenn man glaubt, ein Tiefpunkt sei erreicht, kommt es garantiert noch schlimmer. So feiert derzeit eine besonders gruselige Gestalt aus der Vergangenheit ein Comeback auf der politischen Bühne: Die Waffenlobby NRA hat Oliver «Ollie» North zu ihrem neuen Präsidenten ernannt.

Was hat das mit der Kündigung des Atomabkommens mit Iran zu tun?

Der 74-jährige Ex-Offizier des Marine Corps war die Schlüsselfigur in einem der grössten …

Artikel lesen