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«Handelszeitung» meldet: Bundesrat macht sich für neuen Euro-Mindestkurs stark. Das Dementi folgt umgehend

04.03.15, 16:58 04.03.15, 18:11

Ein Bericht der «Handelszeitung» sorgt für Aufregung: Wie die Zeitung schreibt, fordert der Bundesrat von der Nationalbank (SNB) einen neuen Mindestkurs des Euros gegenüber dem Franken. Sie verweist auf ein geheimes «Analysepapier des Bundes». Laut der Zeitung will der Bundesrat zudem regelmässige und intensive Aussprachen mit der SNB zu deren Entscheiden. 

Der seit der überraschenden Aufhebung des Mindestkurses erstarkte Franken habe die Landesregierung dazu bewogen, ein solches Papier zu verfassen. 

Alles Quatsch, heisst es aus Bern. Bundesratssprecher André Simonazzi dementiert die Meldung umgehend:

Eines solches Papier würde auch wenig Sinn machen. Dem Bundesrat ist es untersagt, in die Geschicke der Nationalbank einzugreifen. Diese agiert unabhängig. Dass die SNB aber bereits jetzt den Franken künstlich abschwächt, vermuten diverse Experten. Eine neue Untergrenze ist jedoch nicht vorgesehen. (aeg)

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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    Alle Leser-Kommentare
  • MediaEye 04.03.2015 20:49
    Highlight Schaumschlägerei und Wunschdenken von Köppel und den Linken Ökonomen wie Lampart und Gewerkschaftskonsorten
    0 2 Melden
  • Lumpirr01 04.03.2015 17:52
    Highlight Unglaublich, dass jetzt schon wieder nach einem neuen Heimatschutz gerufen wird. Die soeben beendete Phase des 40 Monate festen Wechselkurses hat nur in der Schweiz zu einem Wirtschaftswachstum mit dementsprechender Zuwanderung geführt, währenddem im Europa mehr oder weniger tote Hose herrschte. Und die Fleischbranche will bereits wieder eine Beschränkung der erlaubten Einfuhrmenge. Und die Bauern und der Tourismus wollen Geld mehr vom Bund. Und weiter Verbände wollen auch noch Unterstützung, und und und............
    Sind wir denn wirklich ohne etwelche Massnahmen nicht mehr konkurrenzfähig?
    10 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 04.03.2015 17:19
    Highlight Fakt ist, der Mindestkurs, der im September 2011 eingeführt wurde, wurde ganz klar als temporäre Notmassnahme für eine Zeit extremer Turbulenzen und Verunsicherungen eingeführt - und nicht als neuer "Courant normal". Wer mehr erwartet hat, hat nicht richtig hingehört.
    Nun wir wollen keine neue Anbindung an die europäische Einheitswährung - womit der CHF wieder ein "Quasi-Euro" wird und damit seine Eigenständigkeit verliert.
    Es ist nicht die Aufgabe von Notenbanken, dauerhaft und um jeden Preis Währungsschwankungen auszuschalten - selbst wenn das für Produzenten, Konsumenten und Anleger sehr angenehm sein kann.
    Also Aufruf an den Bundesrat: Anstatt der SNB vorzuschreiben, eine Währungspolitik statt eine Geldpolitik zu betreiben, sollte sich die Regierung Gedanken machen, wie in der momentanen Phase von Null-Zinsen ein nachhaltiges Konjunkturprogramm geschnürt werden kann.
    19 1 Melden

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