Natur
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Wegen Planzenschutzmitteln

Bundesrat will Bienen besser schützen

21.05.14, 19:40
This undated handout photo provided by the Agriculture Department shows the deadly parasitic Varroa mite on the back of this honey bee is one of many insect pests that sugar esters may be useful in controlling. Sucrose octanoate, a sugar ester, can kill the mite without harming the bee. Nearly one out of four American honeybee colonies died this winter, but that’s not quite as bad as recent years, says a new U.S. Department of Agriculture survey of beekeepers. Under siege from parasites, disease, pesticide use, nutrition problems and a mysterious sudden die-off, 23 percent of bee colonies failed and experts say that’s considerably less than the previous year or the eight-year average of 30 percent losses. (AP Photo/Scott Bauer, Agriculture Department)

Auch eine Ursache fürs Bienensterben: Varroa-Milbe auf Honigbiene. Bild: AP/USDA

Der Bundesrat will Bienen besser schützen. Bis 2016 soll ein Aktionsplan ausgearbeitet werden. Damit sollen die Gefahren durch Pflanzenschutzmittel reduziert und die Gesundheit von Bienen gefördert werden. Wie wichtig rasches Handeln ist, zeigt eine Bienenvergiftung im Emmental.

Ende April entdeckten die Imker in der Region Zäziwil BE halbseitig gelähmte oder flugunfähige Bienen, die wie betrunken wirkten. Später stellte sich heraus, dass von diesem Phänomen 172 Bienenvölker von 23 Bienenständen betroffen waren. Imker Walter Leuenberger geht von über einer Million toter Bienen aus.

Bienen-, Pollen, Futter- und Pflanzenproben wurden in der Folge zur Analyse ins Labor geschickt. Bei Obstproduzenten wurden die Spritz-Journale eingesehen, in denen aufgeführt wird, welche Pflanzenschutzmittel wann und wo eingesetzt wurden.

Greenpeace nennt das Insektizid Imidacloprid in einem am Mittwoch veröffentlichten Kommentar «extrem bienengefährlich». Forscher haben nachweisen können, dass das Insektizid das Nervensystem von Bienen beeinträchtigen kann; sie verlieren die Orientierung. Die Europäische Lebensmittelsicherheitsbehörde macht dieses und andere Pestizide für das grassierende Bienensterben verantwortlich.

Der Bundesrat sprach sich am Mittwoch zum Schutz der Bienen für einen Aktionsplan aus, um Risiken von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren und deren nachhaltige Anwendung zu fördern. Dies teilte das Eidg. Departement für Wirtschaft, Bildung und Forschung (WBF) mit. Zum Schutz der Bienen schlägt er Massnahmen wie etwa ein erhöhtes Nahrungsangebot im Sommer vor.

Auch scienceindustries, der Wirtschaftsverband Chemie Pharma Biotech, «unterstützt Massnahmen für den sicheren und nachhaltigen Einsatz von Pflanzenschutzmitteln», wie er am Mittwoch mitteilte. Die Industrie möchte bei der Ausarbeitung des Aktionsplans aber stärker miteinbezogen werden. Pflanzenschutzmittel trügen zu einer produktiven, nachhaltigen Landwirtschaft. (tvr/sda)

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Dieser Typ greift in den Schnee – und heraus kommt DAS 😲

Dieses Video sorgt im Netz momentan für heftige Diskussionen. Die schwedischen Naturfotografen, Thomas Mørch (32) und sein Freund Daniel Gundersen (27) versuchen in den Wälder Schwedens ein Auerhuhn zu fangen.

Auerhühner graben im Winter Schneehöhlen, die deutlich wärmer sind als die Umgebung. Dadurch können sie Energie sparen, sagt Livio Rey, Mediensprecher der Vogelwarte Sempach. Für Livio Rey ist klar, wer die Tiere in ihrem geschützten Umfeld so erschreckt, verursacht ihnen unnötigen Stress.

Artikel lesen