Nigeria

Foto der Terroristengruppe Boko Haram: Der Anführer Abubakar Shekau steht in der Mitte. Bild: AP/Boko Haram

Überfälle auf Grenzgebiete nehmen zu

Boko-Haram-Miliz tötet erstmals Menschen im Tschad

13.02.15, 11:06

Die vor allem in Nigeria aktive Islamistengruppe Boko Haram hat zum ersten Mal bei einem Angriff im Tschad Menschen getötet. In der Nacht zum Freitag hätten rund 30 Boko-Haram-Milizionäre das Dorf Ngouboua am Ufer des Tschad-Sees überfallen, berichteten Anwohner und Sicherheitskreise.

Die Angreifer seien mit drei Kanus von See her gekommen und hätten rund zehn Menschen getötet, bevor sie von der Armee vertrieben worden seien, sagte ein Bewohner des Dorfes. Der See grenzt an den Nordosten Nigerias, wo Boko Haram einen radikalislamischen Staat errichten will.

Aus Angst vor Angriffen von Boko Haram sind auch in Niger Tausende Einwohner der Stadt Diffa auf der Flucht. Auch Niger grenzt an den Tschad-See und hat gemeinsame Grenzen mit Nigeria und dem Tschad. 

Die eigentlich in Nigeria agierende Miliz hat in den vergangenen Tagen ihre Überfälle und Selbstmordattentate im Grenzgebiet massiv ausgeweitet. Durch die Gewalttaten der Boko-Haram-Kämpfer im Nordosten Nigerias sind Tausende Menschen ums Leben gekommen –allein im vergangenen Jahr mindestens 10'000. (sda/reu)

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Demos in Nigeria: Tausende fordern Wiederholung der Wahlen

Tausende Anhänger der nigerianischen Opposition haben am Sonntag im ölreichen Bundesstaat Rivers gegen angeblichen Wahlbetrug protestiert. Ein Sprecher der Wahlkommission in der Hauptstadt des Bundesstaates wies die Betrugsvorwürfe zurück.

Bei der Demonstration in der Hafenstadt Port-Harcourt forderten die Anhänger von Oppositionsführer Muhammadu Buhari eine Wiederholung der Parlaments- und Präsidentschaftswahlen vom Samstag. Erste Ergebnisse der Wahlen sollten am Montag vorliegen.

Bei der …

Artikel lesen