Nigeria
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und die Werbung von watson und Werbepartnern zu personalisieren. Weitere Infos: Datenschutzerklärung.

Über 40 Tote bei islamistischen Angriffen in Nigeria

31.05.15, 13:15 31.05.15, 13:37

Keine Ruhe für den frisch vereidigten nigerianischen Präsidenten Muhammadu Buhari: Nur einen Tag nach dessen Amtseinführung sind im Nordosten des Landes mindestens 41 Menschen getötet worden.

Bei einem der islamistischen Terrororganisation Boko Haram zugeschriebenen Selbstmordanschlag auf eine Moschee in Maiduguri wurden am Samstag nach Polizeiangaben mindestens 26 Menschen getötet, mehr als 20 weitere wurden verletzt. 

Der Selbstmordattentäter in der Moschee war offenbar ein Teenager, der sich unter die Gläubigen gemischt hatte, wie Augenzeuge Aliyu Garba sagte. Die Polizei machte zunächst keine Angaben zur Identität des Attentäters. 

Harte Hand angekündigt

Wenige Stunden zuvor hatten die sunnitischen Fundamentalisten bei einem Angriff auf die Stadt Augenzeugenberichten zufolge mindestens 15 Menschen getötet. Bei dem Angriff in den frühen Morgenstunden versuchten die Extremisten, mit einem Konvoi aus Geländewagen und Motorrädern die Stadtviertel Gomari und Malari einzunehmen.

Buhari hat den Kampf gegen Boko Haram, die sich unter seinem Vorgänger Goodluck Jonathan von einer obskuren Sekte zu einer nationalen Bedrohung entwickelt hat, zur Priorität erklärt. Der frühere General sagte am Freitag, auch alle Geiseln – darunter die mehr als 200 vor einem Jahr entführten Schülerinnen aus Chibok – müssten schnell lebend befreit werden.

Zudem hatte er angekündigt, die Kommandozentrale für den Kampf gegen Boko Haram nach Maiduguri, der Hauptstadt des Bundesstaats Borno, zu verlegen. Der 72-jährige Muslim sagte, dies werde dabei helfen, die «gottlosen» Terroristen militärisch zu besiegen. Boko Haram hatte in der Vergangenheit bereits mehrfach versucht, Maiduguri einzunehmen, wurde aber jedes Mal vom Militär zurückgeschlagen. (sda/dpa)

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Karte des Schreckens

Terror ohne Ende: In diesem Jahr starben über 1200 Menschen bei Anschlägen

Das Jahr 2015 begann mit einer Reihe grausamer Anschläge. Die Schlagzeilen dominierte das Attentat auf «Charlie Hebdo» – doch weltweit wurden seit Jahresbeginn über 1200 Menschen getötet. Diese Karte zeigt, wo der Terror wütet.

Die Karte erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Insbesondere in Syrien, wo ein blutiger Bürgerkrieg tobt, ist es schwierig, alle Opfer des Terrors gesondert von jenen der Kriegswirren zu zählen. 

Artikel lesen