Nigeria

In Nigeria

50 Soldaten zum Tode verurteilt – weil sie nicht gegen Boko Haram kämpfen wollten

18.12.14, 01:55 18.12.14, 09:29

In Nigeria sind 54 Soldaten von einem Militärgericht wegen Meuterei verurteilt worden. Ihnen droht die Todesstrafe. Den Streitkräften wird nach Angaben ihres Anwaltes vorgeworfen, sich geweigert zu haben, bei einem Einsatz gegen die Islamistengruppe Boko Haram mitzuwirken.

Fünf Soldaten wurden dem prominenten Menschenrechtsanwalt Femi Falana zufolge freigesprochen. Der Prozess hatte demnach Mitte Oktober hinter verschlossenen Türen begonnen. Vor der Verkündung des Urteils am Mittwoch wurden Reporter vom Gericht ferngehalten. Militärvertreter waren für eine Stellungnahme zunächst nicht erreichbar.

Die Islamistengruppe Boko Haram ist für ihre Brutalität bekannt und entführt immer wieder Kinder.  Bild: AP Militant Video

In der Vergangenheit hatten sich die nigerianischen Streitkräfte wiederholt beschwert, dass ihre Waffen und Ausrüstung für den Kampf gegen die Extremisten nicht ausreiche. 

Boko Haram kämpft seit mehreren Jahren für die Errichtung eines Kalifats im Norden des Landes. Die verurteilten Soldaten gehörten zu einer Spezialeinheit, der im August aufgetragen worden war, drei Städte im Staat Borno aus der Gewalt der Islamisten zurückzuerobern. (feb/sda/afp)

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
Themen
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Kleine Kinder als Selbstmord-Attentäter – Boko Harams jüngste Opfer

Die Terrorgruppe Boko Haram schockiert Nigeria mit besonders grausamen Angriffen. Immer wieder schicken die Islamisten auch Grundschüler als Selbstmordattentäter los. Was bezwecken sie?

Für Nigerias nördlichen Bundesstaat Borno war es ein besonders brutales Wochenende in ohnehin düsteren Zeiten. Am Sonntag sprengten sich zwei Selbstmordattentäterinnen in der Nähe eines Marktes in die Luft. Ein Mitglied einer Bürgerwehr sagte, es habe sich um zwei Mädchen gehandelt, sieben und acht Jahre jung.

Der Mann berichtete der Nachrichtenagentur AP, er habe die Kinder daran gehindert, auf den Markt im Zentrum der Regionalhauptstadt Maiduguri zu gelangen. …

Artikel lesen