Nordkorea

Kim Jong Un: Peking muss wohl ohne ihn feiern. Bild: KCNA/REUTERS

Siegesfeiern in Peking: Kim schlägt Einladung nach China aus

Mit grossem Pomp feiert China den Jahrestag zum «Sieg über den Faschismus». Aber auf einen Gast muss Peking vermutlich verzichten: Nordkoreas Staatschef Kim Jong Un fürchtet offenbar Fragen zum Atomprogramm.

12.06.15, 08:13 12.06.15, 08:24

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Russlands Präsident Wladimir Putin hat schon zusagt, aber auf die Anwesenheit von Kim Jong Un bei den Feiern zum 70. Jahrestag des «Sieges über den Faschismus» am 3. September muss China wohl verzichten. Nordkoreas Machthaber wird Peking vermutlich eine Abfuhr erteilen.

Der «geachtete Marschall» sei sehr beschäftigt, sagte ein hoher Beamter der Internationalen Abteilung des Zentralkomitees der Arbeiterpartei in Pjöngjang der Deutschen Presse-Agentur dpa. Der Staatschef habe viel zu tun mit den Feiern zum Ende der japanischen Kolonialherrschaft im August und dem 70. Geburtstag der Arbeiterpartei am 10. Oktober.

In Peking wird das für eine Ausrede gehalten. Kim wolle vermeiden, über den Atomkonflikt sprechen zu müssen. «Es ist nur ein Vorwand», sagte Professor Cui Yingjiu von der renommierten Peking Universität. «Wenn er kommt, wird er die Atomfrage nicht umgehen können.»

Ein nordkoreanischer Beamter beschrieb die Beziehungen zwischen den Nachbarländern als «nicht so gut»: Nordkorea ist demnach verärgert, dass China die jüngsten Sanktionen unterstützt. Umgekehrt gibt es in China Unmut über Nordkoreas anhaltende Entwicklung von Atomwaffen und die Weigerung, an den Verhandlungstisch zurückzukehren. «Der Führer Nordkoreas ist so jung und unreif, dass seine Politik unberechenbar ist», sagte auch Professor Zhou Xiaozheng von der Volksuniversität in Peking.

Chinas Führung bemüht sich nach Angaben aus diplomatischen Kreisen um ranghohe ausländische Gäste bei den Gedenkfeiern, deren Höhepunkt eine Militärparade sein soll. Im Mai hatte Kim auch schon die Einladung Russlands zu den Feiern anlässlich des 70. Jahrestages des Kriegsendes in Moskau ausgeschlagen.

als/dpa

Und weil kein anderer Staatschef für so bizarre Fotos sorgt, hier einige tolle Bildstrecken: 

Kim Jong-uns Gefolgsleute machen Notizen

Kim Jong Un besteigt den höchsten Berg Nordkoreas

Kim Jong Uns unglaubliche Frisur

Bonus: Kim Jong Uns unglaubliche AUGENBRAUEN

Und zuguterletzt noch unser Favorit:

Kim auf Reisen.  Bild: KCNA/REUTERS

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