Nordkorea
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Diplomatischer Affront

US-Tourist ruft in Nordkorea «Ich will Asyl» und wird verhaftet

In die Asienreise von US-Präsident Obama platzt die Nachricht, dass Nordkorea seit Mitte April einen jungen Amerikaner festhält. Pjöngjangs Staatsmedien erklären die Verhaftung mit einem merkwürdigen Vorfall.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Nordkorea meldet die Festnahme eines jungen US-Bürgers. Der 24-jährige Tourist heisse Miller Matthew Todd, er sei am 10. April bei der Einreise nach Nordkorea wegen «unbedachten Verhaltens» festgenommen worden. Das berichtet die amtliche Nachrichtenagentur KCNA. Demnach befindet sich der Mann in Haft, es sei eine Untersuchung eingeleitet worden.

Laut KCNA riss Todd sein Touristenvisum in Stücke und rief, er wolle Asyl beantragen und habe Nordkorea als seinen Zufluchtsort ausgewählt. Dieses Handeln sei ein «schwerer Verstoss» gegen die Gesetze.

Das US-Aussenministerium erklärte, man habe die Berichte erhalten, wolle sich aber nicht weiter dazu äussern. Man stehe in Kontakt mit der schwedischen Botschaft in Pjöngjang. Die USA haben keine eigene Botschaft in Nordkoreas Hauptstadt und nutzen in Notfällen die Vertretung der Schweden.

Obama sagt nichts zum Fall

US-Präsident Barack Obama befindet sich zurzeit auf einer Reise durch asiatische Länder. Am Freitag traf er zu einem zweitägigen Besuch in Südkorea ein. Die Spannungen auf der koreanischen Halbinsel hatten sich zuletzt wieder verschärft: Die südkoreanische Marine gab am Freitag Warnschüsse auf zwei Patrouillenboote Pjöngjangs ab, die in südkoreanische Hoheitsgewässer eingedrungen waren.

Obama äusserte sich nicht zu dem Fall des festgenommenen Amerikaners. In Nordkorea sind wiederholt US-Bürger inhaftiert worden. Seit November 2012 sitzt dort etwa Kenneth Bae in Haft. Der Mann, der laut der nordkoreanischen Justiz ein evangelikaler Missionar ist, wurde wegen Plänen zum Umsturz der Regierung zu 15 Jahren Zwangsarbeit verurteilt. Bemühungen um seine Freilassung blieben bislang erfolglos.

In anderen Fällen gelang es dagegen nach längeren Vermittlungen, die Freilassung inhaftierter US-Bürger zu erreichen. Im Dezember kam der US-Veteran Merrill Newman frei, der sich sechs Wochen lang in der Gewalt der nordkoreanischen Behörden befunden hatte. (kgp/AFP)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Nanu 26.04.2014 09:05
    Highlight Highlight wer sich dorthin freiwillig dorthin begibt, gehört geistig untersucht, denn da kann ja etwas nicht stimmen.
  • The Writer Formerly Known as Peter 25.04.2014 22:39
    Highlight Highlight Nö, das ist nordkoreanische Diplomatie! Man sollte dem jungen Mann seinen Wunsch gewähren... inklusive der Privilegien des nordkoreanischen Volkes!
  • papparazzi 25.04.2014 21:41
    Highlight Highlight Das ist amerikanische Diplomatie! ut (dp)

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