Ottmar Hitzfeld
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Ottmar Hitzfeld verteilt Unterschriften beim ueberschwaenglichen Empfang fuer die Schweizer Fussballnationalmannschaft im Zuercher Hallenstadion am Donnerstag, 3. Juli 2014. (KEYSTONE/Walter Bieri)

Bild: KEYSTONE

Ein Gentleman verlässt die Fussballbühne

«Zwar nicht Weltmeister, aber die besten Fans der Welt» – «Gottmars» letzter grosser Auftritt

Zum letzten Mal steht der Schweizer Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld im Mittelpunkt. Dieser bleibt sich auch bei seiner Dernière treu: Mit ruhiger Stimme erklärt er sachlich und bescheiden seine Gefühlswelt nach dem bitteren Ausscheiden. Und seine Zukunftspläne. 

03.07.14, 18:07 04.07.14, 10:54

Die Vorfreude ist gross bei den über 1'000 Fans, die den Weg am Donnerstagmittag ins Zürcher Hallenstadion gefunden haben. Sie wollen den Nati-Helden einen gebührenden Empfang bereiten. Die Mehrheit von ihnen ist weiblich und im besten Kreisch-Alter. 

Als die Spieler vom Speaker einzeln auf die Bühne gerufen werden, steigt der Lärmpegel drastisch an. Besonders bei Xherdan Shaqiri, Diego Benaglio, Yann Sommer, Granit Xhaka und Ricardo Rodriguez wird der von Ohrenärzten empfohlene Dezibelwert klar überschritten.

Riccardo Rodriguez: «Wir haben alles gegeben, wir hoffen euch stolz gemacht zu haben.» Video: watson

«Wir sind zwar nicht Weltmeister geworden, dafür haben wir die besten Fans.»

Die ersten Worte von Hitzfeld.

Applaus Applaus, für diese Worte

Video: watson

Mindestens so viel Applaus wie die Spieler bekommt jedoch ein 65-jähriger Mann an seinem letzten Arbeitstag: Ottmar Hitzfeld. Nach dem bitteren Ausscheiden im WM-Achtelfinal gegen Argentinien, als Angel Di Maria die Schweizer in der 118. Minute jäh aus ihren Träumen riss, stand der Lörracher beim ersten TV-Interview noch mit feuchten Augen da. 

Ottmar Hitzfeld betritt die Buehne beim Empfang fuer die Schweizer Fussballnationalmannschaft im Zuercher Hallenstadion am Donnerstag, 3. Juli 2014. (KEYSTONE/Walter Bieri )

Langes Warten auf die Helden. Bild: KEYSTONE

Unter Applaus des ganzen Teams hüpft Hitzfeld nun in bequemen Jeans, weissem Hemd und schwarzem Jackett beschwingt auf die Bühne. Im ersten Statement auf Schweizer Boden holt er gleich die Herzen aller Anwesenden ab: «Ich bin total überrascht von diesem herzlichen Empfang. Wir sind zwar nicht Weltmeister geworden, aber wir haben die besten Fans der Welt.» 

03.07.2014; Zuerich; Fussball - WM Brasilien 2014 - Empfang Schweiz;
Das Team der Schweizer Fussball Nationalmannschaft wird im Zuercher Hallenstadion von den Fans empfangen.  Xherdan Shaqiri (SUI) und Trainer Ottmar Hitzfeld (SUI) geben Autogramme (Claudia Minder/freshfocus)

Bild: Claudia Minder/freshfocus

Nachdem er und der langjährige Assistent Michel Pont mit Blumen verabschiedet werden, stellt sich ein sichtlich entspannter Nationaltrainer den Fragen der zahlreich erschienenen Journalisten. Der zweifache Champions-League-Sieger ist höchst erfreut, dass so viele Fans gekommen sind. Erwartet hat er nur wenige Anhänger. «Normalerweise seien Schweizer Fans ja sehr zurückhaltend», fügt er schmunzelnd hinzu. Auch deswegen spricht er von einem «gelungen Abschluss meiner Karriere». 

«Ich habe vielleicht zwanzig bis dreissig Personen erwartet, jetzt sind über tausend Fans gekommen.»



«Mit Stolz erfüllt»

«Wir haben Argentinien, eine der besten Mannschaften der Welt, die mit Lionel Messi den weltbesten Spieler in ihren Reihen hat, an den Rand einer Niederlage gebracht. Ich kann mit stolz auf meine Trainerkarriere zurückblicken», so ein glücklicher Hitzfeld.

Video: YouTube/watson

Hitzfeld, der in den sechs Jahren, in denen er die SFV-Auswahl betreute, stets in der Öffentlichkeit stand, freut sich schon auf den neuen Lebensabschnitt: «Es fällt Druck ab, von daher freue ich mich auf eine ruhigere Zeit. Ich werde sicher mit meiner Familie mehr Zeit verbringen und Golf-Ferien in Engelberg machen. Daneben werde ich ja immer noch fürs Fernsehen arbeiten.»

Danach geniesst Hitzfeld ein letztes Mal das Bad in der Menge. Spieler loben den Trainer nicht nur für seine fachlichen Qualitäten, sondern heben auch seine menschliche Qualitäten hervor. Stellvertretend stellt Captain Gökhan Inler Hitzfeld ein Riesen-Kompliment aus: «So ein Trainer war eine Ehre für uns.»

Video: YouTube/watson

Auch die Schweizer Nati Fans werden Hitzfeld vermissen. Die Miss Romandie sagt jedenfalls schmachtend «Au Revoir» und «à la prochaine». Obwohl es leider kein Wiedersehen mit Monsieur Hitzfeld geben wird.

Video: YouTube/Watson

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.

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2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Yars1706 03.07.2014 23:05
    Highlight Schade war das Timing so unglücklich. Es wären noch viele Fans mehr gewesen, viele enttäuschte Schüler und Kindergärtner. Die trafen zu spät ein, weil Schule schwänzen lag nicht drin!
    1 0 Melden
    • Alex 04.07.2014 09:11
      Highlight Da würden wir gerne mehr darüber erfahren. Können Sie mich via Mail kontaktieren? alex.dutler@watson.ch
      1 0 Melden

Nati-Debütant Mvogo «musste leiden, aber es war für mich ein Supermatch»

Die Schweiz ist zum Siegen zurückgekehrt. Nach zuletzt zwei Niederlagen gewann die Nati in Reykjavik nach einer hektischen Schlussphase das dritte Spiel der Nations League gegen Island 2:1.

In den Schlussminuten mussten die Schweizer doch noch zittern. Alfred Finnbogason hatte in der 81. Minute mit einem herrlichen Weitschuss den starken Debütanten Yvon Mvogo bezwungen, womit die Isländer plötzlich wieder an sich glaubten.

Und nachdem die Schweizer defensiv lange überzeugt hatten, brachen sie plötzlich in Hektik aus. Fabian Schär klärte im letzten Moment auf der Linie (87.), Mvogo parierte den Schuss von Gylfi Sigurdsson glänzend (89.) und der Ex-Basler Birkir Bjarnason …

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