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Karim Zaouai (2.v.r.) mit seinen Kollegen. screenshot: Nicematin.com

Nächstenliebe

Busfahrer schenken Kollegen ein Jahr Sonderurlaub, damit er sich um seine kranke Frau kümmern kann

Mit einer ungewöhnlichen Aktion zeigen Busfahrer in der französischen Stadt Nizza, wie einfach Nächstenliebe sein kann: Sie traten Urlaubstage an einen Kollegen ab, damit der sich um seine erkrankte Frau kümmern kann.

10.11.14, 17:07 10.11.14, 17:22

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Dem französischen Busfahrer Karim Zaouai stehen schwere Zeiten bevor. Seine Frau Carine hat während der Schwangerschaft im Juli eine Gehirnblutung erlitten, wird intensive Betreuung brauchen, wenn sie aus dem Krankenhaus entlassen wird. Genau das wollen Zaouais Kollegen in Nizza ihm nun mit einer «Urlaubstage-Sammelaktion» ermöglichen.

Mehr als 200 Mitarbeiter der Verkehrsbetriebe von Nizza sagten binnen einer Woche zu, ihm insgesamt 362 freie Tage abzutreten. Letztlich war die Solidarität so gross, dass die Aktion vorzeitig abgebrochen werden konnte.

Betroffener hatte keine Ahnung

Der Nachrichtenagentur AFP sagte der 32-jährige Busfahrer am Sonntag, er habe keine Ahnung davon gehabt, dass ein Freund und Kollege die Urlaubsinitiative für ihn ins Leben gerufen hatte. Umso mehr freute er sich nun, dass er nun die Zeit haben wird, sich um das Neugeborene und seine Frau zu kümmern. 

«Sie muss neu laufen lernen und wird ein Jahr lang permanent begleitet werden müssen, wenn sie mit dem Baby nach Hause kommt», sagte Zaouai. Die Entbindung des kleinen Jungen per Kaiserschnitt sei für den 17. November vorgesehen.

Grundlage für das aussergewöhnliche Geschenk der Kollegen ist ein Gesetz von Ende April, das es Angestellten mit Zustimmung des Arbeitgebers erlaubt, freie Tage abzutreten, um Familien bei Schicksalsschlägen wie Krankheit oder dem Verlust eines Kindes zur Seite zu stehen.

(mak/afp)



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