Panorama

Crazy-Horse-Gastspiel

Nackte Angst – Französinnen marschieren in Mailand ein

Bild: SPLASH NEWS

Wenn Sie in den kommenden zwei Wochen nichts vorhaben: Das Pariser Varieté Crazy Horse gastiert in Mailand.

07.07.14, 23:37 08.07.14, 10:00

Kennen Sie dieses Gefühl? Sie streichen gedankenverloren über das Wurzelholz ihres Maseratis, weil Sie nichts mehr so richtig erfreut? Das teuerste Bespassungsprogramm kann Ihnen nicht mal mehr ein müdes Lächeln entlocken? Und die edelsten Nachtclubs in den nobelsten Gegenden (mit den muskulösesten Türstehern) bringen Sie auch nicht mehr auf Trab?

Dann hat watson was für Sie – bildlich gesprochen.

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Die Franzosen sind in Italien einmarschiert. Genauer gesagt in Mailand und genauer gesagt sind es die Französinnen – und zwar jene, die in Diensten des berühmten Pariser Nachtclubs Crazy Horse stehen. Wenn diese Damen eine Bühne stürmen, sieht das so aus (man beachte: Sie tarnen sich als Britinnen):

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Einmarschieren? Stürmen? Wenn das Krieg ist, sagen Sie jetzt vielleicht, will ich in vordersten Front den Heldentod sterben. Also flugs zum Airport, hinein in den Privatjet und nach Milano gedüst. 

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Verzichten Sie darauf, noch ihre Gucci-Koffer zu packen, denn das Wichtigste haben Sie ja dabei! watson versorgt Sie noch mit ein paar Hintergrundinfos, damit Sie nicht wie der letzte Snob mit heruntergelassenen Hosen erwischt werden. Falls Sie ein adliger Logen-Nachbar in Mailand etwas fragen sollte, meinten wir im Fall.

Normalerweise ist die Crazy-Horse-Mannschaft nicht im Teatro Nuovo di Milano zu Hause, sondern in Paris. Das Varieté wurde 1951 von Alain Bernardin gegründet, der es bis zu seinem Tod leitete. Der Franzose nahm sich 1994 im Alter von 78 Jahren das Leben. Seine drei Kinder übernahmen das Theater, konnten es aber vor dem Niedergang nicht retten und verkauften es 2005 an eine Investorengruppe.

Die versucht seither, das Publikum mit grossen Namen anzulocken: Dita von Teese, Carmen Electra, Pamela Anderson und Kelly Brook hiessen die prominentesten Zugpferde. Apropos Wildtiere: Bei seinem Gastspiel in Italien setzt das französische Ensemble auf altbewährte Jagdköder. Da wäre zum einen «Die Animalische» ... 

... zum anderen «Die Gotteslästerliche» (hier in der Ausführung «Wilder Ritt auf einer Lehne») ...

... sowie die gute alte «Auf-dem-Klavier-räkeln-Nummer» plus der Klassiker «Tanzende Fee». So gesehen hat sich seit 1951 nicht viel geändert.

Am Ende unseres Reiseführers für die Gut- und Bestbetuchten noch die Crazy-Horse-Angestellten bei Tageslicht. Eine bunt zusammengemischte Truppe!

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