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Junge südchinesische Tiger. Archivbild: AP

Tierschutzskandal

Zehn Tiger zur Freude von reichen Chinesen gequält und getötet

In der südchinesischen Provinz Guangdong sind mindestens zehn Tiger getötet worden, um damit einen kleinen Kreis von Reichen und Mächtigen zu erfreuen. Nach staatlichen Medienberichten vom Donnerstag wurden die Raubkatzen unter anderem mit Elektroschocks gequält.

Für die Kosten kamen reiche Geschäftsleute auf, die die Knochen und das Fleisch der getöteten Tiger erwarben und dann an Staatsbedienstete verschenkten. Die Polizei in Zhanjiang beschlagnahmte demnach eine kurz zuvor geschlachtete Raubkatze und zahlreiche Tigerprodukte, wie die Zeitung «Nanfang Daily» berichtete.

Vom Aussterben bedroht

Insbesondere die Knochen von Tigern stehen in China traditionell im Ruf, die menschlichen Kräfte stärken zu können. Für ein Kilogramm Tigerknochen werden Preise um die 14'000 Yuan (2011 Franken) erzielt, für das Fleisch rund 1000 Yuan (144 Franken) pro Kilo.

Die Tiger sind vom Aussterben bedroht. Laut der internationalen roten Liste der bedrohten Arten ging ihre Zahl von rund 100'000 vor einem Jahrhundert auf heute rund 3000 zurück. (whr/sda)



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