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Neues Street-Art-Kunstwerk

Ist Banksy dem englischen Geheimdienst (GCHQ) ganz nahe gekommen? 

Bild: Getty

Die englische Stadt Cheltenham ist die Heimat des Geheimdienstes GCHQ. Ausgerechnet dort entstand ein abhörkritisches Street-Art-Kunstwerk. Stil und Haltung deuten darauf hin, dass der diskrete Kunststar Banksy dahintersteckt. 

14.04.14, 14:36 14.04.14, 15:21

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Es sind Schlapphüte aus dem Bilderbuch, die der Künstler in einer nächtlichen Aktion an eine Hauswand gesprüht hat. Drei Spione scheinen mit Mikrofonen eine Telefonzelle im westenglischen Cheltenham abzuhören; sogar eine an der Hauswand angebrachte Satellitenschüssel wurde in das Street-Art-Werk integriert. 

Es ist ein handwerklich gelungenes Bild, keine Frage, aber es bekommt zusätzliche Bedeutung, wenn man weiss, dass in Cheltenham auch der Sitz des GCHQ ist, jener staatlichen britischen Behörde, die mit Fernmeldeaufklärung und technischer Nachrichtengewinnung befasst ist – und im Zuge des NSA-Skandals durch die Dokumente von Edward Snowden schwer belastet wurde. 

Bild: imgur/ChkeMcFail

Als das Werk am Sonntag entdeckt wurde, legte nicht nur die abhörkritische Haltung, die aus ihm spricht, sondern auch der künstlerische Stil schnell den Verdacht nahe, dass der Urheber kein Geringerer als Banksy sein könnte, der legendäre und geheimnisumwitterte Street-Art-Star. 

Die Lokalzeitung befragte die Bewohnerin des besprühten Hauses, die nachts Geräusche gehört hatte. Sie freute sich über das Werk, das die Strasse etwas lebendiger mache. Ihre Tochter glaube, es sei tatsächlich ein Banksy. Dem stimmt auch ein örtlicher Graffitikünstler aus der nahe Bristol gelegenen Stadt zu: "Die Leute werden aus aller Welt kommen, um das hier zu sehen." 

Zuletzt hatte der wohl berühmteste Street-Art-Künstler der Welt in New York für Furore gesorgt. Damals wurden allerdings alle Werke und Aktionen zeitnah offiziell bestätigt. Auf der offiziellen Website von Banksy fehlte bis Montagmittag jedoch jeglicher Verweis auf Cheltenham. Dafür ist dort ein Bild von einem Paar veröffentlicht, das in enger Umarmung auf Mobiltelefone starrt. 

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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