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Letzter Wille des Kunstsammlers

Kommt Gurlitts Sammlung in die Schweiz?

07.05.14, 06:30 07.05.14, 08:58
epa04142854 (FILE) The file image dated 05 November 2013 shows the projection of the artwork 'Sitting Woman' by French painter Henri Matisse during a press conference in Munich, Germany. According to media reports on 27 March 2014, German art collector Cornelius Gurlitt plans to return the painting amongst others to their Jewish owners, as his lawyer said. German prosecutors had seized 1,400 artworks from Gurlitt's apartment in 2012. Gurlitt inherited the artworks from his father. Hildebrand Gurlitt, a leading art dealer, was permitted by the Nazis to sell so-called 'degenerate art' confiscated from museums on the grounds that it was un-German or Jewish-Bolshevist in nature.  EPA/MARC MUELLER *** Local Caption *** 51089852

Die «Sitzende Frau» von Henri Matisse (gezeigt an einer Computer-Präsentation) gehört zu Gurlitts Sammlung. Bild: EPA/DPA FILE

Nach dem Tod des Kunstsammlers Cornelius Gurlitt beginnt das Rätseln über die Zukunft seiner wertvollen Werke. Informationen der Süddeutschen Zeitung und des Norddeutschen Rundfunks (NDR) zufolge soll der 81-Jährige seine gesamte Bildersammlung einer Kunstinstitution im Ausland vermacht haben. Insider spekulieren, es könne sich um einen Verein in der Schweiz oder in Österreich handeln.

Dies gehe aus einem Testament hervor, das der 81-Jährige vor wenigen Monaten in einem Spital gemacht haben soll. Darin sei verfügt worden, dass die Sammlung zusammenbleiben müsse und dass keiner seiner entfernten Verwandten die Bilder bekommen soll

Gurlitts Sprecher Stephan Holzinger bestätigte am Dienstagabend, dass Gurlitt vor seiner schweren Herzoperation einen Notar-Termin wahrgenommen habe. Es sei nun Aufgabe des Nachlassgerichts herauszufinden, ob es ein gültiges Testament oder einen Erbvertrag oder beides gebe. «Ich kann zwar verstehen, dass die Spekulationen jetzt wild blühen, werde darüber hinaus jedoch derzeit keine Stellung nehmen», teilte Holzinger der Nachrichtenagentur DPA in München mit. 

Nur noch entfernte Verwandte

Nach dem Tod seiner Schwester Benita hatte der kinderlose und als menschenscheu geltende Gurlitt nur noch entfernte Verwandte. Dazu gehörten ein entfernter Cousin in Spanien und sein Schwager, der in der Nähe von Stuttgart lebt. 

Gurlitts Bilder, von denen einige unter Nazi-Raubkunstverdacht stehen, lagern an einem geheimen Ort. Wie es mit der millionenschweren Sammlung, die Bilder von Picasso, Chagall, Matisse, Beckmann und Nolde umfasst, genau weitergeht, konnte am Dienstag nach seinem Tode noch niemand sagen. 

Nur soviel ist nach Angaben der Behörden klar: Die Vereinbarung Gurlitts mit der Bundesregierung und dem Freistaat Bayern sei auch für die Erben bindend, teilte das bayerische Justizministerium mit. Cornelius Gurlitt, der Sohn von Adolf Hitlers Kunsthändler Hildebrand Gurlitt, war am Dienstagvormittag im Alter von 81 Jahren in seiner Münchner Wohnung gestorben. (rey/sda/dpa) 

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«Hey Wichsers!» – Die St.Galler Legende Jack Stoiker will eine Pissoir-Zielscheibe sein

Daniel kennt man eigentlich nur als Jack Stoiker. Und der ist ein Held – zumindest in der Ostschweiz. Neuerdings ist er als Midi mit seiner neuen Punkrock-Band Knöppel unterwegs. Derb Fluchen tut er aber noch immer. 

Hallo! Könntest du als Erstes bitte in wenigen Worten beschreiben, wer du bist, was du machst und warum man dich kennen sollte?Midi: Mein Name ist Midi, bürgerlich Daniel, am ehesten bekannt als Jack Stoiker, und jetzt mit meinem neuen Projekt «Knöppel» am Start. Am 21. Oktober erscheint unser Album namens «Hey Wichsers», auf dem in jedem Song das Wort «Wichser» vorkommt. Also in fast jedem, und eigentlich ist das gar nicht so wichtig.

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