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Kritische Kunst unerwünscht

Banksy malt Graffiti gegen Rassismus – Stadtrat radiert es aus 

In this released by banksy.co.uk on Thursday Oct. 2, 2014 shows  a mural by graffiti artist Bansky in Clacton-on-Sea England taken earlier this week. The local  authority in Clacton-on-Sea  is mortified after telling its workers to remove a mural it later realized was created by the internationally famous graffiti artist Banksy.  Banksy’s often satirical works have fetched up to $1.8 million at auction and his images have controversially been stripped from walls and sold for high prices. (AP Photo/banksy.co.uk) NO ARCHIVE

Dieses Banksy-Graffiti ist Geschichte. Bild: AP/banksy.co.uk

Wenn der geheimnisumworbene Künstler Banksy ein Graffiti macht, freuen sich die Stadtväter: Seine Kunst im öffentlichen Raum ist bei Einheimischen wie Touristen in der Regel gern gesehen. Nicht so in Clacton-on-Sea: Die südostenglische Stadt hat ein Banksy-Werk nach Rassismusvorwürfen entfernen lassen.

Die Begründung ist blanker Hohn, denn das Graffiti ist genau das Gegenteil. Es zeigt eine Gruppe Tauben neben einem einzelnen Spatz. Sie halten Schilder hoch, auf denen steht: «Migranten nicht willkommen», «Geh zurück nach Afrika» und «Hände weg von unseren Würmern».

Obwohl das Werk «in einer Millionen Jahre nicht rassistisch» sei, ist die Satire dahinter einigen Betrachtern offenbar entgangen, urteilte der Guardian. Dass daraufhin gleich der Stadtrat eingeschaltet wurde, der das Graffiti prompt entfernen liess, «sagt mehr über die kulturelle Szene in Clacton-on-Sea als über Banksy aus», ätzte die Zeitung.

(phi)



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    Alle Leser-Kommentare
  • meerblau 03.10.2014 06:26
    Highlight Highlight Nun, in der Schule wird man ja ufgefordert und dazu erzogen, sich eine eigene Meinung zu bilden. Von äussern hat niemand was gesagt.
  • goschi 02.10.2014 18:58
    Highlight Highlight "Dass daraufhin gleich der Stadtrat eingeschaltet wurde, der das Graffiti prompt entfernen liess, «sagt mehr über die kulturelle Szene in Clacton-on-Sea als über Banksy aus», ätzte die Zeitung."

    Das ist kein ätzen, das ist eine extrem treffende Analyse.

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