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Fortsetzung

Neue SRF-Doku soll Fall Carlos im neuen Licht zeigen

28.09.14, 03:58 28.09.14, 09:14

Die erste Dokumentation brachte die «Affäre Carlos» ins Rollen. Bild: screenshot srf

Er stand am Anfang eines Skandals: SRF-Reporter Hanspeter Bäni berichtete als erster über den jugendlichen Straftäter Carlos. «Ich habe einen falschen Film gedreht», sagt Bäni heute. Ein schlechtes Gewissen hat er nicht. Mitverantwortlich fühlt er sich trotzdem. Im Interview mit der «Schweiz am Sonntag» verrät Bäni, das er es heute anders machen würde. 

«Wenn ich gewusst hätte, was der Film auslöst, hätte ich Gürbers Privatleben weggelassen und mich ganz auf das Jugendstrafrecht konzentriert», sagt der Reporter. Er spricht vom Jugendanwalt Hansueli Grüber, den er im Dokumentarfilm porträtiert hat.

«Damals wusste ich aber nicht, dass Carlos ein Einzelfall war.» Dieses Versäumnis holt Bäni in einem neuen Dok nach. Er und Kollege Simon Christen vergleichen das Schweizer Jugendstrafrecht mit den USA und Russland. Der zweite Dok gehe sicher differenzierter mit dem Jugendstrafrecht um als der erste, sagt Bäni. «Darin wurden zwar wichtige Fragen gestellt, zwei Minuten später hatte Gürber aber bereits Schlangen um den Hals.» 

Es sei eben ein Porträt über den Jugendanwalt gewesen, es sei nicht in erster Linie um Carlos gegangen. «Ich bin froh, nun an einem Film mitgewirkt zu haben, der alle Aspekte abdeckt. Das hat mir gutgetan.» Auch Jugendanwalt Hansueli Gürber kommt im neuen Dok zu Wort. 

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • papparazzi 29.09.2014 11:51
    Highlight Soviel zum Thema Pressefreiheit und fundiertem Investigations- Journalismus.
    1 1 Melden
  • SeKu 28.09.2014 10:14
    Highlight Da macht einmal ein SRF-Reporter ein kritisches Filmchen und dann lässt er sich so zitieren: «Ich habe einen falschen Film gedreht».
    Ich stand ja bis jetzt immer hinter der Billag-Abgabe. Aber wenn man damit "Journalisten" finanziert, welche kritische Filmchen als falsch bezeichnen, dann ändert sich meine Meinung über die Billag sehr schnell.
    9 5 Melden

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