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Jööö

Gibt es etwas Süsseres als Zwergflusspferd-Babys? Lani beweist: Nein!

Bild: KEYSTONE/Georgios Kefalas

14.05.14, 15:52 14.05.14, 16:18

Die Zwergflusspferde im Zoo Basel haben zum ersten Mal seit 14 Jahren Nachwuchs gekriegt. Das Weibchen Lani ist am 18. März zur Welt gekommen und durfte heute zum dritten Mal mit Mutter Ashaki ins Freie.

Das kleine Zwergflusspferd schnuppert am Tümpel und am Futter der Mutter. Ganz so interessiert am Grashaufen wie Ashaki ist Lani aber noch nicht. Sie beginnt erst gerade, festes Futter zu fressen.

A young pygmy hippopotamus (hexaprotodon liberiensis) named Lani lingers in the zoo with mother Ashaki in Basel, Switzerland on Wednesday, May 14, 2014. (KEYSTONE/Georgios Kefalas)

Mutter Ashaki mit Lani. Bild: KEYSTONE/Georgios Kefalas

Lani wiegt schon dreimal so viel wie bei ihrer Geburt. Damals war sie ungefähr so gross wie ein Kaninchen und wog rund fünf Kilogramm. Das ist sehr wenig verglichen mit ihrer Mutter, die über 200 Kilogramm auf die Waage bringt.

Die Geburt ging dementsprechend schnell: «Nach fünf oder sechs Minuten war die Kleine auf der Welt», erzählt Tierpfleger Roland Schweizer des Basler Zolli vor den Medien.

Lange musste der Zoo Basel auf Nachwuchs bei den Zwergflusspferden warten: Das letzte Junge kam im Jahr 2000 auf die Welt. «Das liegt daran, dass wir das alte Paar 2008 durch ein neues ersetzten», erklärt Zootierarzt Christian Wenker. Kuh Ashaki war damals drei Jahre alt und Bulle Aldo einjährig. «Zwergflusspferde sind allerdings erst mit vier Jahren geschlechtsreif.»

Lani. Bild: KEYSTONE/Georgios Kefalas

Doch auch nachdem sie die Geschlechtsreife erreicht hatten, zeigten die beiden wenig Interesse aneinander. «Als wir sie im letzten Juni zum ersten Mal zusammengelassen haben, kämpften sie miteinander», sagt Tierpfleger Schweizer. Nach und nach haben sich die Tiere aber angefreundet und im August deckte Aldo Ashaki.

Zwergflusspferde sind in den Regenwäldern Westafrikas heimisch. Laut Zoo-Kuratorin Friederike von Houwald leben allerdings nur knapp 2000 Tiere wild, da ihr Lebensraum zunehmend zerstört wird.

Mehr weibliche als männliche Geburten

353 Zwergflusspferde weltweit lebten zurzeit in Zoos oder bei privaten Haltern, sagt Beatrice Steck. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin des Zoo Basel führt das internationale Zuchtbuch für Zwergflusspferde und koordiniert das Europäische Erhaltungs-Zuchtprogramm (EEP) für die Tiere.

Mutter und Tochter. Bild: KEYSTONE/Georgios Kefalas

In dieser Funktion agiert Steck wie eine Partnervermittlungsbörse: «Ich platziere die Jungtiere in europäischen Zoos - so dass Pärchen entstehen, die genetisch gut zusammenpassen», erklärt sie. Damit soll Inzucht vermieden werden.

Momentan hält Steck die Zoos aber an, die Zucht etwas zu drosseln. «Zurzeit kommen viel mehr weibliche als männliche Zwergflusspferde zur Welt», erklärt sie. Ginge das so weiter, werde es schwieriger die Kühe zu platzieren, da es nicht genug Bullen gebe, um Pärchen zu bilden.

Bild: KEYSTONE/Georgios Kefalas

Den Grund für den Weibchenüberschuss kenne man nicht, sagt Steck. Sie macht sich allerdings nicht so grosse Sorgen: «Vor einigen Jahren waren mehr Jungtiere männlich.» Der Trend könne sich auch wieder umkehren. Und das Zuchtprogramm sei dazu da, in solchen Situationen die Zucht zu steuern.

Bisher 74 Geburten in Basel

Der Zoo Basel hält seit 1928 Zwergflusspferde, 74 Geburten wurden bisher verzeichnet. Wie lange die kleine Lani in Basel bleibt, ist noch nicht klar.

Es gebe in Basel nicht genug Platz für drei Flusspferde, erklärt Tierpfleger Schweizer. «Wir werden abwarten, bis Mutter Ashaki ihre Tochter nicht mehr in der Nähe duldet», sagt er. Dann wird sich Beatrice Steck auf die Suche nach einem passenden Platz für Lani machen.

(pbl/lue/sda)



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