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Val Meiners puts on her makeup during her seminar at the World Clown Association's annual convention in Northbrook, Illinois, March 26, 2014. Hundreds of clown performers from around the world gathered at the event to attend seminars, performances, and competitions. Picture taken March 26, 2014.  REUTERS/Jim Young (UNITED STATES - Tags: SOCIETY ENTERTAINMENT)

Bild: REUTERS

Zu wenig Aufträge

Britische Clowns haben nicht mehr viel zu lachen

In Grossbritannien klagen Clowns über eine miserable Auftragslage. Ihr Image sei schlecht, viele hätten Angst vor ihnen, der Humor habe sich zu ihren Ungunsten verändert. Doch eine Rotnase gibt sich kämpferisch.

Ein Artikel von

Spiegel Online

Ihr Geschäft ist der Spass, doch der ist für sie allmählich vorbei: Grossbritanniens Clowns leiden unter einer miserablen Auftragslage. Wie die Zeitung Telegraph berichtet, gehen der Organisation der Berufsclowns, Clowns International, die Mitglieder aus. Ihre Zahl betrage heute nur noch 100, 1980 waren es noch fast tausend. Zugleich steigt das Durchschnittsalter der Clowns an.

Nach Angaben der Organisation arbeiten viele Clowns nur noch in Teilzeit. Auch die Zahl der Menschen, die in Zirkussen arbeiten, gehe zurück. Nach Angaben des «Telegraph» sehen Clowns einen Grund für ihre Misere darin, dass die Rotnasen immer mehr Menschen unheimlich sind. Viele würden gar sagen, sie seien Coulrophobiker, seien also von einer krankhaften Angst vor Clowns befallen.

Clowns sehen Schuld bei der Filmindustrie

Zuletzt hatten landesweit Clowns Passanten erschreckt, statt sie zu belustigen. Die eigenartige Bewegung hat ihren Ursprung wohl in Northampton: Dort hatte ein Student wochenlang für Unruhe gesorgt. Er tauchte regelmässig irgendwo auf, verkleidet als Clown, in der Hand ein Bündel Luftballons. Danach berichtete die Polizei von ähnlichen Vorfällen: Ein Mann hatte sich als Clown verkleidetet und trug ein Messer mit sich herum. Ein anderer starrte in die Fenster von Wohnhäusern.

Von einer Volksphobie vor Clowns will Blue Brattle, ein Clown von 70 Jahren, nichts wissen. «Das ist Quatsch, Kinder mögen nervös werden, aber das werden sie auch, wenn sie den Weihnachtsmann sehen oder Maskottchen.» Er habe erst einen Menschen getroffen, der Coulrophobiker zu sein schien.

Ian Thom, auch bekannt als Clown Gingernutt, stellvertretender Vorsitzender von Clowns International und seit 1976 im Geschäft, moniert durchaus, dass die Rotnasen heute mit Angst in Verbindung gebracht würden. «Filmemacher haben den freundlichen Clown als Sinnbild für den Psychopathen verwendet. Es ist dramatisch.»

«Clowns werden eines Tages zurückkommen»

Brattle, ehemaliger Vorsitzender von Clowns International, sprach von einem Imageproblem. «Es ist nicht cool, einen Clown auf der Party zu haben. Das war mal so, aber jetzt sind es DJs, oder die Leuten spielen Paintball oder machen Motto-Partys», sagte er dem «Telegraph». Früher seien Clowns bei Zehn- bis Zwölfjährigen gefragt gewesen, heute würden sie eher für drei- bis fünfjährige Kinder gebucht. «Kinder entwickeln sich schneller, Clowns haben sich nicht wirklich verändert, auch wenn wir uns verbessern.»

Überhaupt habe sich der Sinn für Humor verändert: Kinder und Erwachsene würden immer zynischer. Die wasserspritzende Ansteckblume mag da niemanden mehr vom Hocker reissen. Brattle hat die Hoffnung aber noch nicht aufgegeben. «Ich glaube nicht, dass wir aussterben. Clowns werden eines Tages zurückkommen», sagte er dem «Telegraph». Und wollte das sicher nicht als Warnung verstanden wissen.

(bim)



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