Papst

Papst Franziskus trotzte am Morgen noch Wind und Wetter. Bild: ERIK DE CASTRO/REUTERS

Besuch auf den Philippinen

Tropensturm zwingt Papst zur Umkehr

17.01.15, 11:55

Papst Franziskus hat am Samsatg seinen Besuch bei Taifun-Überlebenden in den Zentralphilippinen wegen eines nahenden Tropensturms abbrechen müssen. Er zelebrierte am Flughafen von Tacloban bei Regen und heftigem Wind zwar eine Messe für Hunderttausende, kehrte früher als geplant nach Manila zurück.

Der Tropensturm «Mekkhala» hätte einen späteren Start seines Flugzeuges zurück in die Hauptstadt zu gefährlich gemacht. Wie prekär die Lage war, zeigte ein Zwischenfall kurze Zeit nach seinem Abflug: Eine kleinere Chartermaschine mit 16 Regierungsbeamten an Bord wurde auf dem Weg zur Startbahn von einer Windböe gepackt und in die sumpfige Wiese gedrückt, wie der Chef der Zivilluftfahrt berichtete. Niemand wurde verletzt. Das Flugzeug blieb aber beschädigt liegen. 

Kurz nach dem Abflug des Papstes ereignete sich auf der Landebahn des Flughafens ein Zwischenfall. Bild: RITCHIE B. TONGO/EPA/KEYSTONE

Ein anderer Zwischenfall überschattete den Papstbesuch in Tacloban: Eine 27-Jährige wurde nach dem Ende der Messe von einem herabstürzenden Lautsprecher erschlagen.

Trotz Wind und Regen eine Million Besucher

Papst Franziskus hatte Wind und Regen am Morgen noch getrotzt. Er feierte die Messe im gelben Regenmantel. Zuvor schlug er dem Wind ein Schnippchen: Er stieg ohne sein Scheitelkäppchen die Flugzeugtreppe hinunter. Es war ihm in den vergangenen Tagen mehrfach fortgeflogen. Beim Abflug war er weniger vorsichtig: prompt landete die Kopfbedeckung wieder im Regen auf dem Rollfeld.

Trotz Regen warteten mehrere Zehntausend Menschen auf das Papamobil. Bild: ERIK DE CASTRO/REUTERS

Der Bürgermeister von Tacloban schätzte die Zahl der Menschen, die teils seit dem Vorabend ausgeharrt hatten, auf eine Million. Auch an den Strassen entlang der geplanten Papstroute standen Zehntausende trotz Regens. 

Besuch verkürzt

Franziskus fuhr im offenen Papamobil an ihnen vorbei, doch musste er das Mittagessen mit einer kleinen Gruppe Überlebender sowie ein Treffen mit Ordensleuten absagen. Er kehrte sicher nach Manila zurück.

Taifun «Haiyan» war im November 2013 mit sechs Meter hohen Flutwellen über die Zentralphilippinen hereingebrochen. Mehr als 7000 Menschen kamen ums Leben. Die Stadt Tacloban wurde schwer verwüstet. (lhr/sda/dpa)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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