Papst
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Pope Francis, background left, delivers his message during his meeting with Cardinals and Bishops of the Vatican Curia on the occasion of the exchange of Christmas greetings in the Clementine hall at Vatican, Monday, Dec. 22, 2014. (AP Photo/Andreas Solaro, Pool)

Einige Mitglieder der Kurie dürften bei dieser Predigt des Papstes rote Köpfe bekommen haben. Bild: AP/AFP POOL

«Spiritueller Alzheimer»

Dieser Papst nimmt wahrlich kein Blatt vor den Mund, Sie werden staunen

Papst Franziskus hat bei seiner Weihnachtsansprache vor der römischen Kurie deutliche Kritik an der Bürokratie im Vatikan geübt. Der Pontifex prangerte die «15 Krankheiten» der Kurie an.

Als Kurie wird seit etwa dem 11. Jahrhundert die Gesamtheit der Leitungs- und Verwaltungsorgane des Heiligen Stuhls für die römisch-katholische Kirche bezeichnet. Diesen Herren hat der Papst am Montag die Leviten gelesen und von «15 Krankheiten» der Kurie gesprochen. Dazu gehören:

«sich unsterblich fühlen»,

 «mentale Erstarrung»,

«der spirituelle Alzheimer» 

und der

«Terrorismus des Geschwätzes»

«Die Kurie ist dazu aufgerufen, sich zu verbessern und in Gemeinschaft, Heiligkeit und Weisheit zu wachsen», forderte der 78-jährige Papst. 

Weiter kritisierte Franziskus die «Krankheit einer mentalen und spirituellen Erstarrung», die dazu führe, die notwendige menschliche Empathie zu verlieren. 

Unter der

 «Krankheit der Rivalität und Eitelkeit»

litten diejenigen, die Titel und Auszeichnung suchten und nur an sich selbst glaubten. Auch 

«die Schizophrenie derjenigen, die ein Doppelleben führten»,

prangerte der Pontifex in seiner Ansprache an. Genauso schlimm sei die Gleichgültigkeit gegenüber anderen Menschen.

Auch die

«Krankheit des Geschwätzes, des Gemunkels und des Tratsches»

verurteilte der Papst. «Über diese Krankheit habe ich schon oft gesprochen, aber noch nicht genug», erklärte das Oberhaupt der katholischen Kirche. Die Krankheiten seien eine Gefahr für jeden Christen, aber sie zu benennen und sich dessen bewusst zu sein, sei bereits der erste Schritt zur Besserung. (whr/sda/dpa)



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    Alle Leser-Kommentare
  • Willy D. 22.12.2014 18:24
    Highlight Highlight Ich wünsche Papst Franziskus ein langes Leben in körperlicher und geistiger Frische, damit er den begonnen Prozess der Reformen zu Ende bringen kann. Wie heisst es doch in Schillers Wallenstein: "Spät kommt Ihr - doch Ihr kommt!"
  • pierolefou 22.12.2014 16:55
    Highlight Highlight Wow, das ist ja wirklich super! Der Heilige Geist und der simple
    Menschenverstand haben da hervorragende Arbeit geleistet.
    Wo aber war der Heilige Geist bei den päpstlichen Vorgängern
    nur geblieben??
  • jamaika 22.12.2014 15:04
    Highlight Highlight Hut ab......Sackstark dieser Papst !!!!

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