Papst
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31 Jahre danach

Papst-Attentäter legt Blumen nieder am Grab von Johannes Paul II

Der Attentäter, der 1981 auf Papst Johannes Paul II. geschossen hat, ist überraschend an dessen Grab erschienen. Ali Agca legte am Samstag in den Grotten unter dem Petersdom Rosen ab.

Die Geste sei ihm ein Bedürfnis – 31 Jahre nach dem Tag im Dezember 1983, an dem ihm der Papst offiziell verziehen habe, sagte Agca der Nachrichtenagentur ADN Kronos. Weil er mit ungültigen Papieren eingereist sei, werde er bis Montag in Polizeigewahrsam in Rom gehalten und dann ausgewiesen, so die Agentur.

In this image taken from a video provided by Adnkronos International, Ali Agca stands in front of St. Peter's Basilica at the Vatican, Saturday, Dec. 27, 2014. The Turkish gunman who shot and wounded John Paul II in 1981 laid white flowers Saturday on the saint's tomb in St. Peter's Basilica, Vatican officials said. A Vatican spokesman, the Rev. Ciro Benedettini, said the surprise visit by Mehmet Ali Agca, believed to be his first time in the Vatican since the assassination attempt, lasted a few minutes. As with other flowers left by visitors to the tomb, the blossoms were later removed by basilica workers. (AP Photo/Adnkronos International, ho)

Ali Agca am 27. Dezember 2014 auf dem Petersplatz in Rom.  Bild: AP/Adnkronos International 

Der türkische Rechtsextremist hatte im Mai 1981 während einer Audienz auf dem Petersplatz auf Johannes Paul II. geschossen und diesen schwer verletzt. Der polnische Papst hatte den Täter am 27. Dezember 1983 im Gefängnis in Rom besucht und verziehen. Laut Zeitung «La Repubblica» wollte der 56-Jährige den jetzigen Papst Franziskus sehen, was ihm der Vatikan aber verwehrt hätte.

Der Attentäter wurde gleich nach der Tat in Italien zu lebenslanger Haft verurteilt. 19 Jahre sass er davon ab, bis ihn der damalige italienische Staatspräsident Carlo Azeglio Ciampi auf Bitten des Papstes amnestierte und an die Türkei ausliefern liess.

Später sass er in seiner Heimat wegen einer anderen Tat im Gefängnis. Erst seit Januar 2010 ist er auf freiem Fuss.

Die Hintergründe des Attentats auf Karol Wojtyla sind bis heute ungeklärt – Agca hatte widersprüchliche Angaben dazu gemacht. Eine These ist, dass Agca von bulgarischen und sowjetischen Geheimdiensten angeheuert wurde, den Papst zu töten, der ein einflussreicher Gegner des kommunistischen Regimes war. (feb/sda/dpa)



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