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Christoph Waltz über Facebook: «Ein Schritt Richtung Faschismus»

Im neuen James Bond will ein Geheimbund mit Hilfe des Internets die Welt beherrschen. Christoph Waltz spielt den Bösewicht – und hält im wahren Leben Facebook & Co. für gefährlich.

30.10.15, 14:21 31.10.15, 16:34


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Christoph Waltz ist einer der wenigen deutschsprachigen Schauspieler, die auch in Hollywood Karriere machten. Zweimal gewann der 59-Jährige einen Oscar, im neuen James-Bond-Film «Spectre» spielt er den Bösewicht Franz Oberhauser. Doch anders als viele Kollegen hält Waltz von privaten Einträgen auf Facebook und Twitter wenig – Prominenz hin oder her.

Actor Christoph Waltz poses for photographers on the red carpet at the German premiere of the new James Bond 007 film

Christoph Waltz so: Ja was denn, Facebooker? Ich finde euer Netzwerk halt faschistisch!
Bild: FABRIZIO BENSCH/REUTERS

In einem Gespräch mit einer Reporterin des britischen «Telegraph» warnte Waltz vor den Gefahren des Internets. Facebook & Co. seien nicht soziale, sondern antisoziale Medien. «Die Tatsache, dass Facebook Programme zur Gesichtserkennung als eine wünschenswerte Entwicklung darstellt, ist ein massgeblicher Schritt Richtung Faschismus.»

Die Botschaft von «Spectre»

Er habe neulich einen Satz von Voltaire gelesen, der laute: «Ein Mann, der Unsinn als glaubhaft darstellen kann, der kann auch andere davon überzeugen, Gewalttaten zu begehen.» Ein Algorithmus sei heute dazu fähig. Als Beispiel nannte Waltz die Terrororganisation IS. «Ohne das Internet würde sie nicht in dieser Form existieren. Das Internet hat sie nicht erschaffen, aber es fördert sie.»

Im neuen Bond will die Organisation «Spectre» die Welt beherrschen, indem sie Daten im Netz sammelt und überwacht. Dieser Plot, sagt Waltz, habe ihn in die Story gezogen. «Der Film spricht relevante soziale Themen in einer Weise an, wie das wenige Bonds zuvor getan haben.»

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