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Hulk Hogan vor Gericht: Der Ex-Wrestler hat im Prozess um ein wohl heimlich gedrehtes Sexvideo erklärt, er habe sich von der Veröffentlichung «komplett gedemütigt» gefühlt.
Bild: AP/Pool Tampa Bay Times

Hulk Hogan erhält satte 115 Millionen Dollar Schadensersatz für das «demütigende» Sexvideo

Ein Sexvideo, von dessen Existenz er nichts gewusst haben will, beschert dem Ex-Wrestling-Star Hulk Hogan 115 Millionen Dollar. Eine Jury sprach ihm die Summe als Schadensersatz im Prozess gegen die Website «Gawker» zu.

19.03.16, 09:32

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Der Ex-Wrestler Hulk Hogan hat von einer Jury in Florida 115 Millionen Dollar Schadensersatz zugesprochen bekommen. Die Website «Gawker» habe durch die Veröffentlichung eines Sexvideos seine Privatsphäre verletzt, heisst es.

«Gawker» hatte Anfang Oktober 2012 einen rund anderthalbminütigen Ausschnitt eines offenbar heimlich gefilmten Sexvideos des Wrestlers veröffentlicht. Dazu gab es eine detaillierte Beschreibung des unveröffentlichten Materials. Dafür hatte Hogan die Betreiber der Website auf 100 Millionen Dollar Schadensersatz verklagt.

Die Anwälte hatten zuvor in dem Zivilprozess an die Jury appelliert, die Persönlichkeitsrechte ihres Mandaten gegen das öffentliche Interesse an Berichterstattung abzuwägen. Den Betreibern der Klatschseite sei es bei der Veröffentlichung des intimen Ausschnitts nur um Macht und Werbung gegangen - sie wollten Hogan, der mit bürgerlichem Namen Terry Bolea heisst, schaden.

Der «Hulkster» im Jahr 1985: Siegerpose im New Yorker Madison Square Garden.
Bild: AP

«Gawker» habe sich nicht an journalistische Standards gehalten, bevor das Video veröffentlicht wurde. Zudem sei die Aufnahme nicht nachrichtenwürdig, sagten die Anwälte. Die Betreiber der Website hätten auch nicht den Mann kontaktiert, der das Video aufgenommen haben soll.

Dabei habe es sich um den Radio-DJs Bubba the Love Sponge gehandelt, dem damaligen Ehemann der Sex-Partnerin in dem Video. Der einvernehmliche Sex soll mit Erlaubnis des DJs stattgefunden haben.

Hulk Hogan im Ring, Los Angeles, 2005.
Bild: Chris Carlson/AP/KEYSTONE

Das Video soll entstanden sein, als Hogan noch mit seiner ersten Frau Linda zusammen war. Die Ehe scheiterte 2007, die Familie mit Tochter Brooke und Sohn Nick zerbrach. Der langjährige Champion der World Wrestling Entertainment (WWE) will von dem Video nichts gewusst haben.

brt/AP/Reuters

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Charly Otherman, 5.5.2017
Watson kann nicht nur lustig! Auch für Deutsche (wie mich) ein Muss, obwohl ich das schweizerische nicht immer verstehe.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Kaspar Floigen 19.03.2016 20:57
    Highlight Das wird wohl das Ende für Gawker sein. Zum Glück.
    8 0 Melden
  • Ignorans 19.03.2016 19:19
    Highlight Endlich hat er wieder Geld... Wie lange es wohl hält...
    10 0 Melden
  • Aufblasbare Antonio Banderas Liebespuppe 19.03.2016 19:09
    Highlight na dann lasse ich mich auch filmen
    15 1 Melden
  • Pana 19.03.2016 17:19
    Highlight 115 Millionen? Hat sich das überhaupt jemand freiwillig angesehen? :P
    17 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 19.03.2016 11:12
    Highlight fuck
    so also erwirtschaftet man sein vermögen!
    heimliche aufnahmen drehen lassen, auf dumm stellen, (mit den fäusten) drohen und verklagen, absahnen und sich ins fäustchen lachen...
    46 18 Melden
    • Karl Müller 19.03.2016 11:42
      Highlight Sehr unwahrscheinlich. Hulk Hogan hat auf diesem Tape eine rassistische Tirade gegen seinen Schwiegersohn losgelassen. In Folge wurde er von der WWE gefeuert, Hogan-Merch wurde vom Markt genommen usw.
      45 2 Melden
    • LaTschuberlinca 21.03.2016 01:03
      Highlight Er spricht beim Sex über seinen Schwiegersohn!?
      0 0 Melden

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