People
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.
Image

Xenia Tchoumi (so nennt sie sich jetzt) knipst sich mit ihrem Handy reich. bild: instagram/xenia

Jep, Xenia Tchoumi(tcheva) gibt es immer noch – und sie ist äusserst erfolgreich

Dank ihren acht Millionen Followern verdient die Tessinerin ein Vermögen. Damit sie Fotos oder Filmchen von sich mit Accessoires wie unter anderem Taschen und Kleidern auf ihren Social-Media-Kanälen postet, bezahlen ihr Modelabels oder andere Firmen viel Geld.

Sacha Ercolani / Schweiz am Wochenende



Mit auf den sozialen Netzwerken geposteten Fotos von sich den Lebensunterhalt zu verdienen, gehört mittlerweile zum Traumjob vieler junger Menschen. Doch was einfach scheint und nach Spass aussieht, sei knochenharte Arbeit, mahnt die ehemalige Vize-Miss-Schweiz Xenia Tchoumi.

«Klar, gute Fotos machen kann heute mit der neuen Technik und den vielen Apps beinahe jeder, doch in diesem Job kommt es auf die Kreativität, Kontinuität und vor allem auf die Glaubwürdigkeit an.» Nur wer viel Einsatz an den Tag lege und das Ganze wie einen normalen Job angehe, könne damit langfristig Erfolg haben und auch Geld verdienen.

Die Tessinerin mit den russischen Wurzeln weiss, wovon sie spricht. Über 5,8 Millionen Follower hat sie auf Facebook, rund 1,2 Millionen sind es auf dem Foto-Portal Instagram, und mit YouTube und Snapchat kommen noch einmal eine Million dazu.

Xenia Tchoumi, wie sie sich seit einiger Zeit nennt (der Familienname lautete davor Tchoumitcheva), hat sich als Influencer (Beeinflusserin) international einen Namen erarbeitet.

So präsentiert sich Xenia Tchoumi auf Instagram 

Damit sie Fotos oder Filmchen von sich mit Accessoires wie unter anderem Taschen und Kleidern auf ihren Social-Media-Kanälen postet, bezahlen ihr Modelabels oder andere Firmen viel Geld: «Ich setze mich teilweise viele Monate bis zu einem Jahr mit einer Marke auseinander und poste nicht einfach unüberlegt ein paar Bilder», sagt die Ökonomin.

«Wenn man so viele Follower hat, hat man auch eine sehr grosse Verantwortung.» Das Ganze sei Interaktion und keine einseitige Kommunikation, sie erhalte enorm viele Feedbacks und müsse sich dann seriös darum kümmern.

Influencer zeichnen sich durch eine besonders hohe Netzwerkgrösse und Überzeugungskraft aus. Durch ihre Empfehlungen über Twitter, Facebook, Instagram, Snapchat oder YouTube bilden sie Kommunikationsbrücken, die den Erfolg von Marken und Produkten nachhaltig beeinflussen. Schliesslich suchen heute viele Konsumenten bewusst den Kontakt zu bewährten Experten im Social-Web, bevor sie sich für den Kauf eines bestimmten Produkts entscheiden.

Schnell noch viel mehr Geld verdienen könnte Xenia Tchoumi gemäss eigenen Angaben, doch sie lehne viele Anfragen ab, sagt sie. «Image ist in dem Job alles. Ich arbeite nur für Projekte, hinter denen ich auch zu hundert Prozent stehen kann.» Allein die Top Ten der sogenannten Social-Stars erreichen über ihre Kanäle weit über 150 Millionen Menschen weltweit – Tendenz minütlich steigend.

Damit nicht genug: Jede dieser einflussreichen Frauen hat sich inzwischen ein eigenes Business rund um ihren Erfolg im Netz aufgebaut. Neben klassischen Werbeanzeigen auf ihren YouTube-Channels lancierten Social-Media-Stars wie beispielsweise Zoe Sugg (26) oder Huda Kattan (34) eine eigene Beauty-Linie, kooperieren mit den grossen Firmen der Schönheitsindustrie wie Maybelline oder veröffentlichen eigene Bücher.

Laut Mode-, Trends-, Beauty- und People-Hochglanzmagazin «Vogue» verdienen einige mit ihren Posts bis zu umgerechnet 50 000 Franken pro Monat – und pro einzelne Aktion zum Teil mehrere tausend Franken. Ihr Einkommen will Xenia Tchoumi nicht verraten – zumindest reicht es , um in London, wo die Wohnungsmieten und Lebensmittel enorm teuer sind, gut zu leben.

«Aufgrund meines Jobs habe ich mittlerweile so viele Kleider zu Hause, dass ich nun eine grössere Wohnung suchen muss», sagt die attraktive Singlefrau, die es bei der Miss-Schweiz-Wahl 2006 auf den zweiten Platz geschafft hatte. «Dies sogar, obwohl ich immer wieder viele Kleider für einen guten Zweck verkaufe.»

Boyfriends of Instagram – Wie sich Männer für die perfekten Fotos ihrer Freundinnen zum Affen machen

Abonniere unseren Newsletter

35
Bubble Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 48 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
35Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Labbarabbaber 21.03.2017 11:52
    Highlight Highlight Irgendwie traurig, wenn man sich über einen solchen Artikel so echauffieren kann...
    Tatsache ist doch, dass sie eine junge intelligente Frau ist. Sie setzt sich mit den Produkten, die sie bewirbt auseinander, wie dies auch andere Werbeplattformen tun. Ich sehe hier nichts Verwerfliches. Dass sie zusätzlich attraktiv ist, kann ihr wohl nicht als negativen Punkt ausgelegt werden und schliesst sicherlich nicht auf ihre Intelligenz!
  • Stachanowist 20.03.2017 12:13
    Highlight Highlight Man könnte angesichts der Kommentare hier meinen, die Frau verdiene ihre Kohle mit Organhandel oder Kinderarbeit.

    Bewundern muss man sie nicht. Sie ist einfach eine gute Vermarkterin ihrer selbst, scheint einen guten Geschäftsinstinkt zu haben und ist nicht auf den Kopf gefallen. Solche Menschen gibt es viele. Was jedoch all die Bitterkeit und das Moralin hier sollen, ist mir schleierhaft.

    Random Fact als Dessert: Ihren Namen schreibt man zwar Tchoumitcheva, spricht ihn aber "Tchoumitchova" aus - machen unsere Medien fast immer falsch. Vielleicht heisst sie ja deshalb nur noch Tchoumi ;)
  • Menel 20.03.2017 10:52
    Highlight Highlight *LACH*...schon krass, die Aussage "kann sich eine Wohnung in London leisten" ist das neue "hat richtig viel Geld" geworden...
  • kafi 20.03.2017 09:02
    Highlight Highlight Habe mir ihre Arbeit angesehen. Sie hat vor der UN gesprochen, in sehr namhaften US TV Shows über ihren Werdegang erzählt und 2 TedX Talks gehalten. In englisch.

    Sobald Ihr ähnliches vorweisen könnt, seid Ihr herzlich eingeladen, über Ihren Leistungsausweis zu werten.

    Die Marken, die mit ihr zusammen arbeiten schauen sich eine Community sehr genau an, bevor sie in eine Person investieren. Diese Credibility muss man sich hart erarbeiten. Das haben wenige geschafft, in der Schweiz vermutlich praktisch niemand in diesem Ausmass.

    • Waldorf 20.03.2017 09:12
      Highlight Highlight Dann ist es meiner meinung nach einfach etwas fragwürdig, warum watson es nicht hinbekommt, dies in einem artikel differenziert herauszustreichen.
      Was ich von diesem schickimicki boser & böser zeug halte, brauche ich nicht extra noch zu erwähnen. Wen die Tchoumi da entgegenhält, hut ab!
    • Scaros_2 20.03.2017 09:25
      Highlight Highlight Wow - Also wenn man schon mit der Argumentation kommt "Wenn ihr ähnliches geleistet habt dann könnt ihr werten"

      Dann ist schon hopfen und Malz verloren. Weil wenn man nach der Argumentation geht dann dürfte keiner mit keinem über etwas reden weil er hat ja nicht den gleichen Leistungsausweis.

      Dann dürfte kein Fussballfan eine wertende Meinung über die Leistung der Fussballer seines Clubs haben weil es hat ja augenscheinlich kein Fan das erreicht was der Spieler auf dem Platz erreicht hat und somit ist er nicht qualifiziert dafür

      Ganz Schwache Aktion.
    • Toerpe Zwerg 20.03.2017 09:26
      Highlight Highlight Sie missverstehen zwei Dinge:
      1. Kritisiere ich nicht sie, sondern die Follower (die folgen ja wegen TedX Talks, gell) und deren Träume.
      2. Würde ich sie kritisieren, müsste ich mich deswegen nicht in ihren Domänen mit ihr messen.
    Weitere Antworten anzeigen
  • Toerpe Zwerg 20.03.2017 06:41
    Highlight Highlight Täschchen, Kleidchen, Schminke ... Beauty ... Traumjob der emanzipierten Frau.

    Mich überkommt stets akuter Brechreiz, wenn mit vor Augen geführt wird, was die Social-Media Zombies für Träume hegen.
    • DavetheWatson 20.03.2017 07:12
      Highlight Highlight Der Neid scheint imens zu sein...
    • MaxHeiri 20.03.2017 07:34
      Highlight Highlight Dann lasse sie bitte doch! Was gibt dir das Recht so abwertend über die Träume von anderen zu urteilen!
    • Toerpe Zwerg 20.03.2017 09:01
      Highlight Highlight Gilt übrigens genau gleich für Männer.

      Sixpack, Auto, Sneakers & Babes.

      Dass diese Dame ihre Chancen nutzt, ist voll OK. Zu bedauern sind die Follower.
    Weitere Antworten anzeigen
  • NikolaiZH 20.03.2017 06:40
    Highlight Highlight Haha Followers-Farms ist wohl ein guter Geschäft

Putin befiehlt: Посмотрите на Picdump!

Artikel lesen
Link to Article