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Willkommen in der Zukunft: Dieses Auto ändert auf Knopfdruck seine Silhouette

Mercedes hat am Vorabend des Automesse-Spektakels die Designstudie «Concept IAA» enthüllt – sie sieht nach Science Fiction aus. Damit der Wagen rekordverdächtig durch den Wind flutscht, ist er extrem flexibel.

15.09.15, 09:20 15.09.15, 12:00

Tom Grünweg

Ein Artikel von

Das Auto sieht aus, als haben die Entwickler ein paarmal zu oft den Action- und Science-Fiction-Spielfilm «Transformers» geschaut. Denn im Kampf um den niedrigsten Luftwiderstand für einen Viertürer mit vier Sitzen nutzen die Schwaben wie die Kollegen in Hollywood eine Karosserie, die sich auf Knopfdruck wandelt. Dabei gibt es verschiedene Wahlmöglichkeiten.

Schon im Design-Modus ist das Intelligent Aerodynamic Automobile mit einem cw-Wert von 0,25 vergleichsweise schnittig. Doch sobald der Fahrer den Aerodynamik-Mode aktiviert oder Tempo 80 überschreitet, ändert der Silberfisch seine Silhouette und knackt eine Schallmauer, an der sich normale Limousinen seit Jahren die Zähne ausbeissen.

«Mit 0,19 holen wir uns in dieser Kategorie den Weltrekord», sagt Designer Holger Hutzenlaub. Zum Vergleich: Der bislang beste Mercedes ist der CLA mit einem cw-Wert von 0,22, und bei den grösseren Limousinen steht aktuell der A4 mit 0,23 am besten im Wind. Ein niedriger cw-Wert senkt den Spritverbrauch.

Skizze eines Autos: Das Designkonzept heisst passend zur Messe IAA Intelligent Aerodynamic Automobile.
bild: daimler

Den grössten Anteil – sowohl am Showeffekt als auch an der cw-Reduktion – haben acht Luftleitbleche, jedes so gross wie ein Zeichenblock: Sie schieben sich elektrisch aus dem Heck, verlängern die Sportlimousine mal eben um bis zu 40 Zentimeter und bringen die Silhouette so noch näher an die Tropfenform, die Aerodynamikern als Ideal gilt. «Denn je länger die Luft ums Auto strömen kann und je sauberer der Strom abreisst, desto geringer ist der cw-Wert», erläutert Hutzenlaub.

Mercedes-Designstudie «Concept IAA»

Kaum weniger spektakulär sind die Felgen, deren Verkleidungen aus fünf Teilen in Kuchenstückform bestehen, die zur Nabe hin ins Rad eintauchen wie bei einem Trichter. Sie sind allerdings so konstruiert und gelagert, dass die Fliehkraft sie ab Tempo 80 nach aussen drückt und ein strömungsgünstiges Scheibenrad entsteht.

Als weiteres Transformer-Element fahren zwei Finnen mehrere Zentimeter weit aus dem Bug heraus, die wie die Lamellen am Frontspoiler eines Formel-1-Rennwagens den Luftstrom lenken. Dagegen fast schon banal wirken die bewegliche Spoilerlippe für die bessere Unterströmung des Fahrzeugbodens oder der Kühlergrill. Letzterer lässt sich wie in der C-Klasse verschliessen.

Auf der Autobahn würde bei der Transformation wohl so mancher Hintermann vor Staunen ins Schlingern kommen. Doch ausgerechnet auf dem Normprüfstand bringt der ganze Aufwand fast nichts. Lediglich von 31 auf 28 g/km sinkt der CO2-Ausstoss des 279 PS starken Plug-in-Hybrids, während die elektrische Reichweite von 62 auf 66 Kilometer klettert.

Kameras statt Rückspiegel

Warum dann die ganze Mühe? Weil der cw-Wert in der Praxis viel mehr bringe als auf dem Prüfstand, sagt Chef-Aerodynamiker Teddy Woll. Auf dem Prüfstand werden zwei Drittel der Strecke bei Stadtgeschwindigkeit gefahren, wo der Luftwiderstand kaum zum Tragen kommt. Bei alltäglichen Durchschnittsgeschwindigkeiten würde sich der Effekt laut Woll jedoch glatt verdoppeln und bei konstant 150 km/h sogar verfünffachen. Und wie jeder grosse Mercedes schafft natürlich auch das Showcar 250 km/h Spitzengeschwindigkeit.

Die Designer haben sich bei der Studie allerdings nicht nur auf die Aerodynamik beschränkt, der sie auch die Türgriffe (statt dessen gibt's Sensortasten hinter den Fenstern) und die Aussenspiegel (den Job machen jetzt Kameras in den Kotflügeln) geopfert haben. Sondern sie spielen auch mit Licht und Farbe. Der Alubeam-Lack hat zum Beispiel die grösste Floprate, die Mercedes je umgesetzt hat.

Die Floprate bezeichnet die möglichen Farbwechsel bei unterschiedlichen Lichteinfall. Und wenn in der Luftröhre am Heck das Rücklicht schimmert wie der Nachbrenner eines Jet-Triebwerks, dann glüht dort roter Sternenstaub. So zumindest nennen die Designer den Effekt, den sie mit kristallinen Strukturen auf den Konsolen erreichen. Diese werden von LEDs angestrahlt und reflektieren dann wie Diamanten.

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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