Populärkultur

bildbearbeitung: watson

Streamingdienst Spotify will Böhmermann unter Vertrag nehmen

Jan Böhmermann und Olli Schulz beenden ihre Sendung auf Radio Eins. Fans der Show können jedoch hoffen – der Streamingdienst Spotify ist an einer Fortsetzung des Formats interessiert.

26.04.16, 10:34 26.04.16, 12:48

Ein Artikel von

Nach drei Jahren wollen Jan Böhmermann und Olli Schulz ihre gemeinsame Sendung «Sanft und Sorgfältig» auf Radio Eins einstellen. Ein endgültiges Ende des zweistündigen Formats ist das jedoch nicht unbedingt: In Zukunft könnte die Sendung bei Spotify laufen. Bereits Mitte Mai sollen sich Böhmermann und Schulz auf dem Streamingdienst die Ehre geben, berichtete das Medienportal horizont.net.

«Wir sprechen mit Jan Böhmermann und Olli Schulz über ein neues Podcast-Format», sagte ein Unternehmenssprecher von Spotify der Berliner Morgenpost.

Spotify soll das Moderatorenduo mit hohen Honoraren gelockt haben, heisst es bei horizont.net. Details darüber, wie das Format auf Spotify fortgesetzt werden soll, sind noch nicht bekannt.

Am Nachmittag hatte Böhmermann auf Facebook das Ende von «Sanft und Sorgfältig» auf Radio Eins verkündet. «Wir haben ein paar tolle Pläne für die Zukunft, dazu können wir aber noch nicht mehr verraten. In ein paar Tagen verraten wir mehr ...», heisst in dem Post. Auf der Internetseite von Radio Eins drückte der Sender sein Bedauern über das Ende der Zusammenarbeit aus.

asc

Böhmermann vs. Erdogan

Satiriker Böhmermann meldet sich zu Wort: «Frau Merkel hat mich filetiert»

ZDF: «Wir gehen mit Jan Böhmermann durch alle Instanzen»

Jan Böhmermann verkündet Fernsehpause via Facebook

Fall Böhmermann: Wie Erdogan die Bundesregierung austrickste

Böhmermann-Spott und Erdogans Strafbegehren bringen Merkel in die Bredouille

«78 Millionen Türken beleidigt»: Erdogan stellt Strafantrag gegen Böhmermann

Neo-Zensur Royale: Hier der Clip von Böhmermann, den das ZDF nicht verstanden hat

«Schmähkritik-Debatte» bei «Anne Will»: «Wir reden nicht über Geschmack»

#FreeBoehmi: Petition fordert «Freiheit für Böhmermann»

Maulkorb für Böhmermann: Kein Wort zu Erdogan in «Neo Magazin Royale»

Alle Artikel anzeigen
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
2
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
2Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Launedernatur 26.04.2016 20:33
    Highlight Hab mal ein paar alte Podcasts von S&S runtergeladen. Wird wohl reichen, bis der sprunghafte Herr seine Meinung mal wieder ändert und öffentlicher produziert.
    0 0 Melden
  • Human 26.04.2016 10:58
    Highlight Hab ich heute morgen schon gelesen - Freude herrscht - Woop woop, hätte ja auch nicht sein können so ganz ohne Böhmi auskommen <3 Hoffe das klappt
    3 0 Melden

Seit 365 Tagen ohne Anklage in Haft: «Erdogan benutzt Deniz Yücel als Geisel»

Der frühere NZZ-Chefredaktor Markus Spillmann verfolgt die Situation von Journalisten in der Türkei als Prozessbeobachter. Im Interview spricht er über die Chancen auf eine baldige Freilassung des «Welt»-Korrespondenten und die Erosion der Pressefreiheit im Westen.

Herr Spillmann, wieso sitzt Deniz Yücel noch immer in einer Gefängniszelle in Silivri bei Istanbul?Markus Spillmann: Das ist eine schwierige Frage. Es ist ja weiterhin unbekannt, was Yücel genau vorgeworfen wird. Offensichtlich tut sich die Staatsanwaltschaft schwer, ihm etwas Hieb- und Stichfestes nachzuweisen. Das lässt vermuten, dass die türkische Regierung Deniz Yücel als eine Art Pfand, als Geisel benutzt.

Ein Pfand wofür?Die Türkei sieht in der Haft Yücels eine Möglichkeit, die deutsche …

Artikel lesen