Populärkultur

Frauen fotografieren sich jetzt als Superheldinnen – und das wegen einer Verkehrsfigur!

07.05.15, 20:08 08.05.15, 16:25

Die Überschrift auf der Website lässt keinen Raum für Zweifel. «Es ist NIE ein Kleid gewesen», steht dort mit Blick auf eine Figur geschrieben, die jeder aus dem Alltag kennt: Es geht um das weibliche Piktogramm im Strassenverkehr. 

Eine Amerikanerin hat sich des Sujets angenommen – und taucht die Frauenfigur in ein völlig neues Licht. Selbst Fox-Moderatorinnen lassen sich nun als Superheldinnen fotografieren, um Solidarität zu bekunden. Wie das kam? Es begann mit einem Foto von einer Konferenz der Girls in Tech-Organisation.

«‹It Was Never a Dress› ist eine Einladung, die Wahrnehmungen und Anschauungen über Frauen und die kühnen, gefühlvollen und kraftvollen Gesten, die sie jeden Tag machen, zu überdenken», heisst es auf der Website der Kampagne. Was liegt also näher, als ein alltägliches Symbol zu nehmen und ihm eine neue Bedeutung zu geben? Gesagt, getan: #ItWasNeverADress zeigt uns, warum das weibliche Piktogramm für Strassenschilder aussieht, wie es aussieht.

Eindimensional betrachtet, sehen wir (rechts) eine Frau in einem weissen Kleidchen. Wenn Farbe ins Spiel kommt, wird jedoch klar, dass hier eine «Superwoman» am Werk ist.

Heldisch: Die Autorin Tania Katan hat die Kampagne entworfen.

«In der Wissenschaft, Technologie, Kunst, Mathematik, Politik, in Tempeln, auf der Strasse und zuhause werden einfühlsame Frauen oft ausgeladen, übersehen oder ganz einfach abgelehnt», so die Erklärung für die Aktion. «Durch Erzählformen, den Aufbau von Communitys, Innovationen und kreative Ausbrüche will ‹It was never a dress› notwendige Gespräche, vitale Stimmen und Bilder aus aller Welt fördern, die ALLEN Frauen Genüge tun.»

Bei den Teilnehmerinnen der Konferenz kam die Aktion sehr gut an.

Hinter der Aktion steckt eine Firma aus einer Branche, die bis sich bis dato nicht gerade durch euphorischen Feminismus hervorgetan hat: Axosoft ist eine Software-Schmiede, die Programme für Unternehmen schreibt. Die Kampagne hat sich dennoch zu einem veritablen viralen Hit entwickelt: Unter dem Hashtag #ItWasNeverADress erklären sich diverse Frauen solidarisch. 

(phi)

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Yanik Freudiger, 23.2.2017
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    Alle Leser-Kommentare
  • Karl33 09.05.2015 14:01
    Highlight First-World-Problem.
    Aber Feminismus kümmert sich ja seit jeher nur um Luxusprobleme des global reichsten 1%.
    1 3 Melden
    • Citation Needed 11.05.2015 07:58
      Highlight PS: Feminismus nimmt sich schon auch der Probleme ärmerer Weltgegenden an, Du hast schlicht null Ahnung, do your research! Klar thematisiert dieses Superwoman-Meme jetzt nicht grad die Vergewaltigungen (kastenloser) Mädchen in Indien, aber: Andere Länder, andere Kampagnen. Auch wenn Du (in Deiner First-World-WWW-Filterbubble?) von solchen Bemühungen (auch gegen Dowry murder, FGM, Kinderheirat, etc.) nix mitkriegst: es gibt sie.
      0 1 Melden
    • Citation Needed 12.05.2015 15:24
      Highlight @Karl33: Da mein erster Comment nicht gebracht wurde (wohl wegen überbordender Ironie), hier etwas gemässigter: ist z.B. das Fehlen (bis 1971) des Frauenstimmrechts in der reichen Schweiz "ein Luxusproblem"?
      0 0 Melden
  • Citation Needed 08.05.2015 02:20
    Highlight Strassenverkehr? Kenn ich nur von Toiletten?!?
    10 1 Melden

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