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Solidarität mit Bruce Jenner auf Twitter: #PaintYourNailsForBruce

Er war der grösste Athlet der USA. Jetzt erzählte Bruce Jenner der Welt, er fühle sich als Frau – und wolle endlich auch öffentlich Nagellack tragen. Ein Bild, das im Netz eine Welle auslöste.

27.04.15, 16:06 28.04.15, 07:26

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Es war ein TV-Ereignis, das Millionen in den USA an die Bildschirme zog: Ex-Zehnkämpfer Bruce Jenner zelebrierte am Wochenende im Sender ABC sein Coming-out. «Ich bin eine Frau», erklärte der 65-Jährige im Gespräch mit Amerikas Interview-Queen Diane Sawyer. Seit seiner Kindheit habe er sich im falschen Körper gefühlt, bekannte der einst meistgefeierte Athlet der Welt, löste seinen Pferdeschwanz und liess das Haar fallen. 

Bruce Jenner in der Talkshow von Diane Sawyer. Bild: HANDOUT/REUTERS

 Noch während der Sendung zeigten viele Stars ihre Unterstützung. «Lasst uns Menschen wie Bruce auf der ganzen Welt stärken», twitterte Popstar Lady Gaga. Rasch entstand im Netz eine Welle der Solidarität mit Jenner. Unter dem Hashtag #PaintYourNailsForBruce – Bemale Deine Nägel für Bruce – ersann ein Radiosender aus dem australischen Sydney ein besonders eindrückliches Sinnbild.

Der Hashtag bezieht sich auf einen Schnipsel aus dem Interview. Jenner erklärte, wie sehr er sich wünsche, Nagellack auch in der Öffentlichkeit zu tragen – und nicht nur im stillen Kämmerlein. Er wolle in der Lage sein, Nagellack so lange zu tragen, «bis er absplittert». 

Auf Twitter posteten nun viele Männer und Frauen Bilder ihrer frisch bepinselten Hand- oder Fussnägel. Eine Nutzerin schrieb dazu: «Meine Tochter bemalte die Fussnägel meines Freundes.» Der australische Comedian Dave Hughes lud ein Foto mit bunt lackierten Nägeln bei Instagram hoch. 

Komiker Dave Hughes trägt jetzt auch Nagellack, an den Fingerenden müsste er aber noch feilen. Screenshot: Instagram

Jenner erzählte im Interview, er habe sich bereits mit vier Jahren als Mädchen gefühlt. Damals habe er heimlich Kleidung seiner Schwester getragen. Bereits in den 80er-Jahren schluckte er Hormone. Körperlich ist seine Umwandlung noch nicht abgeschlossen. Die Operationen werde er nach und nach angehen. 

Bruce Jenner 1978 als NBC-Sportreporter. Bild: NBCUniversal

Noch immer sterben in den USA Transsexuelle, weil sie diskriminiert werden. Besonders in pietistischen Kreisen ist die Ansicht verbreitet, dass sich Transsexualität heilen lasse. Bruce Jenner war bis Ende 2014 verheiratet mit Kris Jenner und ist Stiefvater des Starlets Kim Kardashian.

(sms)

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    Alle Leser-Kommentare
  • Asmodeus 28.04.2015 14:14
    Highlight Liebe Redaktion.

    Wie wäre es, wenn Ihr endlich das weibliche Pronomen benutzt? Überall wird solidarisch davon gesprochen welchen grossen Schritt Bruce getan hätte sich als Transgender zu outen. Aber immer ist von IHM die Rede.

    SIE fühlt sich als Frau. Also sollte man SIE auch als solches Ansprechen. DAS wäre echte Akzeptanz und Unterstützung.
    1 2 Melden
  • 8004 Zürich 28.04.2015 07:08
    Highlight "Noch immer sterben in den USA Transsexuelle, weil sie diskriminiert werden und sich umbringen." Diese Formulierung ist irgendwie misslungen. [Absolut richtig, wurde korrigiert, d. Red.]
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