Populärkultur

Xavier Naidoo geniesst in Deutschland offenbar wenig Rückhalt.  
Bild: EPA/DPA / EPA FILE

Xavier Naidoo fährt doch nicht für Deutschland zum ESC  – «Okay für mich», sagt er

21.11.15, 14:32 21.11.15, 16:46

«Was gegen Xavier Naidoo am ESC spricht?», fragten wir vor zwei Tagen, als «ARD» den deutschen Sänger für den jährlich stattfindenden Song-Contest nominierte. «Er selbst. In 8 bescheuerten Zitaten», so der Schluss von watson. Mit dieser Kritik waren wir wohl nicht alleine, denn heute zog ARD das Aufgebot Naidoos wieder zurück.

ARD-Unterhaltungskoordinator Thomas Schreiber erklärte den Rückzug mit der heftigen Kritik an Naidoo. «Es war klar, dass er polarisiert, aber die Wucht der Reaktionen hat uns überrascht. Wir haben das falsch eingeschätzt», erklärte Schreiber. Die laufenden Diskussionen könnten dem ESC ernsthaft schaden.

«Aus diesem Grund wird Xavier Naidoo nicht für Deutschland starten.» Schreiber verteidigte den Sänger gegen den von Kritikern erhobenen Vorwurf, ein Rassist oder homophob zu sein. «So schnell wie möglich» solle nun entschieden werden, wie der deutsche Beitrag für den ESC in Stockholm gefunden wird. 

Naidoo: «Für mich ok»

Sänger Xavier Naidoo bleibt nach der Absage seiner Teilnahme beim Eurovision Song Contest kämpferisch. «Meine Leidenschaft für die Musik und mein Einsatz für Liebe, Freiheit, Toleranz und Miteinander wird hierdurch nicht gebremst», erklärte der 44-Jährige am Samstag in einer Mitteilung.

Er machte gleichzeitig klar, dass der Entschluss, nicht für Deutschland beim Grand Prix zu singen, einseitig gefasst worden sei. «Wenn sich nun kurz nach unserer vertraglichen Einigung mit dem NDR und dem Abschluss aller Vorbereitungen die Planungen der ARD durch einseitige Entscheidung geändert haben, dann ist das ok für mich.»

Rücken gestärkt

Noch am Samstagmorgen hatte sich auch der Konzertveranstalter Marek Lieberberg («Rock am Ring») mit deutlichen Worten hinter Naidoo gestellt. Mit Blick auf die Vorwürfe gegen den Sänger aus Mannheim meinte Lieberberg: «Ich bin zutiefst erschüttert über die unglaubliche Hetze, die widerliche Heuchelei und den blinden Hass, für die es keinerlei Berechtigung gibt!»

Er habe in mehr als 20 Jahren nie das Gefühl gehabt, dass bei Naidoo «auch nur der Hauch eines antisemitischen, rassistischen, xenophobischen oder nationalistischen Sentiments existiert». (sda/afp)

Galgenhumor bei Ann Sophie, sie hatte vergangenes Jahr null Punkte für Deutschland geholt.

Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
11
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
11Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 22.11.2015 17:33
    Highlight Xavier setzt sich ganz offen gegen den Krieg und prangert die USA für ihre Imperialistischen Kriege an. Auch ist er dafür das die Besatzungsmacht USA endlich aus Deutschland verschwindet, nur passt dass den Deutschen Mainstream Medien, die nur noch die Ideologien der Besatzermacht vertreten überhaupt nicht, deshalb wird er auch systematisch fertig gemacht. Genau das gleiche mussten die Griechen vor nicht all zu langer Zeit erfahren. Das passiert eben wenn Medienverteter in sogennanten Thinkthanks sind.
    6 1 Melden
  • ulia 22.11.2015 12:30
    Highlight Sehr schwach Watson. Warum habt ihr Naidoos Zitat nicht vollständig weiter gegeben? Ihr zeigt wieder einmal nur die Seite, welche euch gefällt...
    15 1 Melden
  • Gelöschter Benutzer 22.11.2015 11:06
    Highlight langweilig!
    7 2 Melden
  • bresse 21.11.2015 23:52
    Highlight Das 20Minuten "Gratismagazin" hat auch gegen Naidoo gehetzt, nur hat die 20Minuten "Gratiszeitung" vergessen die Komentarfunktion freizuschalten. Die wissen schon warum!
    7 9 Melden
  • sägsali 21.11.2015 21:29
    Highlight Mit Abstand bester Sänger Deutschlands!
    22 37 Melden
    • Gelöschter Benutzer 22.11.2015 12:27
      Highlight Dann wäre Deutschland aber arm dran, wenn die keine besseren Sänger hätten.
      15 9 Melden
  • Calvin WatsOff 21.11.2015 21:10
    Highlight ok für ihn und erst recht für mich. gibt echt BESSERES.
    18 12 Melden
  • Gelöschter Benutzer 21.11.2015 19:39
    Highlight "Ob die hier geäußerte Vermutung eine “Verschwörungstheorie” bleibt, wird sich sehr einfach daran ermessen lassen, wie die ARD mit der Kritik umgehen wird. Wenn sie einknickt und seine Nominierung zurückzieht oder ihn drängt, von sich aus abzusagen, nachdem er öffentlich so richtig fertig gemacht und dabei den Schafen die Grenzen der Meinungsfreiheit nachhaltig eingetrichtert wurden, dann wissen wir, dass es sich um eine perfide geplante politische Kampagne handelt.
    https://propagandaschau.wordpress.com/2015/11/19/xavier-naidoo-beim-esc2016-propaganda-opfer-gehen-auf-die-barrikaden/
    16 19 Melden
    • Zuagroasta 21.11.2015 23:02
      Highlight Danke für den Link.
      Nach Lektüre dieses und ein paar mehr Artikel, komme ich zu dem Schluss, dass es nicht wert ist Zeit auf dieser
      Webseite zu verbringen.
      Ich habe echt kein Problem, mir andere Meinungen anzuhören, nur diese von Pontius zu Pilatus herbeigezogenen Zusammenhänge gehören eher ins Reich von Gebrüder Grimm.

      Xavier Naidoo ist ein sehr begabter Sänger, nur hätte er sich lieber mal auf sein Metier beschränkt, als seine Bekannheit zur Verbreitung von teils echt kruden Botschaften zu missbrauchen.
      20 15 Melden
  • Gelöschter Benutzer 21.11.2015 19:19
    Highlight Grandioser Sieg der Mobber und Moralisten.
    34 32 Melden
  • Mnemonic 21.11.2015 18:51
    Highlight Danke. Und Xavier; bitte rauch weniger. Und damit meine nicht Zigaretten...
    23 34 Melden

Schau mal, was aus dem Ausraster-Kind geworden ist: Ein 2-Meter-Gangster-Rapper

Es war eines der ersten viralen Videos: Ein Kind rastet vor dem Computer aus, weil ein Spiel nicht laden will. Das Video verbreitete sich ab 2004 rasend schnell über die Grenzen der deutschen Sprache hinaus – ganz ohne YouTube.

Grund dafür dürfte wohl auch die videospielfeindliche Einstellung gewesen sein. Dass Videospiele Kinder und Jugendliche gewalttätig machten, schien mit diesem Video als erwiesen. Dass das Ganze nur gespielt war, wussten wohl die wenigsten.

Doch unter dem Username Slikk …

Artikel lesen