Populärkultur

Kristen Bell über ihre Depression: «Sie hat meine mentale Steuerung abgeschaltet»

Hollywoodstars sprechen gerne über alles Mögliche – aber fast nie über psychische Krankheiten. Kristen Bell hat dieses Tabu nun gebrochen, auf radikale Art: mit einem Essay über ihre eigene Depression.

02.06.16, 19:20 03.06.16, 08:07

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In der Glitzerwelt von Starmusikern und Topschauspielern sind offenbar nur kerngesunde, starke Persönlichkeiten gern gesehen – kein Wunder, dass nur selten von psychisch erkrankten Hollywood-Grössen zu hören ist. Kristen Bell will das offenkundig ändern, und zwar mit einem ausführlichen Beitrag über ihre Depression.

In einem Artikel für das US-Portal «Motto» beschrieb die Schauspielerin nun ihre Erfahrungen mit der Krankheit. Richtig schlimm wurde diese demnach während ihrer College-Zeit, als sie sich plötzlich «wertlos und wie ein Versager» fühlte. Über die Depression schreibt Bell: «Sie hat meine mentale Steuerung abgeschaltet.»

Kristen Bell am 16. Mai in New York.
Bild: JUSTIN LANE/EPA/KEYSTONE

Die Schauspielerin machte ihre Depression öffentlich.
Bild: Chris Pizzello/Invision/AP/Invision

«Nichts mehr sollte ein Tabu sein»

Sie habe sich schliesslich professionelle Hilfe geholt, schreibt die 35-Jährige in dem Essay: «Ich will aufrichtig sein, damit andere, die in der gleichen Situation sind, verstehen, dass sie nicht wertlos sind.» Es gebe viele Lösungen für solche Probleme. Der erste Schritt sei es, über die eigenen Gefühle zu reden.

«Ich habe über die Probleme mit meiner psychischen Gesundheit in den ersten 15 Jahren meiner Karriere nicht öffentlich gesprochen», so Bell, «aber jetzt bin ich an einem Punkt, an dem ich glaube, dass nichts mehr ein Tabu sein sollte.»

Bell ist bekannt dafür, auch private Probleme offen anzusprechen – so ist es etwa kein Geheimnis, dass sie mit ihrem Ehemann Dax Shepard zur Eheberatung geht. Nur bei ihren eigenen Kindern ist sie weniger offen: Vor zwei Jahren hat Bell mit einer Drohung erreicht, dass Paparazzi sich von ihren Töchtern Lincoln und Delta fernhalten – andernfalls gebe sie keine Interviews mehr.

mxw

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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