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Kardashian in Israel ausradiert – Kim ist nicht ganz koscher

Ultraorthodoxe Juden haben ein Problem mit Frauenbildern. Die israelische Nachrichtenseite «Kikar HaShabbat» hat deshalb Kim Kardashian aus einem Foto ausradiert – auf ziemlich uncharmante Art.

15.04.15, 12:55 15.04.15, 16:48

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Es gibt kein Körperteil, das Kim Kardashian der Welt noch nicht gezeigt hat. 2007 tauchte ein privates Sexvideo von ihr im Internet auf, 2014 posierte sie halbnackt auf dem Cover des «Paper»-Magazins. Angeblich wollte sie damit das Internet zusammenbrechen lassen.

Die israelische Webseite «Kikar HaShabbat» macht da nicht mit – und ist in ihrer Verweigerungshaltung sehr konsequent. «Kikar HaShabbat» ist eines der wichtigsten Onlinemagazine für die Haredim in Israel, die ultraorthodoxen Juden. Sie lehnen die Abbildung von Frauen ab, weil sie Männer zu unzüchtigen Gedanken verführen könnten. Im Januar hatte eine ultraorthodoxe Zeitung Angela Merkel aus einem Foto ausradiert.

Verdeckte Kim Kardashian: Abbildungen von Frauen sind bei Ultraorthodoxen verpönt. bild: kikar.co.il

«Kikar HaShabbat» berichtete nun über ein Abendessen, zu dem Jerusalems Bürgermeister Nir Barkat Kim Kardashian und Kanye West eingeladen hatte. Barkat selbst twitterte stolz über das Treffen mit dem Paar. 

Die beiden US-Stars besuchten die Heilige Stadt, um ihre Tochter North West in der armenischen Jakobuskirche in Jerusalem zu taufen. Zuvor hatten sie mehrere Tage in Armenien verbracht, dem Land, aus dem Kardashians Vorfahren stammen.

Reality-Trauer: Der Kardashian-Clan besuchte am 10. April in Armenien ein Denkmal für die Gefallenen des Völkermords. Bild: AP/PAN Photo

Die Redaktion von «Kikar HaShabbat» fand eine ziemlich uncharmante Lösung, um das Starlet aus den Fotos zu entfernen: Sie nahm einfach die Restaurantrechnung und fügte sie dort in das Bild ein, wo eigentlich Kardashian zu sehen war. Auf einem zweiten Foto wurde die 34-Jährige verpixelt. Weil für die Ultraorthodoxen offenbar schon die Erwähnung ihres Namens zu aufreizend ist, wird sie in dem Artikel nur als «Ehefrau von Sänger Kanye West» bezeichnet.

Warum berichtet die Webseite dann überhaupt über das Abendessen? «Kikar HaShabbat» regt sich darüber auf, dass der Bürgermeister und seine Gäste nicht koscher gegessen haben. Unter anderem steht nämlich Hühnchen in Buttersauce auf der Rechnung – ein Verstoss gegen die jüdische Regel, Fleisch und Milch zu trennen.

Das Rathaus von Jerusalem sah sich zu einer Reaktion gezwungen. Bürgermeister Barkat habe sehr wohl koscher gegessen, seine Gäste aber nicht. Ob sich nun Kim Kardashian oder Kanye West das Butterhühnchen hat schmecken lassen, verriet die Stadtregierung aber nicht.

Kim Kardashian und die Mode

(syd)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • SVRN5774 15.04.2015 15:56
    Highlight "Total frauenfeindliche Religion."
    Heisst das jetzt, dass die Religion schlecht ist? -Nein.
    Ist sie besser als die anderen Religionen? -auch nicht.
    Sind Atheisten besser? -Nein.
    Sollte man Menschen wegen ihrer Persönlichkeit beurteilen und nicht wegen ihrer Religion? -Ja!

    Ach und für diese Medienaufmerksamkeitsgeile Kim interessiere ich mich nicht xD
    2 0 Melden

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