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30 Jahre Prinz Harry

Endlich erwachsen! 

Bild: Getty Images Europe

Schon merkwürdig: 2005 schockiert er noch mit Nazi-Verkleidungen, doch dann treibt ihm der Krieg die Flausen aus dem Kopf. Jetzt feiert Prinz Harry seinen 30. Geburtstag – und scheint gereift.

14.09.14, 14:50 14.09.14, 15:35

Wenn junge Männer in Grossbritannien 30 werden, haben sie sich in der Regel drei Fragen zu beantworten: Habe ich den richtigen Job, habe ich die richtige Frau und habe ich genug Geld, um mir ein Haus zu kaufen? 

Die Frage nach dem Geld für das Haus stellt sich für einen Bewohner des Kensington Palastes nicht. Und auch hinsichtlich des Jobs scheint Harry seine Bestimmung gefunden zu haben. Der begeisterte Soldat setzt sich für viele gute Zwecke ein, vor allem für die Wiedereingliederung von Kriegsversehrten – und darf sich nun feiern lassen. 

Prinz Harry, Enkel von Queen Elizabeth II. und derzeit Nummer vier der Thronfolge, wird am Montag, den 15. September, 30 Jahre alt – eine Zäsur auch in seinem Leben. Der königliche Rebell wird erwachsen.

Prinz Harry macht am 12. September 2014 in London bei den «Invictus Games» bei einer Show-Partie Rollstuhl-Rugby mit. Bild: Getty Images Europe



Erst kürzlich schilderte Harry in einem Zeitungsinterview, wie sehr ihn seine beiden Einsätze in Afghanistan geprägt haben. Die Invictus-Games für Kriegsheimkehrer mit Behinderungen waren zum Gutteil seine Idee. Im vergangenen Jahr marschierte er mit Kriegsveteranen aus mehreren Ländern zum Südpol. 

Anstehen in der Kantine des Camp Bastion in Afghanistan: Prinz Harry im Dezember 2012.  Bild: Getty Images Europe

Prinz Harry nimmt im Februar 2009 in Wootton Bassett Abschied von zwei Engländern, mit denen er 2007 die militärische Ausbildung durchlaufen hatte. Die beiden Soldaten waren in Afghanistan bei einem Bombenattentat getötet worden. Bild: Getty Images Europe

Dennoch erheben sich schon warnende Stimmen. Harry brauche ein klareres berufliches Ziel, wenn er nicht den Stempel des ewigen Playboys abbekommen wolle.

Angeblich hasst er die Rolle des Junggesellen

Ausgerechnet bei den Frauen scheint der rotblonde Herzensbrecher die grössten Probleme zu haben. Für den Mann, dem bei Besuchen in aller Welt die Mädchen zu Füssen liegen und der wie ein Popstar verehrt wird, scheint die Richtige schwer zu finden. 

Die Beziehung zur 25-jährigen Cressida Bonas war das bisher letzte in einer Reihe amouröser Abenteuer des Prinzen. Doch die selbstbewusste Millionärs-Tochter wollte sich nach zwei Jahren On-Off-Beziehung mit dem Königin-Enkel lieber anders orientieren.

Cressida Bonas im März 2014 in London. Bild: Getty Images Europe

Folgt man dem britischen Boulevard, unternimmt der Prinz, der bei offiziellen Anlässen die Junggesellen-Rolle neben dem Musterehepaar William und Kate hassen soll, gerade mit der 25-jährigen Ex-Schönheitskönigin Camilla Thurlow einen neuen Versuch. Allerdings glauben nicht sehr viele der britischen Boulevard-Presse – am wenigsten Harry.

Prinz William und Kate mit Harry im Schlepptau. Bild: Getty Images Europe

Im Januar 2013 teilte er vor laufender Fernsehkamera gegen die Zeitungen seines Landes aus, sie würden «nur Müll schreiben, den hoffentlich niemand tatsächlich glaubt». Die «Daily Mail» hatte kürzlich ein längeres Stück, das Prinz Harry kurz vor der emotionalen Vereinsamung beschrieb.

Früher hiess es noch: Immer Ärger mit Harry

Lange Zeit schien es, als sei Harrys Leben ausreichend und halbwegs erschöpfend skizziert, wenn man eine Reihe von Skandalen aneinanderreiht. Unvergessen blieb sein Auftritt mit einem schwarz-weiss-roten Hakenkreuz-Armband auf einem Kostümball. 

Die «New York Post» anno 2005: Selbst in Amerika war der «Nazi-Skandal» ein Titelthema. Bild: Getty Images North America

Als die Bilder im Januar 2005 in die Zeitungen gerieten, musste er sich öffentlich entschuldigen. Auch die Nacktaufnahmen beim Strip-Billard mit jungen Schönheiten in einem sündhaft teuren Hotel in Las Vegas 2013 trugen nicht zur Verbesserung von Harrys Image bei.

Der anschliessende Afghanistan-Einsatz, bei dem er viel Blut und viel Leid mitansehen musste, scheint die Sturm-und-Drang-Periode des Prinzen beendet zu haben. Beim Militär mittlerweile in der Schreibstube gelandet, nimmt der jüngste Sohn von Prinzessin Diana und Prinz Charles mehr und mehr königliche Termine wahr - und gibt dabei ein durchweg positives Bild ab. 

Prinz Harry erklärt im Dezember 2012 im Camp Bastion in Afghanistan sein Arbeitsgerät, einen AH 64 Apache Kampfhubschrauber. Bild: Getty Images Europe

Die Queen zählt den «Ersatzmann» für die Thronfolge zum inneren Kreis der Royals, gemeinsam mit Charles und Camilla, sowie Prinz William und Kate. Harry ist ganz der lockere Sportsmann, wenn geboten – etwa beim Sprintvergleich mit 100-Meter-Ikone Usain Bolt in dessen Heimat Jamaika. Harry kann aber auch Gefühle zeigen.

Einem Reporter des «Daily Telegraph» soll er bei seinem jüngsten Besuch in südamerikanischen Slums zugeraunt haben: «Gegen das, was diese Kinder mitmachen müssen, ist der frühe Verlust meiner Mutter nichts.» Die ganze Welt weiss, wie sehr Dianas Tod Harry und seinen Bruder schmerzte. 

Prinz Harry besuchte im Juni 2010 Südafrika und Lesotho. Bild: Getty Images Europe

Lady Diana mit Prinz Harry, damals 7, und Prinz William, damals 9, im Oktober 1991 in Kanada.   Bild: AP, CP

Zunehmend nimmt die britische Öffentlichkeit dem einstigen Raubein auch Auftritte im feinen Zwirn ab - etwa wenn er gemeinsam mit seinem Vater Charles und Bruder William gegen den Abschuss von Wildtieren in Afrika und Asien eintritt und dazu mit Staatsmännern und Diplomaten aus der ganzen Welt konferiert.

Sozial engagiert: Harry am 13. September bei den Londoner Invictus Games mit einem Jungen mit Beinprothese. Bild: Getty Images Europe

Selbst das adligste aller Pflichtprogramme, das «Baby-Beschmusen», beherrscht das frühere Sorgenkind inzwischen. Bild: Getty Images Europe

Doch der Prozess vom Tunichtgut zum Weltmann ist auch für einen Enkel der britischen Königin manchmal schleppend. Im vergangenen Jahr liess Harry von Afghanistan aus sinngemäss wissen, seine Play-Station-geschulten Daumen könnten beim Abschuss von Taliban aus dem Hubschrauber ganz hilfreich sein - und liess damit die Zeigefinger im englischen Establishment hochschnellen.

Seinen Geburtstag, schreiben Zeitungen, soll Schwägerin Kate in einem noblen Londoner Club seines Freundes Guy Pelly organisiert haben. Auf der Gästeliste stünden auch die Namen seiner Ex-Freundinnen Chelsey Davy und Cressida Bonas. Wo und mit wem sie auch auch immer stattfindet - die Feier wird sicher eine rauschende.

Prinz Charles und Sohn Harry im Juni 1998 beim Fussballmatch zwischen England und Kolumbien bei der WM in Lens, Frankreich. Bild: Getty Images Europe

(sda/dpa/phi)

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