Populärkultur

Vize-Miss mit Schläger liiert: «Er hat mich in den Bauch getreten»

06.04.15, 14:20 06.04.15, 14:33

Tätlichkeiten in Beziehungen kennen die meisten nur aus dem Fernsehen. Gott sei Dank! Michéle Stofer hat hingegen am eigenen Leib erfahren müssen, was häusliche Gewalt bedeutet: Die Vize-Miss-Schweiz war zwei Jahre mit einem Schläger zusammen, enthüllt die 24-Jährige dem «Sonntags-Blick».

Michéle Stofer hat ihr Vertrauen in die Männerwelt nach einer gewalttätigen Beziehung noch nicht wieder zurückgewonnen. bild: facebook

Kennengelernt hatte sich das Paar 2009, zwei Jahre später kamen die beiden zusammen. Nach einem Clubbesuch und Alkoholkonsum habe der Ex 2011 plötzlich zugeschlagen und -getreten. «Es kam wie aus dem Nichts. Ich war total schockiert, dennoch habe ich ihm die die Tätlichkeit verziehen», so Stofer. Im Jahr 2012 verschlimmerte sich das Verhalten ihres Geliebten. «Damals hat er einen Schlüsselbund nach mir geworfen und mich in den Bauch getreten.»

Blutige Nase brachte das Fass für Michéle Stofer zum Überlaufen

Die Studentin schaltete die Polizei ein, doch mehr als eine Befragung des Wüterichs sei nicht herausgekommen. Ihr Umfeld warnte Michéle, die ihrem eifersüchtigen Freund seine Gewalt aber immer wieder nachgesehen hat. «Ich steckte in einem Teufelskreis, aus dem ich nur schwer ausbrechen konnte», erklärt sie ihr Verhalten heute. Erst als er ihr die Nase blutig schlug, zog die Vize-Miss einen Schlussstrich. 

Nachdem sie ihn nach diesem Vorfall erneut angezeigt hat, wurde der junge Mann wegen «wiederholter Tätlichkeiten» zu einer Busse verurteilt. Einen Eintrag ins Strafregister habe es aber nicht gegeben. «Rein theoretisch kann ein Mann seine Freundin schlagen – und es hat keine ernsthaften Konsequenzen», resigniert Stofer. Eine neue Beziehung hat die Frau bis dato noch nicht wieder eingehen können.

(phi)

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Zeno Hirt, 25.6.2017
Immer wieder mal schmunzeln und sich freuen an dem, was da weltweit alles passiert! Genial!
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    Alle Leser-Kommentare
  • Mia_san_mia 07.04.2015 01:30
    Highlight Krass wie viel es manchmal braucht, bis eine Frau den Schlussstrich zieht... Und das so ein erbärmliches Weichei nicht härter bestraft wird ist noch krasser!
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  • c_meier 06.04.2015 23:39
    Highlight Der ex hatte doch nachher noch eine andere miss-kandidatin als freundin... dachte soetwas gelesen zu haben vor oder nach der wahl in den medien
    4 0 Melden
  • phreko 06.04.2015 18:19
    Highlight Der Typ muss ja schon wahnsinnig gut ausgesehen haben um einen solchen Charakter zu kompensieren.Dazu verblüffend, wieviel gewissen Frauen angetan werden muss, bis sie einen Schussstrich ziehen.
    35 2 Melden
    • Oberon 06.04.2015 19:46
      Highlight Fragwürdig ist auch die Strafe des Schlägers, aber man gewöhnt sich halt auch langsam an den Schwachsinn...
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    • stadtzuercher 06.04.2015 23:43
      Highlight Oberon, nach der gleichzeitig aufgedeckten journalistischen Fehlleistung des letzten Jahres (www.tagesanzeiger.ch/leben/gesellschaft/Rolling-Stone-zieht-A-Rape-on-Campus-zurueck/story/24174030) sollte man nicht grad wieder dieselben Fehler machen. Hier kommt nur diese Frau zu Worte. Der Mann aber nicht. Stört es Sie nicht, dass nur die eine Seite ihre Sicht der Dinge darlegen kann? Das nennt man Boulevard-Journalismus. Seriös ist anders.
      @Watson «Rein theoretisch kann ein Mann seine Freundin schlagen, und es hat keine ernsthaften Konsequenzen» - sorry, das ist einfach quatsch was ihr schreibt.
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    • Philipp Dahm 07.04.2015 07:30
      Highlight @Stadtzuercher: Wer lesen kann, ist klar im Vorteil. «Rein theoretisch kann ein Mann seine Freundin schlagen, und es hat keine ernsthaften Konsequenzen» - das ist ein Zitat der Vize-Miss und nicht unsere Aussage. Den Typen zu Wort kommen lassen? Den Mann ohne Namen, der dann sagt, er habe all das nicht gewollt? Pffff!
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    • stadtzuercher 07.04.2015 07:53
      Highlight "Den Typen zu Wort kommen lassen?"
      Philipp, du weisst aber schon, dass diese aktuelle grosse journalistische Fehlleistung 'UVA-Rape im Rolling Stone' (Vergewaltigungsanschuldigung einer Journalistin wird als Fiktion entlarvt) einzig deshalb zustande kam, weil die Journalistin es für nicht nötig erachtete, die Gegenseite zu recherchieren? Weil es eh klar ist, dass das vermeintliche Opfer (jetzt die Täterin) recht hat? Und jetzt propagierst du hier genau dasselbe? Spricht nicht für deine journalistische Kompetenz, wenn ich das mal so feststellen darf.
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    • Philipp Dahm 07.04.2015 08:17
      Highlight Es wäre so, wenn wir den angeblichen Täter zeigen und ohne nachzufragen sagen: «Da, er hat es getan!» Aber dass wir jetzt die Aussage der Frau anzweifeln sollen, kann ich nicht nachvollziehen. Lassen wir also doch die Kirche im Dorf!
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    • SeKu 07.04.2015 12:18
      Highlight @Dahm
      Sehr bedenklich, Ihre "journalistische" Einstellung.
      5 1 Melden
    • Oberon 07.04.2015 14:52
      Highlight @Stadtzuercher
      Interessant wie hier einige Leute den Schläger in Schutz nehmen und dann noch einen Fall herbeiziehen der völlig anders gelagert ist.

      @SeKu
      Für mich ist ausschlaggebend das dieser Schläger verurteilt wurde und somit seine Schuld feststeht.
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    • Oberon 07.04.2015 14:53
      Highlight Mit etwas jüngeren Jahren, so vor 20 Jahren, wurde meine damalige Freundin und ich im Ausgang von drei Halbstarken angepöbelt und traktiert.
      Leider kam für mich der Angriff so überraschend das ich nicht verhindern konnte das die Freundin schon erste Schläge abbekommen hatte.
      Als ich mich dann gewährt habe wurde mir dies auch als übertriebenen Gewaltanwendung ausgelegt und ich hatte sehr lange einen Eintrag im Strafregister.
      Deswegen reagiere ich auf solche Urteile etwas gereizt und vor allem von Leuten die dies noch verharmlosen!
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    • stadtzuercher 07.04.2015 19:38
      Highlight Oberon, ich habe null Sympathien für den Kerl, wenn ich ihn kennen würde, fände ich ihn wohl ein Riesen-A.... Aber darum gehts nicht. Journalismus der sich von Sympathien und Stereotypen leiten lässt, endet irgendwann in der Sackgasse (*gilt nicht für die Katzenvideo-Abteilung).
      Es ist im konkreten Fall nicht mal erwiesen, dass er gebüsst wurde. Diese Darstellung beruht wohl einzig auf Aussage dieser Vize-Miss (der Autor darf mich gerne berichtigen). Und wenn nicht mal das Fact ist, steht der ganze Bericht und die Aussage der Vize-Miss auf wackligen - oder zumindest einseitigen - Füssen.
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