Populärkultur

Ente über Hochzeitsstress

Daily Mail muss sich bei George Clooney (und seiner Schwiegermutter) entschuldigen

George Clooney ist sauer auf die «Daily Mail»: Das britische Boulevardblatt berichtete, seine Schwiegermutter in spe lehne die geplante Vermählung des Hollywood-Stars mit ihrer Tochter ab - aus religiösen Gründen. Nun übt sich die Zeitung in Beschwichtigung.

10.07.14, 09:52

Ein Artikel von

Die britische Zeitung «Daily Mail» hat sich bei Hollywood-Star George Clooney entschuldigt - für eine nach dessen Worten frei erfundene Geschichte über seine künftige Schwiegermutter. Das Blatt hatte unter Berufung auf Quellen im Libanon und in Großbritannien berichtet, die Mutter seiner Verlobten Amal Alamuddin sei unzufrieden mit ihrem künftigen Schwiegersohn und habe das in der libanesischen Hauptstadt Beirut deutlich gemacht.

George Clooney an der Berlinale iam 8. Februar 2014 im Kontakt mit einem Fan. Bild: AP

Ihre Tochter, die ihn London erfolgreich als Menschenrechtsanwältin arbeitet, habe etwas Besseres verdient als einen Schauspieler. Clooney reagierte mit einem Beitrag für die US-Zeitung USA Today: «Ich antworte so gut wie nie auf Boulevard-Geschichten, es sei denn es geht um jemand anderen und dessen Wohlbefinden», schrieb der 53-Jährige. Die «Daily Mail» veröffentliche mehrmals pro Woche frei erfundene Geschichten über ihn. «Ich bin daran gewöhnt ... und es ist mir egal.» Diese Geschichte sei aber nicht nur «komplett erfunden», sondern «unverantwortlich».

So sei etwa die Behauptung, seine angehende Schwiegermutter gehöre im Libanon den Drusen an und wolle einen drusischen Schwiegersohn, unsinnig, weil die Mutter seiner Verlobten keine Drusin seien. Seine künftige Schwiegermutter sei, seitdem er mit Alamuddin zusammen sei, nicht mehr in Beirut gewesen und keineswegs gegen die Hochzeit.

Amal Alamuddin, im Juni in London. Bild: Getty Images Europe

Am schlimmsten sei aber die Behauptung, dass in Beirut über Traditionen in der drusischen Religion Witze gemacht würden, die mit dem Tod der Braut zu tun hätten. «Die Unverantwortlichkeit in diesen Zeiten, religiöse Unterschiede auszubeuten, die es gar nicht gibt, ist zumindest schon einmal nachlässig, um nicht zu sagen gefährlich.» Die «Daily Mail» überschreite die Linie von einer «lächerlichen Boulevardzeitung» zur Gewaltanstiftung.

«Wir akzeptieren Herrn Clooneys Versicherung, dass die Geschichte nicht richtig ist», sagte ein Zeitungssprecher. «Wir entschuldigen uns bei ihm, bei Amal Alamuddin und ihrer Mutter Baria.» Der Artikel sei von einer freien Journalistin angeliefert worden, die über gute Kontakte in den Libanon verfüge und der die Redaktion vertraut habe. Der Vorfall werde untersucht. Der Artikel sei von der Website der «Daily Mail» entfernt worden.

(wit/dpa/AFP)

Hol dir die App!

Yanik Freudiger, 23.2.2017
Die App ist vom Auftreten und vom Inhalt her die innovativste auf dem Markt. Sehr erfrischend und absolut top.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Hillary Clinton überrascht bei den Grammys das Publikum – und Donald Trump ...

Überraschender Auftritt von Hillary Clinton: Mit einer Lesung aus dem Enthüllungsbuch «Fire and Fury» haben die frühere Präsidentschaftskandidatin und Star-Musiker bei der Grammyverleihung gegen US-Präsident Donald Trump ausgeteilt.

Die Demokratin Clinton, die gegen Trump bei den Wahlen im November 2016 verloren hatte, erschien am Sonntag überraschend in einem vorab aufgezeichneten Sketch von Moderator James Corden. Darin liest sie eine Passage aus Michael Wolffs Buch, das mit Details aus dem Wahlkampf und Trumps Zeit im Weissen Haus Schlagzeilen machte.

Auch Rapperin Cardi B, John Legend, Cher und Snoop Dogg lasen einige Sätze aus dem Buch. «Warum lese ich diesen Scheiss überhaupt?», fragt Cardi B, nachdem sie eine …

Artikel lesen