Populärkultur

Kino trifft Serie

George Clooney spielt bei «Downtown Abbey» mit. Zumindest ein bisschen

14.09.14, 12:42 14.09.14, 17:28

stefan kuzmany

Ein Artikel von

Zwei Giganten treffen aufeinander. Es ist ein Bündnis für die ... nein, nicht für die Ewigkeit, aber für eine kurze fulminante Zeitspanne von etwa einer Stunde. Es wird gross, es wird magisch, es wird in die Geschichtsbücher eingehen. Es geht um George Clooney und «Downtown Abbey»: Eine Hochzeit der Superhelden. 

Alles eine Frage der Mengenlehre: Manche Menschen träumen davon, in einem Herrenhaus zu leben, umwuselt von Dienstboten, die sich um die profanen Dinge des Alltags kümmern, während man selbst, den kleinen Finger abgespreizt, an einer Tasse Tee nippt und gepflegte Konversation betreibt. Für diese Menschen gibt es die britische Serie «Downton Abbey», und es muss eine Menge dieser Menschen geben, sonst wäre sie nicht so erfolgreich. 

Die «Downtown-Abbey»-Crew. bild: itv/pbs

Manche Menschen träumen von einem schönen Mann mit verführerischen Augen und Witz und politischem Bewusstsein, für die gibt es George Clooney, und es muss eine unglaubliche Menge dieser Menschen geben, sonst wäre Clooney nicht einer der grössten Filmstars des Planeten.

Clooney und seine Verlobte Amal Alamuddin am 7. September in Florenz. Bild: EPA/ANSA

Mutmasslich ist die Schnittmenge derer, die Clooney und «Downton Abbey» lieben, schon riesig, aber kombiniert man diese beiden Mengen, dann umfasst sie, konservativ gerechnet, sämtliche Frauen dieses Planeten, dazu kommen noch etliche Männer, und darum kommt niemand an dieser Nachricht vorbei. Vergesst IS, vergesst Russland und die Ukraine, vergesst die Maut: George Clooney spielt bei «Downton Abbey» mit!

Zwei Welten treffen aufeinander, und wer seltsamerweise keiner der beiden angehört, dem muss die Bedeutung dieses Vorgangs kurz erklärt werden. Das ist, um es ganz klein zu machen, auf Deutschland bezogen in etwa so, als würde Angela Merkel als Telefonjoker bei «Wer wird Millionär?» auftreten. 

Das Fussvolk von «Downtown Abbey»  bild: pbs/itv

Das beliebteste Wesen des Landes in der beliebtesten Sendung des Landes, der feuchte Traum jeder Presseabteilung, der halt nur den kleinen Nachteil hatte, dass Merkel dann eben doch nicht als Telefonjoker bei «Wer wird Millionär?» mitgemacht hat, sondern nur fast. Aber vorher war das nicht ganz klar, und deshalb eigentlich noch besser, denn jeder musste einschalten, um zu sehen, ob vielleicht doch.

Der gute Zweck heiligt das Mittel

Und so ist das auch mit Clooney und «Downton Abbey»: Eigentlich spielt er doch nicht mit. Beziehungsweise: nur ein ganz kleines bisschen. Clooney, so meldet beispielsweise der britische Guardian, wird in einer kurzen Szene an der Seite von Hugh Bonneville auftreten, der Lord Robert Crawley spielt, den Hausherren von «Downton Abbey». 

Die beiden Schauspieler sind seit den Dreharbeiten zu Clooneys Film «Monuments Men» befreundet. Clooney, ein Fan der Serie, spielt wohl einen amerikanischen Gast auf einem Hochzeitsfest im Herrenhaus, wahrscheinlich wird er nur für wenige Sekunden im Bild zu sehen sein. Der Auftritt, so heisst es, soll Geld einspielen für einen guten Zweck.

Hol dir die App!

Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
Abonniere unseren NewsletterNewsletter-Abo
0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Dschungel-Blondinen und Nazi-Rolling-Stones … oder: History Porn Showbiz Edition, Teil VI

Weil Showbusiness früher irgendwie ... anders war.

Happy New Year! Watson war wieder in obskuren Archiven und verstaubten Estrich-Kisten des Interwebs wühlen und hat euch was mitgebracht: Rolling Stones in Nazi-Montur! Italienische Horrorfilm-Sexbomben! Eine Dschungelkönigin, die dem King of Rock'n'Roll an die Gurgel geht! Momentaufnahmen der Schatten- und Sonnenseiten des Showbusiness, eben. Klickt also auf Vollbildmodus und los geht's mit ...

Und weil's so schön war: Hier die bisherigen Slideshows nochmals!

Und weil's gerade so schön passt, …

Artikel lesen