Populärkultur

Unsere Kandidaten, welch ein Anblick! Bild: RTL / Stefan Menne

Lagebericht aus dem Lager

IST DAS TOLL! 6 Gründe für das neue Dschungelcamp. Und alles von Walters Einlagen bis Saras Schafshoden

17.01.15, 09:20 18.01.15, 09:32

1. Das Opfer der Nation

Frauen, die früher mal im Beauty-Bootcamp «Germany's Next Topmodel» mit dabei waren, werden im Dschungelcamp von RTL besonders gerne gequält. Denn: je dünner die Frau, desto dünner das Nervenkostüm, desto böser und damit besser die Unterhaltung. Eine brutale Tatsache, der nach Sarah Knappik nun auch Sara Kulka ins eiskalte Auge blicken muss.

Ins Lager kam sie mit Worten wie «Ich würd mich selber vögeln!» und: «Ich werd Gas geben, am Ende werd ich alles schlucken, mein Gott, was hab ich schon geschluckt, was muss eine Frau nicht alles schlucken, um einen glücklich zu machen?» Den Ekeldrink, den Aalschleim-Matsch und die Schafshoden, die nicht auf den Boden fallen durften, hat sie am ersten Tag gemeistert, die Maden hat sie verweigert, die Einladung zur zweiten Prüfung kommentierte sie mit: «Ich bin das Opfer der Nation, ey, ich schwör.» Was hatte sie denn auch erwartet?

Fällt das noch unter Menschenrechte? Bild: RTL / Stefan Menne

2. Walter, der alte Falter

Noch nie im Leben hab ich von diesem Herrn Walter Freiwald gehört, ehrlich nicht, er sieht das anders: «Was mich immer wundert, ist, dass die jungen Leute mich auch kennen, wahrscheinlich liegt es daran, dass ich jung geblieben bin. Seh ich aus wie 60?» Nein. Deutlich älter. 

Oder um es mit der turmhohen Transe Olivia Jones zu sagen: «Es sind immer diejenigen, von denen man das nicht will, die sich als erstes nackig machen. Dieser Werner Freibier oder wie der heisst, der braucht doch ein Bikinioberteil! Ich dachte, ich werde blind!» So in der Art. Ob seine Frau es mag, dass der bereits jetzt quallengeschädigte, demotivierte Einlagen-Träger ihren Schlüpfer in die Kamera hielt?

3. Rolfes Wahrheit

Rolfe Scheider, Ex-Juror von «Germany's Next Topmodel», findet sich selbst eigentlich verrückt liebenswert, allerdings auf eine latent verzweifelte Art («Selbstvertrauen hab ich ganz wenig»), und leider ist die Verzweiflung berechtigt. Ich hab den Rolfe mal auf einer grossen Party in Berlin gesehen, mit Hunderten von deutschen Film- und Fernseh-Menschen. Alle knutschten sich, die Ferres, der Schweiger, der Schweighöfer, die Elvers-Elbertzhagen, bloss der Rolfe stand alleine in einer Ecke. 

Er möchte auch gern Model sein. Bild: RTL / Stefan Menne

4. Iffy, oh, Iffy!

Sofort alle meine Sympathien abgeräumt hat ja Rebecca Siemoneit-Barun, die Iffy aus der «Lindenstrasse», die im Zirkus aufgewachsen ist und weder Angst vor Tieren noch vor Abenteuern hat. Was ich ihr blind glaube, die Frau ist mehr als tiefenentspannt und sprang so behend (Sarah dagegen: bebend) mit ihrem Fallschirm aus dem Helikopter, dass dies wohl das neue Hobby für Deutschlands mittelgewichtige Frauen wird. In Iffys Worten: «Ich möchte da den Zuschauer natürlich schonen. Ich werde versuchen, nicht allzu oft im Badeanzug rumzuhüpfen.» Und in Rolfes: «Die hat auch Fülle, aber die füllt sie wirklich, wirklich aus.»

Flieg, Iffy, flieg! Bild: rtl

5. Der Maaaaann

Er heisst Aurelio und braucht das Geld. Und er hat in seinem Leben bisher was genau gemacht? Ach ja, in der «Bachelorette» keine Frau gefunden. Maren Gilzer, deren Name schon alt war, als ich Kind war, sagt: «Aurelio ist Gottes Geschenk an die Frauen.» Rolfe sagt: «Aurelio ist der Stier.» Aurelio wählte die Sara als seine Partnerin in der ersten Prüfung und er tat gut daran, denn sofort wirkte er souverän, besonnen, stark. Und er kümmerte sich um Walter. Und wird wahrscheinlich auch mit blossen Händen Krokodile erlegen, wenn mal eine Hungersnot herrschen sollte. 

Aurelio Savina ist insgesamt sehenswert. Bild: RTL / Stefan Menne

6. The Others

Sie waren bis jetzt weder neurotisch noch erotisch genug, um sich irgendwie hervorzutun. Patricia Blanco, die «ein Kreuz zu tragen hat» mit ihrem Vater, setzt die Tradition der heruntergekommenen Töchter berühmter Väter (Allegra Curtis!) fort. Angelina Heger, die grad im «Playboy» war, sagt: «Ja gut, die ganze Welt kennt jetzt meine Brüste, aber ich muss die jetzt nicht immer überall raushängen lassen.» Wieso nicht? Maren Gilzer weiss: «Meine Zeit ist noch lange nicht vorbei.» Echt nicht? Benjamin Boyce will «Aufmerksamkeit», aber dafür muss er noch was tun. Jörn Schlönvoigt findet alles super. Wir ihn noch nicht. Und Tanja Tischewitsch? Ach ja, sie will «berühmt» werden. Na dann. 

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Brikne, 20.7.2017
Neutrale Infos, Gepfefferte Meinungen. Diese Mischung gefällt mir.
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    Alle Leser-Kommentare
  • Gelöschter Benutzer 17.01.2015 15:05
    Highlight Muss Watson jetzt auch noch über diesen Dreck berichten?
    3 7 Melden
    • jesse.pinkman 17.01.2015 16:25
      Highlight Musst es ja nicht lesen wenns dir nicht gefällt...
      Ziemlich einfach
      5 3 Melden
    • Gelöschter Benutzer 17.01.2015 16:34
      Highlight Schon klar. Aber ich will auch keinen Titel davon lesen. Aber dass Watson inzwischen auf 20min und Blick am Abend Niveau angekommmen ist, ist nicht mehr zu übersehen.
      3 6 Melden

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