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Jon Voight speaks on stage during the

Jon Voight wirft Cruz und Bardem Antisemitismus vor. Bild: AP Invision

Antisemitismus-Vorwürfe

Jolies Vater teilt gegen Cruz und Bardem aus: «Ihr solltet eure Köpfe in Scham senken»

Penélope Cruz und Javier Bardem unterzeichneten einen Aufruf, der Israel im Gaza-Konflikt Völkermord vorwarf. Nun übt ein prominenter Kollege Kritik. Angelina Jolies Vater Jon Voight wirft dem Paar vor, zum Antisemitismus anzustiften.

04.08.14, 13:26

Ein Artikel von

Jon Voight scheut kontroverse Statements nicht. Der Schauspieler, Vater von Angelina Jolie, gilt als Freund der Republikaner und im eher liberalen Hollywood schon deshalb als Ausnahme. Nun hat er sich erneut mit einer expliziten politischen Botschaft zu Wort gemeldet, der die «Jerusalem Post» zur Bemerkung veranlasste, der «Gaza-Krieg tobt in Hollywood».

«Mein Name ist Jon Voight und ich bin mehr als wütend.»

Grund ist ein offener Brief Voights, den die Branchenblätter «Variety» und «Hollywood Reporter» veröffentlichten. «Mein Name ist Jon Voight und ich bin mehr als wütend», beginnt das Schreiben. Er sei tief betrübt, dass Leute wie Penelope Cruz und Javier Bardem in aller Welt zum Antisemitismus anstifteten und sich nicht des Schadens bewusst seien, den sie anrichteten.

Penelope Cruz unterschrieb die Petition. Bild: EPA

Voight bezieht sich auf eine Facebook-Petition, in der Israel Völkermord vorgeworfen wurde. Zu den Unterzeichnern gehörten Cruz und Bardem. Als erste Kritik laut wurde, liess Cruz eine Klarstellung verbreiten, um «nicht missverstanden zu werden» – davon lässt sich Voight aber nicht beruhigen.

Titelbild der Facebook-Gemeinschaft.  Bild: Facebook/Comunicado De La Cultura Contra El Genocidio Palestino

Es folgt über mehrere Absätze Voights Beschreibung der Geschichte Israels, die nicht von jedem als ausgewogen angesehen werden dürfte. Schliesslich wendet er sich dem vom Cruz und Bardem unterzeichneten Aufruf zu.

Auch Javier Bardem gerät ins Kreuzfeuer von Voights Anschuldigungen. Bild: EPA

«Ihr solltet eure Köpfe in Scham senken. Ihr solltet alle zutiefst bedauern, was ihr getan habt, und um Vergebung der leidenden Menschen in Israel bitten.»

Anstatt das «einzige demokratische Land in der Region zu unterstützen», würden seine Kollegen «vergiftete Briefe veröffentlichen». Schliesslich ermahnt Voight alle Unterzeichner des Aufrufs, in sich zu gehen. «Könnt ihr das Feuer des Antisemitismus auslöschen, das nun in aller Welt lodert?» Sie alle hätten eine grosse Verantwortung, ihre Berühmtheit für Gutes einzusetzen. Stattdessen hätten sie Israel diffamiert.

«Ihr solltet eure Köpfe in Scham senken. Ihr solltet alle zutiefst bedauern, was ihr getan habt, und um Vergebung der leidenden Menschen in Israel bitten.»

Dass solche Worte von Voight kommen, überrascht nicht. Er hat sich zum konservativen Hardliner entwickelt, bezichtige im vergangenen Jahr in einem offenen Brief US-Präsident Barack Obama des Antisemitismus, weil dieser nicht genug für Israels Sicherheit tue.

«Deadline Hollywood» wirft die Frage auf, ob Voights polarisierende Äusserungen sich auf seine Chancen bei der Emmy-Vergabe auswirken könnten. Insofern hat Voight mit Cruz doch wieder etwas gemein. Die Zeitung «USA Today» befürchtete, dass Cruz' Karriere durch die Beteiligung an der Petition Schaden nehmen könnte.

(ulz) 



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6Alle Kommentare anzeigen
    Alle Leser-Kommentare
  • 足利 義明 Oyumi Kubo 04.08.2014 21:20
    Highlight Wo er Recht hat, hat er recht!

    Er war mir immer schon sehr sympathisch.
    5 7 Melden
  • MediaEye 04.08.2014 20:04
    Highlight Republikaner und israelfreund, das sagt schon alles!!!!!!

    Shitstorm über diesen räudigen Hund und teapartyfreund
    6 8 Melden
  • Eric Zumbrunnen 04.08.2014 18:55
    Highlight Die Mehrheit der Leute ist doch einfach nur froh, dass sie die "Endlösung der Judenfrage" nun den Moslems überlassen können und sich nicht selbst die Finger schmutzig, oder in diesem Fall blutig, machen müssen.
    2 7 Melden
    • goschi 05.08.2014 09:12
      Highlight WTF? O.o
      2 1 Melden

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