Portugal
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Mit diesem Bild wurde und wird immer noch nach Maddie gesucht. Bild: AP FAMILY PHOTO COURTESY OF THE MCCANN FAMILY

Ex-Chefermittler muss Maddies Eltern viel, viel Geld zahlen

29.04.15, 04:44 29.04.15, 09:04

Die Eltern des vor bald acht Jahren in Portugal verschwundenen britischen Mädchens Maddie bekommen vom ehemaligen Chefermittler wegen übler Nachrede eine Entschädigung von mehr als 600'000 Euro. Die Eltern hatten wegen eines Buchs des Ermittlers geklagt.

Den Entscheid im Prozess gegen Gonçalo Amaral fällte das Zivilgericht in Lissabon, berichtete die staatliche Nachrichtenagentur Lusa am Dienstag unter Berufung auf die Anwältin der Eltern.

Gonçalo Amaral präsentiert sein Buch. Bild: Joao Henriques/AP/KEYSTONE

In seinem Buch «Die Wahrheit über die Lüge» (2008) hatte Amaral behauptet, Madeleine McCann sei tot und die Eltern hätten dies vertuscht. Damit habe er den Eltern Schaden zugefügt, hatte das Gericht bereits vor Wochen befunden. 

Nun müsse der Ex-Inspektor jedem Elternteil 250'000 Euro sowie seit 2010 aufgelaufene Zinsen in Gesamthöhe von 106'000 Euro überweisen, sagte die Anwältin. Zudem sei das Verkaufsverbot für das Buch bestätigt worden.

2013 Ermittlungen erneut aufgenommen

Das Buch sei schockierend und eine «Beleidigung der Familie», hatte Vater Gerry vor Gericht ausgesagt. Die Eltern hatten Amaral wegen übler Nachrede auf 1,2 Millionen Euro verklagt. Amaral war vor der Veröffentlichung des Buches von den Ermittlungen abgezogen worden.

Maddie war am 3. Mai 2007 kurz vor ihrem vierten Geburtstag bei einem Familienurlaub an der Algarveküste aus einer Luxus-Ferienanlage in Praia da Luz spurlos verschwunden. Die portugiesische Justiz stellte die Ermittlungen 2008 zunächst ein, nahm sie im Oktober 2013 aufgrund neuer Indizien aber wieder auf. (feb/sda/dpa)

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Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.
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    Alle Leser-Kommentare
  • kurt3 29.04.2015 10:01
    Highlight Die Einwohner von Praia da Luz , britische Ex-Pats und Portugiesen , haben die Nase voll von den McCann und ihren Entfürungstheorien . Ausserdem ist ein grosser Teil der Meinung , die McCann's müssten selbst angeklagt werden , wegen Verletztung der Sorgfaltsplicht. Schliesslich haben sie die Kinder ( < 3 Jahre ) unbeaufsichtigt im Apparment zurückgelassen .
    4 0 Melden
  • Gelöschter Benutzer 29.04.2015 08:14
    Highlight € 106'000.- zins für 4-5jahre auf € 500'000.-??
    man wo krieg ICH solch einen Zins.

    ein Enthüllungsbuch vom Kriminalbeamten?? klingt als wollte er einfach kasse machen...
    6 1 Melden
    • Dubio 29.04.2015 09:51
      Highlight Einen solchen Zins gäbe es in der Schweiz (fast) auch. Verzugszins ist in der Regel 5%. Bei 5Jahren auf 500k gibt das 100k....
      1 0 Melden
    • kurt3 29.04.2015 10:16
      Highlight Wer Kasse machen will , sind die McCann's . Die Millionen von £ an Spenden sind wohl nicht genug. Allein die Harry Potter Autorin gab eine million £ in den Topf !
      3 0 Melden
    • Gelöschter Benutzer 29.04.2015 11:00
      Highlight @Dubio: da hast du natürlich recht :-)

      @kurt3: über die McCann's will ich hier an dieser Stelle nicht urteilen. ich teile einfach die Meinung von Kronrod, dass ein ehemaliger Chefermittler kein Enthüllungsbuch schreiben sollte.
      0 0 Melden
  • Kronrod 29.04.2015 06:45
    Highlight Als ehemaliger Chefermittler sollte man keine Enthüllungsbücher schreiben.
    10 1 Melden

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