Rassismus
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Wie die Obamas Rassismus erleben

Michelle als Supermarktangestellte, Barack als Kellner

18.12.14, 03:08 18.12.14, 09:01

Auch an der Seite des mächtigsten Mannes der USA ist offenbar Platz für unangenehme Erfahrungen mit Rassismus im Alltag. In einem Interview erzählt First Lady Michelle Obama, wie sie einmal bei einem Termin in einem Supermarkt für eine Angestellte gehalten wurde.

«Die Frau fragte mich, ob ich ihr helfen könne, etwas aus dem Regal zu holen», sagte Michelle Obama in einem Interview mit dem US-Magazin People, das am Mittwoch veröffentlicht wurde. Derlei Dinge passierten eben im Alltag der Schwarzen in den USA. 

Die First Lady Michelle Obama. Stilsicher, wie immer.  Bild: Manuel Balce Ceneta/AP/KEYSTONE

Ihr Mann sei in der Vergangenheit einmal bei einer Gala für den Kellner gehalten worden. «Er trug einen Smoking bei dem Dinner und Jemand fragte ihn, ob er einen Kaffee haben könne.»

Auch der heutige US-Präsident selbst erinnerte sich im Interview an derlei Verwechslungen. «Es gibt wohl keinen arbeitenden Schwarzen in meinem Alter, der nicht schon einmal aus dem Restaurant gekommen ist und einen Autoschlüssel in die Hand gedrückt bekommen hat», sagte er. Auch er selbst sei schon einmal für einen Parkwächter gehalten worden.

Im Smoking auch schon für einen Kellner gehalten worden: Barack Obama.  Bild: Matt Dunham/AP/KEYSTONE

Die Äusserungen der Obamas fallen in eine Zeit der Anspannung in den USA, nachdem mehrere Schwarze von weissen Polizisten getötet wurden. Es sei nun eine Sache, für einen Kellner gehalten zu werden, sagte Barack Obama. Schwieriger werde es, wenn Jugendliche fälschlicherweise für Kriminelle gehalten würden und dies womöglich mit dem Leben bezahlten. (feb/sda/afp)

Das Paar bei einem offiziellen Auftritt.  Bild: Manuel Balce Ceneta/AP/KEYSTONE

Ferguson – eine Chronik der Wut

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