Russland
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«Gesetz gegen homosexuelle Propaganda»

Nach Tim Cooks Coming Out: Russen entfernen Steve-Jobs-Denkmal

FILE- In this file photo dated Thursday, Jan. 10, 2013, a woman stands next to a screen showing a portrait of Steve Jobs on the recently erected memorial to late Apple Corp. co-founder in the courtyard of the Techno Park of the St. Petersburg National Research University of Information Technologies, Mechanics and Optics (ITMO University) in St. Petersburg, Russia.  The six-foot tall interactive iPhone shaped memorial has been taken down in response to last week's announcement that CEO of Apple, Tim Cook is openly gay. (AP Photo/Dmitry Lovetsky, FILE )

Das übergrosse iPhone wurde vom Uni-Campus entfernt. Bild: Dmitry Lovetsky/AP/KEYSTONE

Nach dem Coming-Out von Apple-Chef Tim Cook wurde in Sankt Petersburg ein zwei Meter grosses iPhone, das an Vorgänger Steve Jobs erinnern sollte, von einem Uni-Campus entfernt. ZEFS, ein Zusammenschluss aus russischen Unternehmen, berief sich dabei gemäss Reuters auf das «Gesetz gegen homosexuelle Propaganda».

«Nachdem Apples CEO Tim Cook öffentlich zur Sodomie aufrief, wurde die Statue entsprechend des Gesetztes entfernt, das Kinder vor Informationen beschützt, die traditionelle Familienwerte verleugnen», hiess es im Statement von ZEFS.

Aufgerufen hatte der Apple-Chef jedoch zu gar nichts. Im Wirtschaftsmagazin Businessweek schrieb er: «Ich bin stolz, schwul zu sein. Und ich denke, dass Schwulsein eines der grössten Geschenke ist, die mir Gott gegeben hat.»

Apple CEO Tim Cook speaks at the WSJD Live conference in Laguna Beach, California October 27, 2014.  Cook publicly came out as gay, saying in a magazine article published October 30, 2014 that he wanted to support others who find it difficult to reveal their sexual orientation. REUTERS/Lucy Nicholson/Files  (UNITED STATES - Tags: BUSINESS SCIENCE TECHNOLOGY)

Tim Cook: «Ich bin stolz, schwul zu sein.» Bild: LUCY NICHOLSON/REUTERS

Einreiseverbot wegen «Ebola, AIDS, Gonorrhö»

Nach Coming-Out verlangte ein konservativer Parlamentarier von St. Petersburg gar ein Einreiseverbot für Tim Cook, schreibt die Washington Post. Er könnte «Ebola, AIDS oder Gonorrhö» nach Russland bringen.

Russlands Präsident Wladimir Putin hat im Jahr 2013 ein Gesetz unterzeichnet, das «homosexuelle Propaganda» verbietet, um Minderjährige vor nicht-traditionellen sexuellen Werten zu schützen. Es stellt jegliche positive Äusserung über Homosexualität in Anwesenheit von Minderjährigen oder in der Öffentlichkeit unter Strafe. (rey)

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Das Denkmal wird weggetragen. video: youtube/russia today



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    Alle Leser-Kommentare
  • The Destiny // Team Telegram 04.11.2014 17:59
    Highlight Highlight Man ergänze den Artikel auf den aktuellen Stand bitte.

    Ist wohl doch nicht ganz so wie alle gedacht haben.

    Infos dazu hier->http://on.rt.com/rvu5iu

    Oder lest den Propaganda Artikel auf buzzf*ed
    Den link dazu kann man selbst suchen.
  • saukaibli 04.11.2014 13:19
    Highlight Highlight Ist schon beängstigend, dass ein Volk das von so dummen "Menschen" (Zitat eines Parlamentariers: Er könnte «Ebola, AIDS oder Gonorrhö» nach Russland bringen.) angeführt wird Atombomben hat. Aber das ist halt typisch Russland. Wieso in Bildung investieren wenn man Bodenschätze hat. Kein Wunder ist Russland bei Forschung, Entwicklung und Produktion rückständiger als vor 50 Jahren. Oder hat irgend jemand hier irgendwas aus russischer Entwicklung oder Produktion zu Hause?
    • kiawase 18.11.2014 06:00
      Highlight Highlight und wer fliegt heute regelmässig ins All .... und nimmt Amerikaner mit ...
  • Zeit_Genosse 04.11.2014 11:41
    Highlight Highlight Es hätte ja gereicht, dass er gesagt hätte, ich bin schwul und das ist ok. Gott hätte er nicht auch noch einpacken müssen. Das Coming-Out war zu bedeutungsschwanger inszeniert und nicht gut überlegt. In einigen Kreisen ist Apple jetzt ein gehasstes Schwulenhandy/Devicees geworden. Zum Glück sind wir in der Schweiz eine sehr tolerante, offene, liberale Gesellschaft. Aber das ist eben nicht überall so. Deshalb hat es Konsequenzen für Apple. Wie läuft jetzt die nächste Apple Keynote ab. Sehen dann alle nur noch den homosexuellen CEO. Seine sexuelle Präferenz interessiert mich nicht, wird jedoch medial ein Thema bleiben. Der paradisische Apfel scheint angebissen.
    • conszul 04.11.2014 12:21
      Highlight Highlight Vielleicht öffnet das ja auch die Türen zu einer neuen Marketingstrategie oder ändert generell die Art und Weise Schwule anzusprechen. Anspielungen zu Person und sexuellen Ausrichtung wird Herr Cook bestimmt locker hinnehmen.
  • Midnight 04.11.2014 09:53
    Highlight Highlight Da sollte man doch besser mal Russland boykottieren. Die haben doch echt einen gewaltigen Knall! Diese Homophobie und dann noch die ganze Ukraine-Geschichte... Wie ist so was im 21. Jahrhundert überhaupt noch zulässig?
  • conszul 04.11.2014 08:59
    Highlight Highlight Hoffentlich kann der Wladimir jetzt wieder beruhigt schlafen. Um das hässliche Ding, das ehrlich gesagt ein recht schäbiges Denkmal darstellt, ist es jedenfalls nicht schade.
  • Don Huber 04.11.2014 07:09
    Highlight Highlight Die sind doch nicht dicht. Wohl zuviel Vodka getrunken, als sie so ein Gesetz unterzeichnet haben.
  • Christian Denzler 04.11.2014 06:10
    Highlight Highlight Da hat wer noch einen grösseren Knall wie die Amis. Dass das möglich ist. Peinliche Russen.

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