Russland
Wir verwenden Cookies und Analysetools, um die Nutzerfreundlichkeit der Internetseite zu verbessern und passende Werbung von watson und unseren Werbepartnern anzuzeigen. Weitere Infos findest Du in unserer Datenschutzerklärung.

Russland: Atom-U-Boot steht in Flammen

07.04.15, 15:02 07.04.15, 17:14


Ein Atom-U-Boot in der russischen Werft Zvezdochka soll laut Angaben des Nachrichtendienstes RIA Feuer gefangen haben. Das Feuer brenne auf einer Fläche von 20 Quadratmetern, so die Agentur Interfax unter Berufung auf Sicherheitskreise.

google maps

Das Feuer soll während Reparaturarbeiten am U-Boot K-266 Oryol, einem Atom-U-Boot der Klasse Oscar II, ausgebrochen sein. Während die Werft die Nachricht nicht kommentierte, bestätigte die Schifffahrtsgesellschaft United Shipbuilding Company laut Russia Today den Vorfall. Laut einem Sprecher der Gesellschaft sei niemand zu Schaden gekommen. Der Nuklearreaktor sei vorgängig ausser Betrieb genommen worden. Auch sei die Bewaffnung vom Schiff entfernt worden, so der Sprecher weiter.

Einem russischen Radiosender zufolge, der sich auf einen Augenzeugen beruft, ist momentan kein Feuer mehr zu sehen – allerdings steige eine dichte Rauchwolke über der Werft auf.

Die Werft nahe der Stadt Severodvinsk, in der nördlichen Provinz Archangelsk, ist auf die Reparatur von nuklearbetriebenen U-Booten spezialisiert.

Das U-Boot Oryol war 1992 in Betrieb genommen worden und befand sich seit 2013 in der Werft. Die Reparaturarbeiten sollten bis 2016 dauern. 

Nicht der erste Brand

Das Unglück erinnert an den Untergang der Kursk im Jahr 2000. Das ebenfalls nuklearbetriebene U-Boot der Oscar-II-Klasse sank während einer Übung in der Barentsee. Alle 118 Besatzungsmitglieder kamen dabei ums Leben.

Ein weiterer Vorfall mit einem Atom-U-Boot ereignete sich 2011: Damals brach auf dem Atom-U-Boot Jekaterinburg ein Feuer aus. Die Jekaterinburg war im Hafen von Murmanks stationiert, wo sie überholt werden sollte. Bei dem Brand wurden giftige Dämpfe freigesetzt, neun Menschen trugen Verletzungen davon.

Die schwerste Katastrophe mit einem russischen Atom-U-Boot ereignete sich im Jahr 2000, als die «Kursk» bei einer Übung in der Barentssee wegen eines defekten Torpedos sank. Alle 118 Besatzungsmitglieder starben. (wst/whr)

Hol dir die App!

Markus Wüthrich, 5.5.2017
Tolle Artikel jenseits des Mainstreams. Meine Hauptinformations- und Unterhaltungsquelle.

Abonniere unseren Daily Newsletter

0
Weil wir die Kommentar-Debatten weiterhin persönlich moderieren möchten, sehen wir uns gezwungen, die Kommentarfunktion 72 Stunden nach Publikation einer Story zu schliessen. Vielen Dank für dein Verständnis!
0Alle Kommentare anzeigen

Trump fällt an Bord der Air Force One auf Spassanruf herein

Ein US-Comedian ist mit einem gestellten Telefonat nach eigener Darstellung bis zu US-Präsident Donald Trump in dessen Regierungsmaschine Air Force One durchgedrungen. Das Weisse Haus äusserte sich zu dem Fall zunächst nicht.

Eine unabhängige Bestätigung für die Echtheit des im Internet verbreiteten Telefonmitschnittes gab es ebenfalls nicht. Zahlreiche US-Medien berichteten über die angeblich erfolgreich gestellte Falle.

Berichten zufolge soll der Fall im Weissen Haus zu grossem Ärger geführt …

Artikel lesen